Baby Says The Kills Rock – Live in Berlin-Kreuzberg

Huxley´s Neue Welt. Berlin-Kreuzberg. Es ist der einzige Deutschland-Auftritt der Kills, die ihr neues Album Blood Pressures vorstellen. Das Huxley´s ist eine kleine Halle am Rande von Neu-Kölln. Sich in die ersten Reihen zu drängen ist einfach. Um kurz nach acht tauchen S.C.U.M als Vorband auf und bringen Psychedelic-Feeling in den Raum. Sänger Thomas ist eine Persönlichkeit für sich und schwebt während des fast dreiviertelstündigen Auftritts eher in einer Parallel-Welt. Hoffentlich wird man noch mehr von der Band hören.

Mosshart und Hince tauchen gegen viertel nach neun auf und setzen mit No Wow ein. Kompromissloser Blues-Rock mit zwei gut gelaunten Musikern. Hince ist wie immer lässig gestylt und haut die Töne locker aus der Gitarre. Mosshart schwenkt ihre schwarze Mähne und fesselt mit ihrer souligen Stimme das Publikum. Weiter gehts mit Heart Is A Beating Drum aus Blood Pressures. Die Zuschauer bewegen sich gut gelaunt und singen begeistert mit. The Kills sagen zwar nichts zum Publikum, aber die beiden haben offensichtlich auch ihren Spaß auf dem Konzert. Die beiden spielen Lieder aus allen vier Alben. Zu Satellite gröhlt das Publikum mit, bei URA Fever klatscht es den Takt. Mosshart sucht oft spielerisch die Nähe von Hince und zeigt sich gelassen. Hince gönnt sich zur Ballade The Last Goodbye ein Glas Rotwein und eine Zigarette;  Mosshart experimentiert bei paar Songs mit den Drums.

Ihre Leidenschaft für ihre Musik überträgt sich auch aufs Publikum. Nach 80 Minuten verabschieden sich The Kills und gehen verschwitzt von der Bühne. Einen großartigen Auftritt hinzulegen ist eben anstrengend.

The Kills – Blood Pressures: Back To Good Old Blues

Seit April ist nun die vierte Scheibe des Rockduos Jamie Hince und Alison Mosshart erhältlich. Krachende Sounds und brechende Gitarren gehören zum Standardwerk der Kills und  haben ihren Höhepunkt auf Blood Pressures. Im Gegensatz zum poppigen Midnight Boom besinnen sich die beiden auf dröhnenden Blues-Rock und setzen mehr auf die Gitarrenparts. Das machinenartig dreschende Satellite bietet den ersten Vorgeschmack. Düster, blues-lastig und wie immer krachend führt Blood Pressures das Markenzeichen der Kills weiter und präsentiert elf Songs, die den Style der ersten zwei Alben wieder aufleben lassen. Pots & Pans mit Country-Einschlag oder Jamie Hince Solozug auf Wild Charms könnten auf das experimentelle Keep On Your Mean Side passen. Mit The Last Goodbye findet sich zum ersten Mal eine Klavier-Ballade auf dem Album und zeigt eine weiche Seite der Band. Nail In My Coffin und Future Starts Slow liebäugeln mit den schnellen Sounds vom Vorgänger. The Kills vereinen alle verschiedenen Stile ihrer Alben zu einem – Blood Pressures ist das Produkt dieser Menage à Trois. Besser geht´s nicht.

Highlights: DNA, Baby Says, Nail In My Coffin, Heart Is a Beating Drum

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