Sirtoby und Nemo beim ewigen Tango

Entschuldigt den blöden Titel, aber bei solchen Bandnamen bietet sich das einfach an, da sind die Bands selbst dran schuld.
Jetzt aber zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte: gestern hieß es im Caveau Mainz „Eternal Tango vs. Nemo“.
Das wusste ich aber noch nicht, als ich einfach mal zugesagt hatte, nachdem ich gefragt wurde: „Hier, am Donnerstag wurde ich gefragt ob ich mit ins Caveau gehe, da ist irgendein Konzert, kommst du auch mit?“
Gestern tagsüber dachte ich mir dann, dass ich mich ja wenigstens mal über den Eintrittspreis informieren könnte, wozu es natürlich keine Informationen gab. Aber wenigstens erfuhr ich dann, welche Bands überhaupt auftreten würden. Den Namen Eternal Tango hatte ich wenigstens schon mal gehört, aber auch nur, weil sie als Vorband für das Madsen-Konzert, wo ich hingehen werde, angekündigt wurden. Dann hörte ich mal in die Lieder Golden City und DaDa rein, die nicht schlecht klangen.
Trotzdem ging ich ziemlich ohne Erwartungen zu dem Konzert-Abend.

Nachdem um halb 9 die Pforten für alle geöffnet wurden, die bereit waren den sehr humanen Eintrittspreis von 6 Euro zu zahlen, war aber zunächst eine nicht angekündigte Band an der Reihe: Sirtoby aus Mainz, die ich auch schon beim Folklore gesehen hatte.
Sie bestätigten den guten Eindruck, den ich das letzte Mal von ihnen bekommen hatte, und spielten guten Indierock, bei dem sie bewiesen, dass sie musikalisch echt was auf dem Kasten haben.
Deshalb kaufte ich mir dann auch ihre Bookshelf EP, ein nett zusammengebasteltes und bedrucktes Pappstück, das 5 Songs enthält, die sie auch alle live gespielt hatten.

Danach waren dann also Eternal Tango an der Reihe. Die fünf kommen aus Luxemburg, nicht alle aus der Band können Deutsch, was aber gar kein Problem ist, ihre Texte sind eh auf Englisch.
Und sie legten sehr dynamisch los. Auf der Homepage des Caveaus wurden sie als Hardcore-Band betitelt, was allerdings auf keins ihrer Lieder zu traf. Sie machten sich sogar selber darüber lustig, sprachen an, dass man sie irgendwo als Hardcore bezeichnet hätte und dass sie deswegen eine Coverversion spielen würden, die das ganz klar bestätigen würde – woraufhin sie Queens „Don’t Stop Me Now“ spielten.
Passender ist sicherlich die Bezeichnung Alternative Rock. Sänger David Moreiras kraftvoller Gesang erinnerte an die Beatsteaks, wenngleich ihre Gitarrenriffs viel verspielter und auch oft ziemlich tanzbar klangen.
Zudem waren sie auch überaus sympathisch und man sah ihnen an, dass sie unglaublich viel Spaß hatten, was sich auch auf das Publikum übertrug.
Schließlich wurde auch noch lauthals eine Zugabe gefordert und spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Eintrittspreis locker gelohnt. Ich war ein bisschen wehmütig, dass ich nicht mehr Geld eingesteckt hatte, eine CD hätte ich den netten Jungs gerne abgekauft und auch über eins der coolen Shirts hatte ich nachgedacht.

Leider setzte sich das Konzert nicht so überragend fort, danach waren nämlich Nemo, eine Crossover-Band aus Trebur, an der Reihe und die gefielen mir nicht so sehr. Es war zwar ganz witzig, wie sie sich über sich selbst lustig machten und in ihr „Schnuffeltuch“ nuschelten, aber die Musik – eine Mischung aus Hardrock und Rap – mochte ich einfach nicht – im Gegensatz zum Rest des Publikums, das gut abging.
Das konnte den tollen Konzertabend aber dann doch nicht trüben, dafür hatten Sirtoby und Eternal Tango schon gesorgt!

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