The Drums im Style-Check

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Musik und Mode gehen heutzutage Hand und Hand. Das spürt man vor allem bei den jetzt angesagten Indie-Bands, die mit ihrem durchgeplanten Aussehen ein bestimmtes Image pflegen. The Strokes haben es vorgemacht. Anfang der Nuller-Jahre verabschiedete sich die Musik-Szene vom Techno-Neon-Look und fünf Jungs kamen in abgewetzen Röhrenjeans und Chucks an, was den Style vieler nachfolgenden Indiebands revolutionierte.

2010: The Drums sind eine DER Bands momentan, an denen man nicht vorbeikommt. Nicht nur ihr Retro-Indiepop kommt gut an, sondern auch ihr Fifties-College-Look, der geplant ungeplant aussehen soll. Zwar ist Adam Kessler leider nicht mehr dabei (Komm zurück!!!), aber erinnern wir uns an die Zeit, als sie noch vollständig waren. Vier Kategorien unter der Lupe:

Frisuren: Bei den Drums wird nichts dem Zufall überlassen. Alle vier tragen den Fifties-Kurzhaar-Look mit abrasierten Schläfen, was wiederum an die 80er erinnert. Zwei unterschiedliche Mode-Jahrzehnte in einer Frisur vereint- schon jetzt trägt fast jeder Styler von heute diesen Look. Lange Haare sind ja so was von 2000er…Passenderweise haben Connor und Adam lockiges Haar, Jonathan und Jacob glattes, so dass die perfekte Symmetrie herrscht. Schon deswegen muss Adam zurückkehren, weil ein dritter mit glatter Frisur unmöglich dabei sein kann! Die Frisur ist also schon mal voll im Trend.

Kleidung: Der spannendste Teil sind natürlich die Klamotten. Damit sind die New Yorker verständlicherweise ganz vorn. Schon im ersten Video Let´s Go Surfing fällt auf, dass College-Pullies und Hochwasserhosen Markenzeichen der Band sind. Ja, diese schmal geschnittenen 3/4 Hosen haben es den Jungs besonders angetan und verstreuen einen Hauch Rock´n Roll. Zeiten von Billie Holiday und Elvis Presley erleben damit  ihr Revival. Besonders Sänger Jonathan findet Gefallen daran, seine Hosen mit dicken, weißen Socken zu kombinieren. Kann aussehen wie Camper auf Wohnwagen-Reise, tuts meistens auch, aber dem, wie ich finde, sehr weiblichen Sänger steht es irgendwie. Ich muss mich immer etwas an diese zu kurzen Hosen gewöhnen, aber das macht die Drums eben aus. Die lange Röhre ist nun knallhart auf Platz 2 verwiesen. Down By The Water ist wohl das Paradevideo für den Drums-Style. Wie aus dem Ei gepellt mit Kragenhemd und natürlich Hochwasserhose ( wie sollte es auch anders sein) machen die vier große Gesten. Da glaubt man ihnen doch gerne, wenn sie singen: If you fall asleep down by the water, Baby I carry you all the way home. Die letzte Schnulze, aber schön.

Das Image des trendigen College-Boy vervollständigen Pullis und T-Shirt mit irgendwelchen Logos drauf oder in die Hosen gesteckte Hemden. Connor liebt dazu seinen rote Bomberblouson, Jonathan kann nicht ohne seine Jeansjacke. Es würde mich nicht wundern, wenn die Jungs bald als Models für irgendeine Retro-Modemarke arbeiten würden. Der Fifites-Look ist schon mal perfekt inszeniert.

Schuhe: Wie die Oberteile müssen auch die Accessoires für die Füße stimmen. Jonathan bevorzugt seine schwarzen Adidas-Sneakers, die er, wie erwähnt, mit weißen Wollsocken kombiniert *Schluck*. Die anderen tragen entweder schwarz-weiße Dandy-Schuhe oder Chelsea-Boots, perfekt in der Retro-Manie. Egal, zu welchem Anlass, die Drums sind von oben bis unten lässig gewollt gestylt.

Farben: Eine allgemeine Kategorie zuletzt. Die New Yorker präsentieren sich farbenfroh, mal in gelben Hemd, grünen Pulli oder rotem Shirt (Conners Lieblingsfarbe ist definitiv rot). Muster sind ebenso erlaubt wie Streifen-Looks. Trotzdem wird nicht wild durcheinander kombiniert, sondern Jeans zu Karohemd oder schwarze Stoffhose zu College-Pulli. Boyisch, aber trotzdem elegant und gepflegt. Well done.

Fazit: The Drums sind mit ihrem Aussehen Prototypen des amerikanischen Fifties-Revival-Looks mit Dandy-Touch. Trotz der komischen Hosen haben sie Gespür für Stil und passen sich mit den Klamotten ihrem Surf-Indiepop  an. Nicht nur ihre Musik ist cool, sondern auch ihr Faible für den Retro-Style. Daumen hoch.

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