Süße Rebellen?

So lautet der Titel von Klaus Jankes Buch über die „Mando Diao Story“.
Als echter Mando Diao – Fan muss man dieses natürlich kaufen, trotz des leicht fragwürdigen Titels. Denn es wird der komplette Werdegang der schwedischen Band beleuchtet und auch auf einige Hintergründe eingegangen.

Das Buch ist chronologisch aufgebaut, erklärt zunächst die Anfänge der Band, die von Björn Dixgård in Borlänge zunächst unter dem Namen Butler gegründet wurde. Auch der Musikstil war zunächst ein anderer, man experimentierte damals mit Trip-Hop.
Doch mit dem Wechsel einiger Bandmitglieder wechselte auch die Musikrichtung und der mehr Sixties- und Britpop-geprägte Rocksound, mit dem Mando Diao bekannt wurden, war geboren.

Doch nicht nur für Fans, die z.B. wissen wollen was aus dem ehemaligen Keyboarder Daniel Haglund wurde, ist das Buch interessant, auch für Musikliebhaber allgemein. Schließlich erhält man einige Einblicke in das Musikbusiness und auch in den Schaffensprozess der Band.
Schließlich reiste Autor Janke auch in die Heimatstadt von Mando Diao um dort nach den Wurzeln der Band zu forschen und dabei zu überprüfen, ob die Storys stimmen, die die Jungs so über ihre Heimatstadt erzählen.

Insgesamt ist das Buch sehr gut recherchiert (es gibt wohl kein Interview mit den Schweden, das Klaus Janke nicht gelesen hat) und stellt den Werdegang Mando Diaos sehr gut dar. Hervorzuheben ist außerdem die gute differenzierte Haltung des Autors, der Mando Diao nicht hoch über allem schweben lässt, sondern deren Aussagen auch mal in Frage stellt oder Kritik miteinfließen lässt.
Alles in allem bleibt „Süße Rebellen“ aber leider ein wenig oberflächlich. Man merkt, dass ein Außenstehender dieses Buch geschrieben hat und dass Mando Diao sich nicht sonderlich viel Mühe gegeben haben, viel beizusteuern. Vielen Fans wird zu wenig vom Privatleben der Band berichtet, wobei die Entscheidung Mando Diaos, ihre Privatsphäre zu schützen durchaus verständlich ist und von Janke in seinem Buch eben respektiert wird. Sehr viel tiefergehende Informationen sind über Mando Diao eben nicht zu erhalten. Von daher sollte man als Fan dieses Buch unbedingt besitzen.

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