Archiv der Kategorie: Bands im Blickpunkt

Vorgestellt: Binoculers

Es ist immer wieder bemerkenswert, wie man mit  wenig Mitteln so viel ausdrücken kann. Nur mit ihrer Gitarre  hauptsächlich ausgestattet spielt die Hamburgerin Nadja Rüdebusch unter dem Pseudonym Binoculers  schöne minimalistische Folk-Songs. Manchmal klingt auch ein Keyboard und ein Glockenspiel dazwischen. Mit sanfter Stimme singt sie übers Reisen, Sehnsüchte und die kleinen Dinge des Lebens. Tagträumereien sind hier garantiert. Das neue Album „There is not enough space in the dark“ erscheint am 2. November und als erste Single gibt es „Monsters“, das sogar legal als Download zur Verfügung steht. Übrigens heißt es in der Presseinfo zur Namensherkunft: Es bezeichnet keinen Gegenstand, sondern Menschen, die nicht nur die Welt wie durch Ferngläser (engl. binoculars) betrachten, sondern deren Innenleben ebenso betrachtet werden kann. Als Linsen dienen Worte und Musik. Eindrücke werden durch sie vergrößert, entrückt, gebrochen und gestreut, je nachdem, wie nah oder fern man ihnen ist und von welcher Seite man sich nähert.
Immer her mit den vielen Eindrücken!

Hier das schöne Video zur aktuellen Single „Monsters“

Und die aktuellen Tourdates:

31/10/12   Freiheit & Roosen – Hamburg*
01/11/12   Brause – Düsseldorf*
02/11/12   Karoshi – Kassel*
03/11/12   Raststätte – Aachen*
04/11/12   Café Fabiunke – Bonn*
05/11/12   Grandhotel – Augsburg*
06/11/12   Oetinger Villa – Darmstadt*
07/11/12   NUN – Karlsruhe*
08/11/12   Galerie No Smoking – Strasbourg (F)*
09/11/12   Blau – Mannheim*
10/11/12   Buchcafé – Bad Hersfeld*
11/11/12   Die Gesellschaft – Hamburg*
15/11/12   Gelegenheiten – Berlin**
16/11/12   England, England – Dresden**
17/11/12   Dr. Seltsam – Leipzig**
18/11/12   Prinz Willy – Kiel**
19/11/12   Bismarck 106 – Bremen**
20/11/12   SissiKingKong – Dortmund**
21/11/12   Weltempfänger – Köln**
22/11/12  Pools – Göttingen**
24/11/12   Bands Privat (Haus auf der Mauer) – Jena**

* with band and Nicolai Schorr
** Duo, with Nicolai Schorr

09/12/12   Düsseldorf – LAMA Musik Jahresabschlusskonzert

16/01/13   Café Galao – Stuttgart*
17/01/13  tba
18/01/13  Figurentheater – Ravensburg*
19/01/13   Action House – Heidelberg*
20/01/13  tba
21/01/13  Schwarze Katz – Konstanz*
22/01/13 tba

* with Black Ribbon

01/03/13  Flöz-k – Werne

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Seventies-Krautrock made today: Toy

Sie könnten auch aus den 70ern stammen. Toy aus London stehen nicht nur auf lange Mähnen, sondern auch auf den psychedelischen Krautrock- Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger. Die fünf Jungs und Mädels sind gerade einer der heißesten Newcomer -Acts und haben am 10. September ihr gleichnamiges Debüt veröffentlicht. Düsterer Shoegaze, dröhnender Psychedelic-Pop und schrammeliger Krautrock versprechen den perfekten Trip. Dazu  noch die kühle Stimme von Sänger Tom Dougall, die den hohen Coolness-Faktor endgültig besiegelt. Von Bands wie Pink Floyd, Tangerine Dream und Kraan inspiriert sorgen Toy für ein Neuversion des Psychedelic-Rocks. Best-Buddies The Horrors sind bereits Fan (klingen ja auch sehr ähnlich).

Die Zwei-Track-EP mit „Left Myself Behind“ und „Clock Chime“ von 2011 gibt es auf der Facebook-Page zum kostenlosen Download: http://www.facebook.com/toy.band

Auf der Homepage läuft auch das komplette Album im Stream.

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Sizarr: Bitte mehr von diesem Hype!

Was soll man noch großartig sagen, wenn man die Band-Vita von Sizarr aus Landau liest? Festival-Auftritte auf dem Melt!, Dockville und Berlin Festival mit nur paar Songs im Schlepptau, Support für Kele und Broken Bells, ordentlicher Presseregen und dann noch irgendwo dazwischen schnell das Abi gemacht- Klingt wie ein Leben auf der Überholspur für Deaf Sty, Gora Sou und P-Money (Künstlernamen haben sie ja auch noch!). Ihre hippe Musik lässt sich auch nicht so einfach einordnen. So zwischen Wave, Afro-Beat, R´n´B und  Tropical-Pop bewegt sich der extrem eingängige Sound der drei Jungs. Insgesamt klingen die Tracks erstaunlich reif und markant, was wohl nicht zuletzt an Fabians (aka Deaf Stys) rauer Bluesstimme liegt. Musikfans und Presse sind schon begeistert, wir auch.

Und weiter? 2 Jahre lang sind Sizarr im kleineren Rahmen getourt und immer wieder fragte sich das Publikum:  „Wann gibt es endlich ein Album?“ Die Antwort lautet nach letzten Infos: Am 14. September. Dann soll das lang ersehnte Debüt „Psycho Boy Happy“ erscheinen. (Was klingt bei denen eigentlich nicht cool?) Die Demo-Versionen von „Fake Foxes“ und „Boarding Time“ mögen wahrscheinlich schon bekannt sein sowie  einige Live-Tracks. Vor kurzem haben die Drei ihr erstes Musikvideo für das Dubstep ähnliche „Boarding Time“ in überarbeiteter Version veröffentlicht (hier auf Tape TV!). 

Ach ja, noch etwas: Sizarr werden auch im Herbst auf größere Deutschland-Tour kommen und ganz offiziell ihre Album-Setlist spielen. Also dieser Hype um Bands ist ja eigentlichg nervig, aber bei Sizarr machen wir gerne eine Ausnahme. In diesem Sinne: Bitte mehr davon!

„Fake Foxes“  auf Soundcloud (2010):

Hier noch die aktuellen Tour-Termine:

  • 30.06.2012
    DE-Düsseldorf – Galopprennbahn / Open Source Festival
  • 05.07.2012
    DE – Hamburg – Campus Open Air Festival
  • 28.07.2012
    DE-Diepholz – Appletreegarden Festival
  • 03.08.2012
    AT – Lustenau – Szene Open Air
  • 04.08.2012
    DE-Salzburg – StuckFestival
  • 18.08.2012
    CH – Winterthur – Musikfestwochen
  • 08.09.2012
    Berlin Festival – Berlin

Herbst:

  • 17.10. Nürnberg, MUZ
    18.10. A-Wien, Fluc
    19.10. A-Graz, PPC
    20.10. A-Lustenau, Carini Saal
    22.10. München, Atomic Cafe
    23.10. Stuttgart, Club Schocken
    24.10. CH-Basel,Kaserne
    25.10. CH-Zürich, Exil
    26.10. Frankfurt, Zoom
    27.10. Köln, Gebaeude9
    29.10. Hamburg, Uebel&Gefährlich
    30.10. Hannover, Weidendamm
    31.10. Berlin, introducing@binuu
    01.11. Leipzig, Centraltheater – TBC
    02.11. Dresden, Puschkin
    03.11. Heidelberg, Karlstorbahnhof

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Band Crushs

Es ist Frühling und der steht bekanntlich für Wachstum und Aufblühen. In der Musik gibt es wieder etliche Bands und Solo-Artists, die neuen Input geben und definitiv wert sind, hier vorgestellt zu werden…

by Hélène Peruzzaro

Oberhofer: Kein Weg führt mehr an Oberhofer vorbei bzw. sollte nicht: Brad Oberhofer ist gerade mal 20 Jahre alt und erobert mit seinem Debüt „Time Capsules II gerade den Indiepop-Himmel. Mit seiner Band spielt der Amerikaner fröhlichen Gitarrenschmaus, der so eingängig klingt, dass man süchtig wird.  Mit hyperaktivem Xylophon-Pop und Rock-Riffs singt Oberhofer über Herzschmerz und Tagräumereien. Wenn das mal nicht der Soundtrack für den Sommer ist..

Hier das erste Musikvideo zu „Away Frm U“

http://www.mtvu.com/player/embed/

Wild Belle: Das Geschwister-Duo Wild Belle aus Chicago verzücken mit coolem Reggae-Pop und R&B Einflüssen. Bei ihrer ersten Veröffentlichung „Keep You“ ziehen der Reggae-Groove und das Saxophon von Elliot die Aufmerksamkeit auf sich. Wird Indie-Reggae das neue Trend-Genre? Wild Belle hätten sicherlich ihren Anteil daran.

Peace: Das Quartett aus Birmingham mit derm wunderbaren Namen mag zwar nicht das Rad neu im Indie-Genre erfunden haben, aber ihr tropischer Indie-Rock zieht einfach. Vergleiche mit WU LYF liegen sehr nahe- aber ohne kratzige Stimme und mehr Rock im Gepäck. Die Jungs sind bereits NME- Gesprächsthema, was für jede unbekannte Band wohl einem Ritterschlag gleich kommt – Eine größere Bekanntheit ist also garantiert. Ihre erste Single „Follow Baby“ erschien Ende April. Followt mal schön…

Doldrums: Verzerrt, kratzig, dissonant und sehr interessant – Doldrums lautet das Synonym des Kanadiers Alrick Woodhead, der keinen Bock mehr auf seine Indie-Rock-Band hatte und jetzt experimentelle Klangmusik ausprobiert. Grimes ist bereits Fan und nahm ihn für ihr neues Album mit ins Boot. Die zweite EP „Endless Winter“ erscheint im Juni. Psychedelic-Noise-Electro-Experimental-Pop könnte man seine Musik nennen oder man belässt es einfach bei „krasser Electro-Shit“.  Wo geht´s bitte zum nächsten Beat-Festival?

Young Man: Mit dem Track „Fate“ gelangten Young Man schon in unsere Song der Woche-Liste. Colin Caulfield und seine Band sind ein Muss für den Soundtrack 2012. Nach „Ideas of Distance“ folgt „Vol. 1„, das am 25. Mai erscheint. Caulfield verbindet harmonischen Indie-Rock mit folkigen Pop-Klängen –  Balsam für die Ohren und für gute Stimmung.

Parakeet: Eine Band mit Mitgliedern von Yuck und The History Of Appe Pie kann wohl nur gut sein. Mariko Doi (Yuck) und James Thomas (THOAP) spielen als Parakeet schön dröhnenden Post-Punk.

Namensfetter Parakeets aus London sind ebenfalls zu empfehlen. Gibt man den Namen in Google ein, erscheinen beide Bands. Parakeets self-titled Album gibt es auf bandcamp im Stream. Ein Mix aus The Whitest Boy Alive,  und The Maccabees mit Vocals, die fast zu Orlando Weeks gehören könnten – LISTEN!

Friends: Die fünf New Yorker sind auf dem Weg nach ganz oben. Funk, R&B, Pop und Disco sind die Zutaten der heißen Musikmischung. Live gehen Friends mit ihrem Publikum locker um und sorgen für 80-er Nostalgie.  Ihr Debüt „Manifest!“ erscheint am 1. Juni.

Opossom: Opssom aus Neuseeland stehen scheinbar auf die 60er Jahre und vermischen Retro-Pop mit elektronischen Klängen. Viel Infos zur Band gibt es noch nicht, aber die paar Songs auf bandcamp beweisen: Diese Band sollte man sich merken. Das Debüt „Electric Hawaii“ erscheint am 1. Juni.

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Bedrooms

if you want us to play in your basement, kitchen or even on your balcony, please don’t hesitate to drop us a line! we’re up to almost everything!

Ein schönes Versprechen, das bedrooms auf ihrer offiziellen Facebookseite da abgeben. Die drei Jungs sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Wohlfühlband. Und 100 Prozent Akustik. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich in ihrer Instrumentenwahl beschränken – im Gegenteil! Sogar ein Glockenspiel oder ein Akkordeon kommen zum Einsatz und sorgen im Einklang mit der tiefen Stimme des Sängers für wunderschöne folkige Songs.
Zu hören gibt es die zum Teil auf schon genannter Facebookseite, ansonsten empfiehlt sich aber der Kauf der selbstbetitelten EP, die nicht nur mit 5 Liedern aufwarten kann, sondern obendrein noch sehr schön gestaltet ist (die CD dürfte auch Vinyl-Freunde überzeugen 😉 ).
Wir freuen uns darauf mehr zu hören – und wenn das auch „nur“ in kleiner Runde in einer Küche oder auf einem Balkon sein sollte – die bedrooms können sich bestimmt überall eine kleine Nische schaffen.

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Urban Cone

Don’t leave footprints in the snow, footprints in the snow
Cause they will track you like a freak, track you like a freak

Indie-Electro-Rock nennen Urban Cone ihren Sound, der fast überall als DER neue Indie-Scheiß abgefeiert wird. Und das zurecht. Aus dm Indie-Hype Land Schweden kommend lassen die 5 Jungs nichts anbrennen und liefern von fast folkigen Balladen wie Black Ocean, über Indiepopsommerhits wie Urban Photograph und Freak bis zu Dancehits, wie das gerade erst auf Universal Sweden veröffentlichte Kings & Queens, alles ab, was das Indieherz begehrt.

2010 fanden sich die Stockholmer, die sich von der Schule kannten, als Band zusammen und warfen alle ihre jeweiligen musikalischen Einflüsse in einen Topf. Übers Internet verbreitete sich ihr Sound schnell, so dass sie schließlich bei Universal unter Vertrag genommen wurden und überdies mit Produzent Nille Perned (z.B. Kent) zusammenarbeiten durften.
In Deutschland dürfen wir Urban Cone dieses Jahr übrigens auch erleben, sie kommmen zum MS Dockville Festival und zum Phono Pop Festival.

Zu empfehlen sind außerdem noch die zwar schlichte, aber schön gemachte Homepage der Band, auf der es auch immer wieder Musikempfehlungen gibt, sowie das offizielle Video zur ersten Single Urban Photograph:

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Vorgestellt: SPLASHH

Sweet Cherry Extraordinary, so heißt eine Zeile des Song All I Wanna Do von SPLASHH. Verspielt, hipp und sommerlich klingen die Tracks des Londoner Duos. Die vier Songs können auf bandcamp.com gestreamt werden. Ihre Musik bewegt sich zwischen Dream-Garage und Lo-Fi Punk. Quasi grob gesagt: Deerhunter meets Girls meets Best Coast plus roher Londoner Post-Punk Einschlag. Ideale Mp3-Player Musik für sommerliche Outdoor-Aktivitäten. Hört rein und dreht laut auf.

Hier das Video zu All I Wanna Do im Retro-Indie-Style – ohne viel Aufwand, deswegen so cool:

Mehr empfehlenswerte Bandcamp Bands gibt es hier:

We Are Trees: Melancholischer Lof-Fi Pop: http://wearetrees.bandcamp.com/

Blackbird Blackbird: Besser als Washed Out!: http://blackbirdblackbird.bandcamp.com/album/summer-heart

Bordeaux: Down Tempop-Chillwave aus Brooklyn: http://bordeaux-bk.bandcamp.com/album/high-shy

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Sympathische Indiestreber mit Audiolith-Beats

Wer den Namen Audiolith hört, ist schnell versucht eine Schublade aufzumachen. Der Schatten von Egotronic, Mediengruppe Telekommander oder Frittenbude ist groß und kann einen schnell verdecken. Auch FUCK ART, LET’S DANCE! sind bei Deutschlands In-Label Nr.1 unter Vertrag, sie einfach nur irgendwo hinter die Labelgrößen einzureihen wäre aber falsch.
Was soll all der künstlerische Anspruch, wenn es am Ende sowieso nur ums Tanzen geht, scheinen sich die drei Jungs zu sagen und frickeln verspielte Electrobeats mit tanzbaren Gitarrenriffs zusammen. Musikalisch verorten sie sich somit irgendwo in der Nähe von frischen deutschen Indiebands wie Beat!Beat!Beat! oder I Heart Sharks, Tomte-Zitate auf ihrer Facebook-Seite lassen die Heimatstadt Hamburg erahnen und über allem steht dann auch wieder Audiolith Records, was gemeinsame Shows mit Egotronic, Captain Capa und We Are Enfant Terrible zur Folge hat.
Die einzige Veröffentlichung unter dem großen Namen war bisher die Single The Conqueror, deren Video die Jungs als sympathische Indiestreber mit Nerdbrille und dazu ein ziemlich goldiges Was-wäre-wenn (oder wenn nicht?) – Szenario präsentiert.

Seitdem stand ersteinmal fleißiges Touren und Sich-im-Rest-von-Deutschland-einen-Namen-machen auf dem Programm. Möglichkeiten die Jungs live zu sehen gab es daher schon einige, wer es bisher verpasst hat, hat im Februar nochmal die Chance:

02.02.2012 Magdeburg Projekt7
03.02.2012 Berlin Naherholung Sternchen
04.02.2012 Hannover Cafe Glocksee
24.02.2012 Nürnberg Stereo
25.02.2012 Passau Zeughaus

 

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The Water Safety

the water safety

Indierock mit elektronischen Einflüssen – das ist jetzt schon seit über einem Jahr ziemlich in Mode. Auch die Frankfurter Band The Water Safety bedient sich diesem Musikstil. Trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass sie in diese ganze Indie-Electro-Pop-Schiene passen – sie klingen nicht, als wären sie auf irgendeinen fahrenden Zug aufgesprungen, sondern doch sehr individuell. Die ganze Sache wird bei der Band, die ihre Wurzeln mehr im Alternative-Bereich hat, sehr experimentell angegangen. Da schichten sich mehrere Ebenen an- und übereinander und am Computer werden die Gitarrenmelodien noch einmal deutlich aufgemotzt – auffallend zurückhaltend wird dabei der Gesang eingesetzt.

Man merkt den fünf Jungs an, dass sie bereits alte Hasen im Musikgeschäft sind. Teils aus der regional erfoglreichen Band Colourful Grey entstammend, entschieden sie sich 2008 dann dazu, mehr in die elektronische Richtung zu experimentieren. Dabei wird diesmal der Fokus sehr stark auf die Musik an sich gesetzt, es gibt kaum Bandfotos, die bandeigene Homepage zieren die Plattencover ihrer Singles. Eine weitere Besonderheit: alle The Water Safety – Songs sind zum Download auf der Homepage verfügbar, jeder einzelne als Single mit dazugehörigem Coverartwork, das von der Band selbst gestaltet wurde. So solle jedem Song die selbe Bedeutung und Würdigung beigemessen werden – fast natürlich, dass die Singles auch auf Vinyl erhältlich sind. Schließlich sind The Water Safety große Schallplattenfans, ihrer Meinung nach hat die CD inzwischen wieder ausgedient. Außerdem kann man sich noch eine kurze EP herunterladen, die in einer experimentellen Reflektionsphase entstand, nach der zwei Mitglieder zu der vorher dreiköpfigen Band hinzustießen.

Wer noch mehr zu The Water Safety wissen will, sollte sich das Interview, das ich mit ihnen bei Radio Rheinwelle geführt habe, anhören.

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Grey Television – Fröhlich war gestern

„Wenn wir jetzt positive, fröhliche Regenbogen-Popmusik machen würden, dann nennen wir uns vielleicht Pink Bicyle. Aus dem Sinneskontext kann man sich erklären, warum wir uns Grey Television nennen.“, meinte Gitarrist Ben im Interview mit Kultmucke. Die fünf Berliner Musiker sind aber alles andere als eintönig. Ihr Experimental-Rock mixt elektronische Klänge mit typischen Indie-Tunes und jeder Song klingt so abwechslungsreich und professionell, dass man meint, die Band gebe es schon ewig. Eine bekannte Band haben die fünf Berliner schon längst auf ihrer Seite – Foals sehen in den Deutschen das nächste große Ding. „Keep an eye on Grey Television. They´re going to be the next big thing. They have a lot of potential“, so Frontman Yannis Philippakis. Ein besseres Feedback kann es für eine junge Band wohl nicht geben. Nicht verwunderlich, dass Grey Television schon für Foals als Support auftraf. Musikalisch ähneln sich die Bands auch ungemein. Fragments zum Beispiel klingt  sehr nach 2 Trees (Total Life Forever) – sphärische Klangwände, ruhige Vocals und eine Menge Energie.

Fragments

Grey Television ist eine der wenigen deutschen Bands, die nicht dem Standard Indie-Rock verfallen sind, sondern mehr Originalität beweisen. Zwischen romantischen Traumklängen und düsteren Elektro-Sounds geben sich Grey Television mal poppig-verspielt, mal experimentell und mal rockig. Die EP It´s All Inside Your Head ist seit letztem Jahr draußen und ein Album soll auch bald erscheinen. Der Track Audiophil/Hunted Deer mit seiner minimalistischen Melodie klingt nach galaktisch-sphärischem Rock. Eine zehnminütige musikalische Traumreise erwartet den Zuhörer. Nicht nur Foals konnte die Band begeistern, sondern auch Friendly Fires und These New Puritans nahmen sie mit auf Tour. Endlich mal eine deutsche Band, die mit dem internationalen Niveau mithalten kann.

Audiophil/Hunted Deer

Grey Televisions Sound ist nicht der leicht bekömmlichste und das genau zeichnet die Berliner aus. Fröhlich kann jeder, aber den Spagat zwischen Rock, Experimental und Dreampop zu schaffen, ohne seinen eigenen melancholischen Sound zu verlieren, ist eine Herausforderung. Das nächste große Ding? Definitiv.

It´s All Inside Your Head (2010)

Hier das Interview von Kultmucke mit Grey Television:

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