Diese Locken rocken!!!

Das Erste was man wahrscheinlich bei Darwin Deez bemerkt ist seine spezielle Frisur. Ein Vogelnest mit Stirnband zusammengehalten. Oder wie man es sonst nennen mag. Okay, und der Schnurrbart machts auch nicht besser, im Gegenteil, aber sein Style ist ja  nicht Thema dieses Artikels, sondern seine Musik. Und die ist wirklich hip. Darwin Deez wird auf manchen Seiten wie Wikipedia  als Gruppe um Frontman Darwin Deez bezeichnet, in Musikmagazinen aber als Solokünstler. Offiziell sieht sich Darwin als Einzelperson mit sieben Anhängsel. Fakt ist jedenfalls, dass er originellen Indie-Pop macht, der sofort gute Laune versprüht.

Im April 2010 erschien das gleichnamige Debütalbum, das von den Kritikern gelobt wurde. Die Platte erinnert zum Teil ein bisschen an den Beat-Pop der Sechziger Jahre in England und ist somit durchaus tanzbar. Darwin schreibt selbst auf seiner My Space-Seite: „Hi, I´m Darwin Deez and I love to dance.“ Dass er gerne Choreographien tanzt, hat er schon in seinem You-Tube Video „The Spring-Dance“ bewiesen, was aber leider nicht mehr verfügbar ist. Dafür ist Part 2 noch vorhanden( unten gepostet ). Der New Yorker versteht es, einfach gehaltene Texte mit den passenden Sounds so zu mixen, dass poppiger Indie-Folk entsteht. Es geht um Beziehungen, Schadenfreude, aber auch die Leichtigkeit des Lebens. Die erste Auskopplung „Constellations“ handelt spielerisch von zwei Personen, die wie glitzernde Sterne miteinander verbunden sind. „Or is a constellation just a constellation?“ Unglücklich geht es weiter mit „Deep Sea Divers“, ein trauriges Lied über eine Beziehung, die nicht mehr funktioniert. Die tiefen Gitarren-Akkorde untermalen die Hauptaussage: „You´re bringing me down“. Tja. Shit happens.“The City“ ist ziemlich abgehackt, dafür bringt „DNA“ den richtigen Indie-Groove auf. „The Suicide Song“ ist ein persönlicher Favourite, weil er Funk-Pop pur ist. Die Drums spielen genau nach meinem Geschmack. Erinnert vom Beat her ein bisschen an „Meet Me In The Bathroom“ von den Strokes. Ähnlich ist auch die dritte Single „Up In The Clouds“, das von der Sehnsucht nach der Ex handelt. Darwin Deez meinte, dass es dieses Mädchen gab, das er betrogen und sie sich daraufhin von ihm getrennt hat.  Na ja, wenigstens ist daraus ein guter Song geworden. Vom unspektakulären „Bed Space“ zum ganz netten „The Bomb Song“. „The sky is green. It´s been that way since they dropped the bomb. The clouds are brown, the city´s a ghost town…say you love me now“. Unterm Strich- Ein poetischer Lovesong. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. „Radar Detector“ und „Bad Day“ überzeugen durch und durch mit ihren coolen Lyrcis und Beats. „Radar Detector“ ist die zweite Single vom Album und wurde in ein lustiges Video umgesetzt, das ihr euch unten anschauen könnt. Der Song macht super Sommerlaune (was für ne Alliteration:))und ist aus den Indie-Charts nicht mehr wegzudenken. Das letzte Lied „Bad Day“ war das erste, was ich mir von Darwin Deez angehört habe. Der Sänger muss wohl beim Komponiern an jemanden gedacht haben, den er wirklich nicht leiden kann. Anders lassen sich die bösen Lyrics nicht erklären. Jeder, der aber schon mal irgendwie verletzt wurde, wird den Text irgendwann auswendig mitsingen. Garantiert!

Darwin Deez ist eine neue Indie-Pop Entdeckung des Jahres 2010 und wird sich definitiv bald fest in der Indie-Szene etabliert haben. Ich höre die CD jedenfalls schon rauf und runter.

Fazit: Trotz bedenklicher Frizze, ein talentierter und sympathischer Musiker. Aussehen ist eben nicht alles…..

Myspace-Seite

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