Ein neuer Geist

Wer kennt das nicht. Durch Zufall lauscht man mal kurz dem laufenden Radio nebenan  und hört eine gut klingende Melodie. Man geht vors Radio und spannt weiter seine Ohren an. Von wem ist dieses Lied? Wie heißt es? Man kann es gar nicht erwarten, bis der Radiomoderator wieder spricht und endlich den Namen der Band verrät. Das waren The Ghost mit „Something New“. Aha, da haben wirs. Der Sprecher erzählt etwas über die Band. Woher sie kommt, welche Art Musik sie spielt etc. Eine Neuvorstellung also. Dann wird ein zweites Lied gespielt. Hmm, hört sich auch cool an. Da geht man doch mal gleich ins Internet und gibt den Namen ein. Dort steht nicht viel über The Ghost. Es gibt fast nur eine MySpace Seite und paar Videos auf YouTube. Die Band ist also noch ziemlich unbekannt.

The Ghost sind ein dänisches Musikduo von den Färöerinseln, das von dem englischen Plattenlabel Sunday Best auf einem UK Festival entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Die Band spielt tanzbaren Indie-Rock mit elektronischen Einflüssen. Der Sänger Filip Mortensen (21)  und Urbanus Olsen (22) am Synthesizer beeindrucken mit ihrem Mix aus punkigen Gitarrenriffs und elektronischen Sounds. Dies überzeugte auch den NME, Englands wichtigstes Musikmagazin, und bezeichnete die Band als „One´s To Watch“. Seitdem trat The Ghost schon als Support-Act für Ladytron und The Wombats auf. Vor allem beeinflusst durch die Strokes und Flaming Lips ist ihr Debütalbum „War Kids“ ein poppiges Feel-Good-Werk, das Fragen zur Liebe und der Richtung im Leben stellt. „Der Titel repräsentiert das, wovon die meisten Songs handeln-Wir sind alle nur Kinder am Ende des Tages, keiner will belehrt werden, aber jeder will belehren. Jedermann sucht nach etwas, wir sind nie zufrieden. Wir sind alle Kriegerkinder auf der Suche nach einer Antwort“, erklärt Filip Mortensen.

„War Kids“ erschien am 21. Juni 2010, als Vorabsingle wurde „City Lights“ am 6. Juni ausgekoppelt. Der Song ist ein typischer Sommerhit. Rockige Grooves gepaart mit poppigen Beats. Die hohe Stimme von Mortensen klingt zwar sehr jungenhaft, tut aber keinen Abbruch zu den Songs im Gesamten. „Something New“ ist etwas rockiger und klingt ernster. Vor allem kommen hier gut die Sounds am Synthesizer heraus. Das dritte Lied, das man sich auf MySpace ganz anhören kann, ist „Dream of Subak“. Abgespaceter Titel, abgespaceter Song. Elektro-Pop dominiert hier deutlich.

The Ghost sind eine nette Neuentdeckung 2010. Sie machen zwar nicht den allerbesten Indie-Rock, aber ihre poppigen Elektrobeats sind einprägsam und motivieren zum Mitwippen. Fazit: Super Sommermusik. Wir bleiben also gespannt, wie es mit den Dänen weitergeht. Zumindest bitte wieder ein neuer cooler Song im Radio.


Weitere Infos: http://www.myspace.com/theghostband1#ixzz0vicDUN8z

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