It´s Weekend, Vampire Weekend!!!

Als ich mir zum ersten Mal Vampire Weekend anhörte, dachte ich “ Was isn das für ne komische Musik?? Geht ja gar nicht.“ Dieser Reggae-Afrobeat-Pop ist ja nicht so mein Ding. Dann eines Tages, als ich im Urlaub war, schaute ich das Indie-Programm eines Musiksenders und es kam das Video zu „Giving up the gun“ vom neuen Album „Contra“. Es wurde nicht angegeben, wer der Interpret war und ich schaute mir es einfach an. Übrigens sehr lustig, weil Jake Gyllenhaal und ein Jonas Brother ehrgeizige Tennisspieler spielen, die im Match gegen die Protagonistin hintereinander verlieren.  Als ich sah, dass es Vampire Weekend war, war ich erstaunt. Das Lied war ziemlich cool und ich wollte mir es daheim noch mal anhören. Ich fing also an, mich mehr und mehr für die Band zu begeistern, obwohl die Musik für meine Verhälnisse ziemlich speziell ist. Das Quartett bezeichnet ihren Musikstil als Mix aus Indie-Rock, Afrobeat, New Wave, Reggae, Punk und Weltmusik, wobei der Einfluss afrikanischer Rhythmen sehr deutlich ist. Was aber keiner bestreiten kann, ist letztendlich, dass Vampire Weekend sich hervorragend als Sommermusik eignet. Man stelle sich einen langen, weißen Sandstrand irgendwo auf Jamaica vor, einen Horchata auf der Liege trinkend und die schweren Trommeln im gleichnamigen Lied im Hintergrund. Das perfekte Karibik-Feeling. Aber zurück zur Band.

Gegründet 2006 in New York an der Columbia Universität wurde Vampire Weekend durch viele Blogeinträge schnell bekannt und bekamen einen Plattenvetrag. Die Single „Cape Cod Kwassa Kwassa wurde ein erster Erfolg und das Anfang 2008 erschienene Debüt „Vampire Weekend“ ebenfalls. Vor allem die Singles „Oxford Comma“ und „A-Punk“ überzeugen durch ihren poppigen Sound. Das ruhigere „Campus“ gehört ebenfalls zu meinen persönlichen Favoriten der ersten Platte. Wer eher nicht so auf afrikanische Rhythmen steht, dem mag wahrscheinlich nicht allles von Vampire Weekend gefallen, aber die Songs machen definitiv gute Laune. Im Januar 2010 erschien dann „Contra“, das zwar ein bisschen schlechter als das Debüt bewertet wurde, aber die Musikkritiker trotzdem übrzeugte. Der NME bezeichnete Vampire Weekend als einer der einzigartigsten Bands auf diesem Planeten, was sicherlich stimmt. Mir war diese Art von Musik vorher gänzlich unbekannt und ich muss sagen, dass ich die Band und ihre Songs einfach nur sympathisch finde. Sogar das Chiller-Lied „Cape Cod Kwassa Kwassa“, das ich anfangs überhaupt nicht leiden konnte, finde ich zunehmend besser. Auf  „Contra“ ist „Giving up the gun“ bei weitem der beste Song und die Nicht-Singles fallen eher in den Hintergrund, aber das macht nichts. Vampire Weekend setzt seinen poetischen Afro-Sound fort und sorgt für tanzbare Sommerhits. Schaut man sich Interviews an, scheint die Band auf dem Boden geblieben zu sein und gibt nicht wie viele andere arrogante Halbantworten. Fetter Pluspunkt.

Vampire Weekend ist für die besseren Sommertage die perfekte Chill-Out Musik und macht Lust auf Urlaub. „So if I wait for a holiday could it stop my fear? To go away on a summer’s day never seemed so clear.“ Das ist ne Ansage.

http://www.vampireweekend.com/

www.myspace.com/vampireweekend

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