The Drums – selftitled album

Freiheit ist das erste Wort, das mir in den Kopf kommt, wenn ich an die Musik der Drums denke. Sehnsucht ist das darauf folgende. Dabei ist diese Sehnsucht nicht unbedingt eine greifbare sondern viel mehr eine Art Grundthema, das sich durch alle Lieder zieht. Das ausschlaggebende, sich beim Hören einstellende Gefühl.
Hört man sich das selbstbetitelte Album der Kritiker-Hype-Band díeses Jahres an, so fühlt man sich irgendwo in das Amerika der 50er, 60er Jahre versetzt, in das unbekümmerte Leben der damaligen Teenager mit deren Interessen und Problemen: Liebe, Freundschaft, Spaß.
Genau darum drehen sich auch die Texte. Diese sind oft ziemlich einfach aber dafür sehr aussagekräftig (You’re my best friend, but then you died and how will I survive, survive?).
Kennzeichnend sind außerdem viele Wiederholungen (besonders der Refrains), die die Lieder besonders einfach und eingängig machen ebenso wie die häufigen, in den unterschiedlichsten Versionen auftauchenden, „ah“-Passagen. Musikalisch fallen besonders die Gitarrensoli auf, die die Grundmelodie und den durchgehenden Grundrythmus unterbrechen und ein bisschen Diversität in die Lieder bringen. Jonathan Pierces hoher, leicht klagender Gesang, der oft verhallt klingt, passt perfekt zu den melodiösen Gitarren und den Texten. Gerade dieser macht diese Sehnsucht spürbar, dieses Gefühl der Fröhlichkeit mit dem Hauch von Melancholie. Denn vor allem sind die Songs der Drums Hymnen an die Jugend unter dem Bewusstsein, dass diese früher als erwartet zu Ende sein kann und wird.

Insgesamt kann man sagen, sind The Drums ein Phänomen: Ihre Musik ist einerseits tanzbar, andererseits träumerisch und sie klingt wie von früher aber gleichzeitig auch wie noch nie dagewesen. Und das macht sie so einzigartig – der Hype ist also schon verständlich.

the drumsThe Drums – The Drums
Best Friend
Me And The Moon
Let’s Go Surfing
Book Of Stories
Skippin‘ Town
Forever And Ever Amen
Down By The Water
It Will All End In Tears
We Tried
I Need Fun In My Life
I’ll Never Drop My Sword
The Future

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Platten unter der Lupe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s