Musikalisches Frischfleisch für 2011

Das Jahr 2010 ist zwar bald vorbei, doch viel neues musikalisches Material von jungen Talenten steht in den CD-Regalen bzw. wird bald veröffentlicht. Dieses Jahr war eine wahre Entdeckungsreise, da ich persönlich viele, zum Teil erst neu gegründete Bands, entdeckt habe, die unheimlich viel Potenzial haben. Das vor der Tür stehende 2011 soll da nicht anders sein. Hier sind einige Musiker, von denen wir hoffetnlich 2011 noch viel mehr hören werden.

1. Weekend: Dank einem Blogger-Kollegen bin ich erst gestern auf diese coole Post-Punk-Band aus San Francisco gekommen, die man als Joy Division die Zweite betrachten kann. Elemente aus Shoegazing, Noise Pop, Garage und Post-Punk verschmelzen zu einem röhrenden Gitarrensound, der schon mal sieben Minuten dauern kann. Dazu die verworrende Stimme des Sängers, die schon fast als Echo mit den rauhen Riffs verschmilzt. Ihr Debütalbum Sports erschien noch in diesem Jahr auf Slumberland Records und vereint harten Post-Punk mit Neo-Psychedelic-Klängen. Wer Joy Division und Sonic Youth mag, der wird auch Weekend lieben.

Besondere Tracks: End Times, Coma Summer, Veil

2. Sizarr: Dank Intro Online bin ich auf die Heidelberger Schülerband names Sizarr gestoßen, die wohl schon zur Generation Electronic-Dream-Pop gehören , was The xx eingeleitet haben. Das Trio war schon auf dem Berlin Festival und Melt! zu sehen und hat sich eine kleine Fangemeinschaft in Musik-Kreisen erschlossen. Ich finde, dass Sizarr einen ziemlichen individuellen Klang besitzen, der so zwischen Electronica, Afrobeat, Indie und Experimental liegt. Schwer einzuordnen, irgendwie. Vor allem kann ich grad von Boarding Time nicht genug kriegen, das durch den schwerem R´n´B-Beat und die etwas jammernde Stimme des Sängers überzeugt. Hoffentlich erscheint bald eine CD. Da ist sehr viel Potenzial drin.

3. Villagers: Die fünfköpfige irische Band rund um Singer/Songwriter Conor J. O´Brien ist die neue Folk-Entdeckung, die 2010 sogar für den Mercury Prize nominiert war. Conor O´Brien erinnert etwas an den jungen Paul McCartney und ist für seine leicht düsteren Lyrics bekannt. Im Mai erschien das Debütalbum Becoming a Jackal, das sogar auf Platz 1 der UK-Indie Charts einstieg. Das zu Ende gehende Jahr war auf jeden Fall die Wiederentdeckung des Folks, wozu Villagers sicherlich ihren Teil dazu beigetragen haben.

Besondere Tracks: Becoming a Jackal, Ship of Promises

4. CHIEF: Weiter geht es mit Folk-Rock aus dem sonnigen L.A. Die vier etwas Hippie-mäßig aussehenden Kalifornier erwärmen die Herzen an kalten Wintertagen mit ihrem sunny-side 70 er-Folk. Das Debüt Modern Rituals erschien Ende diesen Jahres und vereint Retro-Nostalgie mit modernem Gitarren-Riff. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Besondere Tracks: Night & Day, Breaking Walls, Wait For You

5. Allo Darlin´: Allo Darlin´ sind noch ziemlich unbekannt, obwohl ihr gleichnamiges Debütalbum absolut das Zeug zum Indiepop-Hit hat. Die Londoner spielen fröhlichen Retro-Pop und versüßen die Winterzeit mit harmonischen Indie-Klängen. Erinnert ein bisschen an Shout Out Louds oder Those Dancing Days. Schwedische Einflüsse sind also unverkennbar. Wer Lust auf Gute-Laune-Musik hat, der ist mit Allo Darlin´bestens bedient.

6. Grimes: Die Kanadierin, die eigentlich Claire Boucher heißt, besticht mit ihrem esoterischen Synthie-Pop, der sich nach einem übertriebenen LSD-Trip anhört. Mit hoher mädchenhafter Stimme summt sie vor sich hin- Die Musik erinnert mehr an magische Beschwörungsformeln als ruhigen Pop. Aber genau das machen wahrscheinlich die Songs aus. Im Zeitalter des verzerrten Elektro-Pops passt diese Neu-Entdeckung ganz gut rein. Die Musik ist eine Reise in die Fantasiewelt, wo Träume und Schwerelosigkeit regieren. Oohmmm..

Besondere Tracks: Crystal Ball, Heart Beats, Devon

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