Archiv der Kategorie: Platten unter der Lupe

3 Alben für jetzt

Es gibt ja so Tage – Tage, die man am liebsten mit genau passender Musik unterlegt. Solche Musik, die die vorhandene Stimmung verstärkt oder sich besser anfühlen lässt. Da ist es momentan mit einem Album nicht getan. Nach 3 Tagen Sommerfeeling steht das herbstliche 8 Grad-Schmuddelwetter wieder in den Startlöchern – da muss auch musikalisch etwas Abwechlung rein!
Wir schaffen Abhilfe – und präsentieren 3 Alben aus den den letzten zwei Monaten, die im Paket jeden dieser Stimmungswechsel abdecken und zum chillen, nachdenken oder feiern einladen.

listentothesoundofthelategreatfitzcarraldosThe Late Great Fitzcarraldos – Listen To The Sound Of The Late Great Fitzcarraldos

In Deutschland kam das Album der Dänen erst Anfang April raus – und läutete damit vorzeitig den Sommer ein. Chillige Beats, und verträumte Synthies lassen einen die Sonne genießen und sich irgendwo weit weg in eine Hängematte am Karibikstrand träumen. Gerade Topanga und auch Listen To The Sound bestechen dazu ebenfalls mit tropischen Rythmen, die sehr zeitlos klingen. Blue dagegen erinnert nicht nur wegen des Namens an Bobby Vintons Hit Blue Velvet. The Late Great Fitzcarraldos ist damit nicht nur ein sehr entspannendes, träumerisches Album gelungen sondern, wie schon der Bandname sowohl auf Kinskis Fitzcarraldo als auch auf F. Scott Fitzgeralds ‚The Great Gatsby‘ anspielt, auch ein zeitloses Spiel mit vielen Teilen moderner Popkultur gelungen. Somit kann man sich zum Semesterstart nur durch das Hören der Songs schonmal ganz wunderbar intellektuell fühlen – auch wenn man dabei ja nur in der Sonne liegt.

shoutoutlouds-opticaShout Out Louds – Optica
Verschiedenste Emotionen in ein Album zu packen war schon immer die große Stärke der Schweden. Und gerade mit ihrem neuen Album Optica stellt sich diese Stärke wieder besonders heraus, wobei hier eindeutig Elemente früherer Alben (besonders von Our Ill Wills) mit einigen neuer klingenden Synthieteilen vermischt werden. Ab und an findet man sogar einen tanzbaren Rhythmus, so zum Beispiel bei 14th of July oder Hermila, trotzdem wohnt den meisten Songs gleichzeitig eine gewisse Wehmut bei und auch die Texte stimmen einen auch immer wieder nachdenklich. So lässt sich auch der von hinter dem Fenster betrachtete Regen draußen sehr schön passend untermalen. Dass die Shout Out Louds bei ihren Aufnahmen ein super ausgestattetes Studio zur Verfügung hatten, in dem sie Optica selbst produzieren konnten, hört man an vielen kleinen musikalischen Spielerein immer wieder heraus – so ist es gerade die Vielseitigkeit, die einen das Album immer wieder hören und neu entdecken lässt.

hadouken_everyweekend Hadouken! – Every Weekend

„Each and every weekendWe spend it like the whole world’s ending.“
Mit ihrem dritten Album feiern Hadouken! das Partywochenende und starteten passend dazu kurz nach dem Release eine Hashtag-Aktion auf Twitter, bei der Fans ihre Partyfotos mit dem verlinken und mit dem Albumtitel taggen sollten – klare Ansage also. Wenn jetzt also immer pünktlich zum Wochenende der Regen einsetzt, lässt sich wenigstens mit Hadouken! hart dagegen antanzen. Passend dazu haben sie auch ihren Musikstil, der sowieso noch nie einduetig einem Genre zuzuordnen war, erweitert. Dubstep- und auch Drum’n’Bass Sounds wechseln sich ab, der charakteristische, vom Grime beeinflusste, leicht-aggressive Sprechgesang von James Smith, dem Kopf der Band, sind aber bei allen Songs weiterhin vorhanden und machen auch die Kollaboration mit Drumsound & Bassline Smith aus, die ebenfalls auf dem Album enthalten ist. Einziges Manko ist vielleicht die geringe Anzahl an ganz neuen Songs, von insgesamt 10 Songs plus 2 Bonustracks waren 5 schon innerhalb der letzten zwei Jahre veröffentlicht worden.

Dann wünschen wir jetzt schonmal viel Spaß beim reinhören – bei diesen drei Platten sollte für jeden etwas dabei sein.

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ANIKA: ANIKA EP

Vor drei Jahren  begeisterte die britisch-deutsche Sängerin Anika die Musikszene mit ihrem selbstbetitelten Debüt.  Eine Stimme wie Nico singt zu dunklen Industrial-Popsongs mit Dub-Beats. Kühl und doch zugleich sehr elegant. Ihre Cover-Songs sind vornehmlich eine Homage an Punkbands und Idole aus den Sechzigern. Mit ihrer neuen selbstbetitelten EP (VÖ. 12. April) gelingt es der Wahl-Berlinerin erneut, einige Pop-Klassiker durch ihre Interpretation wieder neu aufzufrischen. Angeführt wird die Platte von der Kinks-Ballade „I Go To Sleep“, die sanft und melancholisch  als Opener dient. Neben Dub-Versionen ihrer Debüt-Songs „Yang Yang“ und „No One´s There“ featured die EP neue Covers von Bands wie Shocking Blue („Love Buzz“) und den Chromatics („In The City“). Funkiger als die originale Synthiepop-Version bekommt dieser Track mit Anikas rauer Stimme einen energischeren Anstrich. Es ist nicht einfach, gute Coversongs zu produzieren.  Anika verleiht ihnen aber einen ganz eigenen Charme aus düsteren Post-Punk-Elementen und elektronischen Spielereien.  Nostalgie mal anders.

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Satellite Stories – Phrases To Break The Ice

Wer unseren Blog schon seit längerem verfolgt dem dürfte auch der Name Satellite Stories geläufig sein. Inzwischen ist das aber schon gar nichts besonderes mehr, denn die vier finnischen Jungs haben sich schon längst über den Status Geheimtipp hinaus entwickelt.
Nach Kurztourneen im europäischen Ausland und in Japan folgte jetzt das Album Phrases To Break The Ice, das folgerichtig auf der gleichnamigen Tour in teilweise ausverkauften Clubs vorgestellt werden soll.

Wer den Werdegang der Band verfolgt hat oder auch schon einmal bei einem Konzert war, den wird das Album nicht überraschen: Es enthält die drei Songs der EP und auch alle nachfolgend herausgebrachten Singles. Das bedeutet im Klartext: ein Powerindiesong reiht sich an den nächsten. Stilistisch an die Indieband Two Door Cinema Club erinnernd, zünden Satellite Stories aber noch ein paar mehr Partyraketen als die Iren. Ausgehend vom Opener Anti-Lover über die Songs ihrer ersten EP, darunter der ersten Hit Helsinki Art Scene, und dem neuen Song Costa del Sol ’94 werden die schnellen Gitarren und die rollenden Drums in der Mitte nur durch die ruhige Ballade Mt. Fovererest unterbrochen. Bei Blame The Fireworks nimmt der Partybus wieder Fahrt auf und macht bis zum Ende nicht mehr Halt. Auch die folgenden Songs Sirens und Family waren schon vorher als Singles veröffentlicht worden, im Gegensatz zum abschließenden Come Back Conversation, das mit einem größeren Klangteppich eine fast sehnsüchtige Abschlusshymne bildet.

Insgesamt kann man sagen, dass Phrases To Break The Ice ein gelungenes Erstlingswerk der finnischen Indierocker ist. Es vereint eindeutig ihre Stärken: Fröhlichkeit, Lockerheit, Tempo und verspielte Gitarrenmelodien.
Wer aus Finnland melancholische Leere und schwere Kost erwartet, ist hier fehl am Platz!

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Born to die? Lana del Rey

Gerade erst als das neue (Indie?-)Pop-Sternchen geboren, stellt sich nach der Veröffentlichung ihres lang erwarteten Debütalbums Born To Die bereits die Frage, wie lange Lana del Rey diesen Status behalten kann oder ob sie nicht doch bald dem Namen des Albums alle Ehre machen wird.
Es wurde viel gerätselt über die mögliche Marketingstrategie hinter ihrer „Kunstfigur“ und gelästert über ihre Schlauchbootlippen, gleichzeitig wurden ihre Debütsingles und die dazugehörigen Videos gelobt und dementsprechend hoch waren die Erwartungen an das Album.
Erwartungen, die bei weitem nicht erfüllt wurden.
Am Anfang stand ich dem ganzen Hype auch eher skeptisch gegenüber, aber alle drei Singles konnten mich schließlich durch ihre fast schon hypnotisierende Aura überzeugen. Das titelgebende Born To Die funktioniert gerade in melancholischen Momenten perfekt und bei Video Games und Blue Jeans ist es gerade ihre Stimme, die die Songs zu etwas ganz besonderem macht. Selbst als jemand, der im Allgemeinen Frauenstimmen nicht so gerne hört (warum auch immer, ist einfach so), nahm mich Lana del Reys „Sirenenstimme“ schließlich auch gefangen.
Und jetzt also das Album. Ganze 12 Songs enthält es, darunter natürlich die drei bereits erwähnten Singles – die Lady hat sich nicht lumpen lassen.
Doch das erste Durchhören bringt Ernüchterung – die auch bei weiteren Anläufen nicht verschwindet. Neben den bekannten Songs wirkt der Rest lediglich wie Füllmaterial. Der zweite Track Off to the Races versucht mit erhöhtem Tempo irgendwo in die R’n’B Richtung abzudriften, was aber gerade der erwähnten Stimme nicht guttut. Die verliert in diesem Song jegliche Verruchtheit und wird eher zu einem hysterischen Piepsen. Bei National Anthem kommt dann auf einmal noch eine Prise Pseudo-Rap dazu, was noch weniger passen will. Eine ähnliche Schiene fährt auch Diet Mountain Dew, zwar kommt das noch ein wenig frischer daher, ist im Endeffekt aber eigentlich nur ein einziger Loop, der ziemlich schnell auf die Nerven geht. Ab Dark Paradise geht der Album-Sound dann wieder zurück ins Melancholische, bei eben genanntem Song leider völlig überdramatisert und nicht besonders spannend. Radio danach ist ein relativ solider Popsong, nichts Großartiges aber mit einem nett gehauchten Refrain. Was darauf folgt, kann man nur als absoluten Tiefpunkt des Albums bezeichnen: Carmen ist nichts als Stückwerkbei dem nichts zusammenpasst – vielleicht soll es teilweise an die gleichnamige Oper erinnern, dafür würden zumindest die exzessiv eingesetzten Streicher passen. Darüber dann aber Sprechgesang zu packen, war wirklich die schlechteste Idee. Million Dollar Man kann leider ebenfalls nicht überzeugen, da das Lied einfach so vor sich hinplätschert. Ein letztes Aufbäumen erleben wir dann jedoch beim vorletzten Song: Summertime Sadness erinnert an Blue Jeans und steht diesem in kaum etwas nach. Hier weiß Lana endlich wieder mit ihrer starken Stimme zu überzeugen und Melancholie in eine gewisse Leichtigkeit einzubinden. Vielleicht liegt es auch daran, dass hier auch endlich mal wieder der Songtext passt – wenn sie über Männer und Liebe singt, scheint Lana del Rey sich ihrer Sache irgendwie sicherer zu sein.
Der Abschlusstrack This Is What Makes Us Girls klingt vom Titel her interessant, ist aber leider nur ein müder Rausschmeißer, eines durchschnittlichen Popalbums, das eben nur durch die Stärke von wenigen Songs gehalten wird.

Insgesamt zeigt Born To Die, dass Lana del Rey vielleicht geniale Singles rausbringen kann, ihr aber die Luft (und die Kreativität?) für ein komplettes Album fehlt. Von daher bleibt abzuwarten, ob ihr wirklich diese große Karriere bevorsteht, wie sie ihr alle prophezeit haben. Denn ihre nicht zu übersehenden Probleme mit Live-Auftritten sind in Zeiten, in denen Künstler hauptsächlich durch ihre Tourneen Geld verdienen, ebenfalls nicht gerade hilfreich.
Schade eigentlich.

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Kasabian – Velociraptor!

Kasabian – was gibt es zu der britischen Überband im Moment eigentlich noch zu sagen, das sie nicht schon selbst von sich gegeben haben? Mit ihrem 4. Album Velociraptor! haben sie uns jedenfalls ein ziemlich dickes Ding vorgesetzt, das beim ersten Hören gar nicht komplett erfasst werden kann.

Serge Pizzorno äußerte sich laut NME folgendermaßen zum neuen Album: ‚It’s heavier than I thought it would be. It squares up to you and doesn’t leave you alone. It’s really in your face. It’s a real jukebox album, just tune after tune, with really strong verses and really strong choruses.
Das beschreibt die Platte eigentlich ziemlich gut. Es ist tatsächlich ein Album, das einen nicht mehr loslässt. Ich persönlich habe schon lange kein Album mehr so intensiv gehört wie Velociraptor!. Mit jedem Hören wächst es, jeder Song hat etwas Besonderes, etwas Fesselndes, und man kann immer neue Facetten erkennen. Dabei sind sich Kasabian musikalisch treu geblieben – ihre weitläufigen früheren Experimente münden jetzt allerdings in komplett in sich geschlossene, sehr gute Songs. Diese sind am besten einzeln zu betrachten, denn ein in sich geschlossenes Album mit einem übergeordneten Zusammenhang kann man Velociraptor! nicht nennen.

Nicht nur der Titel des Albums oder die vollmundigen Ansagen zeigen, dass Kasabian auf Angriff gehen: der Eröffnungssong Let’s Roll Just Like We Used To beginnt mit einem Gongschlag und einer Fanfare. Danach entspannt sich eine mitreißende Hymne an die Jugend und längst vergangene Zeiten.
Nicht weniger energiegeladen geht es mit Days Are Forgotten, der zweiten Single des Albums, weiter. Ein rollender Beat wie man ihn von alten Kasabian-Hits kennt,  Tom Meighans aggressiv-fordernder Gesang, ein leicht psychedelischer Backgroundchor und ein perfekt produzierter Refrain machen diesen Popsong im besten Sinne des Wortes aus.
Mit Goodbye Kiss kommt die einzig wirkliche Ballade daher, die zwar ein wenig das Tempo rausnimmt, aber für einen langsamen Song eigentlich immer noch zu schnell ist und alles balladeske sehr gut konzentriert: Man fühlt die Wehmut, ohne dass der Song zu kitschig wird, während die traurig-schöne Geschichte einer vergangenen Liebe erzählt wird.
Relativ ruhig geht es dann auch mit La Fee Verte weiter, meiner Meinung nach einer der besten Tracks des Albums, besonders wegen der schönen Melodie des Refrains. Der Text zitiert nicht nur ganz direkt zu Beginn den wohl berühmtesten LSD-Song der Musikgeschichte (Lucy in the Sky With Diamonds von den Beatles), sondern klingt auch sonst ziemlich nach einem Trip, was auch durch die musikalischen Mittel noch einmal verstärkt wird.
Der Titeltrack Velociraptor! fährt dagegen wieder schwerere Geschütze auf. Die aggressive Energie ist den ganzen Song über präsent, allerdings kann er mich melodisch sowie textlich nicht so sehr überzeugen.
Ganz anders Acid Turkish Bath (Shelter From The Storm):  Wie man vom Namen schon erwarten kann, ist es der psychedelischste Song des Albums und klingt außerdem sehr orientalisch. Mit 6 Minuten ist es außerdem das längste Lied, ist aber so abwechslungsreich, dass es nie langweilig wird.
Das darauffolgende I Hear Voices besticht durch seinen Beat und die dominante Keyboardmelodie, sowie durch seine Düsternis. Angeblich sollen die Lyrics auf Velociraptor! sehr viel persönlicher sein als früher, hoffentlich bedeutet das nicht, dass wir uns um Kasabian Gedanken machen müssen: My soul you can have it ‚cause it don’t mean shit. I’d sell it to the devil for another hit, heißt es darin nämlich. Klingt als Zitat aber ziemlich cool.
Re-wired danach hört sich wie ein typischer Kasabian-Song an, von den Instrumenten, dem Tempo und dem Aufbau her erinnert es stark an L.S.F. (Lost Souls Forever)  vom ersten Album – was beweist, dass es eben doch Bands gibt, die sich gleichzeitig weiterentwickeln wie sich treu bleiben können.
Natürlich klingt auch Man of Simple Pleasures nach Kasabian, wobei es auch an Oasis in guten Zeiten erinnert. Allgemein könnte man den Song schon fast als eine Art „Gute Laune – Song“ bezeichnen, allerdings mit einem düsteren Touch.
Switchblade Smiles, das vorab schon als Single veröffentlicht wurde, ist der extremste Song auf Velociraptor!, der durch seine zerstörerische Energie und die etwas verstörenden Schreie und Rythmuswechsel lebt. Die Grenze zwischen extrem cool und zu überladen erreichen Kasabian hier zwar, überschreiten sie aber nicht.
Nach diesem finalen Hammer kommt als 11. und letzter Track Neon Noon, sozusagen als „Rausschmeißer“. Der ruhige Song ist von der Struktur her ähnlich wie La Fee Verte, aber eindeutig etwas langweiliger. Ihn ans Ende zu setzen war die einzig richtige Entscheidung, wobei ein krachendes Ende mit Switchblade Smiles auch reizvoll gewesen wäre.

Man muss schon sagen, dass Kasabian mit Velociraptor! ein Meisterwerk gelungen ist, dass sie verdientermaßen in der Reihe von Britanniens Rockgrößen etabliert. Bis hierher kann ich außerdem für mich behaupten, dass wir es hier mit dem besten Album dieses Jahres zu tun haben.   

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The Horrors: „Skying“- Aufbruch zu neuen Ufern

The Horrors sind eine markante Band- nach wie vor. Ob mit düsterem Goth-Rock (Strange House), Psychedelischem Krautrock (Primary Colours) oder poppigeren Klängen auf Skying – Der Horrors-Touch bleibt bestehen. Zunächst die tief hallende Stimme von Faris Badwan, die zwischen sanft-leise und laut-agressiv abwechselt. Die dröhnende Gitarre von Josh Hayward zeigt weiterhin Präsenz auf der Platte. Dazu kommt die Psychedelischen Effekte durch Keys und Synthesizer, die schon spätestens seit Primary Colours zum Markenzeichen der Band geworden sind. Wenn man so will, ist Skying nur der konsequente Weg ihrer Sound-Entwicklung. Ruhiger, Gelassener, Gemäßigter- Klingt zunächst auch automatisch schlechter,  ist bei den fünf Rockern aus London aber nicht der Fall.

Changing The Rain: Over closer through figures collide, open eyes to awake (…) Der Opener von Skying leitet schon dahin, was an der neuen Platte anders ist. Romantische Natur-Poesie in den Lyrics, gewaltige Keyboards-Effekte, mehr Instrumente. Im Intro von Changing The Rain dominieren die Tast-Instrumente und künstlichen Sounds. Badwans Stimme klingt viel ruhiger als auf den Platten davor und hat etwas Verspieltes.

You Said: Weiter geht es mit einer großen Portion Elektronik und klirrenden Sounds, eingebettet  in verträumten Klang-Wänden. Die ersten zwei Tracks sind sich ziemlich ähnlich. Als ob You Said die Fortsetzung von Changing The Rain wäre….

I Can See Through You: Grooviger Kraut-Rock mit Sixties-Einschlag (Cat´s Eyes lässt grüßen). Vielleicht ein Überbleibsel von Primary Colours. I Can See Through You ist textlich einfach gehalten und äußerst Single-verdächtig. I´ve got the church key, moving in the night (…) – hat was Mystisches.

Endless Blue: Längeres Techtelmechtel zwischen Bass und Trompeten. Man denkt, es geht so weiter, aber nach 2 Minuten kommt die 180 Grad Wende – It´s Time for Josh´s Guitar! Dröhnende Psychedelic Shoegaze vom Feinsten. Everything seems so far behind (…) in Endless Blue..Der Track wurde bereits im Sommer 2010 auf diversen Festivals gespielt und weist noch Einfluss vom vorherigen Album auf. Endless Blue ist definitiv einer der besten Tracks, gerade wegen dem überraschend abrupten Bruch nach der Hälfte des Liedes.

Dive In: Verträumte Natur-Poesie, musikalisiert mit poppigem 80er Verschlag- Eines der Lieder, die auf die Seite der „zugänglicheren Tracks“ gehören. Badwan singt wie eine leidender Liebender mit Phrasen wie she turned the wind, combed through her hair, like high notes tinkling furrows across the sky– Er sollte mal ein Buch mit Natur-Gedichten schreiben.

                                                                           So sah die Band noch 2007 aus – ganz ihrem Goth-Rock gerecht

Gruselig? Fehlanzeige – The Horros müssten sich eigentlich umbenennen

Still Life: Simple Minds hin oder her- Die erste Auskopplung aus Skying beweist, dass The Horrors reifer geworden sind. Ein größere Intrumenten-Zahl, weiche Elektro-Rhytmen und ausgeglichene Vocals. Still Life ist der Inbegriff von Aufbruch und neuen musikalischen Wegen. Don´t hurry , give it time, things are the way they have to be (..) Die Band ist anscheinend an sich gewachsen und weiser geworden. Vor vier Jahren sah das mit ihrem Schocker-Image aber noch ganz anders aus.

Wild Eyed: Verträumt-Minimalistischer Pop mit einem Badwan, der bisschen so klingt, also würde er eine Gute-Nacht Geschichte erzählen. Die Trompeten zum Ende hin geben dem Track einen feierliche Note. Wild Eyed ist ein Song, den man beim ersten Anhören leicht überhört, aber nach mehreren Malen einen ganz benebelt. Er ist leicht, groovig und geheimnisvoll- ein verstecktes musikalisches Juwel.

Moving Further Away: Der längste Track auf dem Album und von einigen als der beste bezeichnet. Moving Further Away trägt Grundzüge von Sea Within The Sea (Primary Colours). Der lange Instrumenten-Part in der zweiten Hälfte des Liedes versetzt den Zuhörer mit seinem ausschweifenden Synthie-Sound und Shoegaze-Riffs in Trance-ähnliche Zustände. Berechtigte Begeisterung.

Monica Gems: Klingt nach abgehacktem Dissonanz-Chaos, inspiriert von dem gleichnamigen Juwelier in London. In den Lyrics ist er zwar nicht erwähnt, aber laut Rhys Webb mag die Band einfach Namen in ihren Songtiteln.

Oceans Burning: Der Schluss-Track rundet die Platte bekanntlich ab. Oceans Burning schwelgt am Anfang als romantische Dreampop- Ballade zwischen lodernden Synthie-Tunes und hallenden Echos. It´s a joy to see you waiting there. Eine Psychedelische Reise über den brennenden Ozean. In den letzten zwei Minuten werden die Drums schneller und die Keys säuseln wie Wind um die Ohren. Oceans Burning vereint noch mal alles, was Skying zu bieten hat- endlos scheinende Synthie-Schleifen, klirrende Gitarren und tonmalerische Melodien.

Ohne Zweifel- The Horrors sind deutlich poppiger geworden. Ihr Psychedelic Shoegaze Sound ist immer noch präsent, aber auf gleicher Höhe mit Synthiepop-Parts. Die selbst produzierte Platte ist wohl das bis jetzt experimentellste Album, wenn auch das zugänglichste. Es bliebt zu hoffen, dass sie sich bei der nächsten Platte nicht ganz dem Mainstream zuschreiben. Die Zeiten der eigenwilligen Totengräber-Inszenierung sind vorbei und ist wohl Zeit, zu neuen musikalischen Sounds aufzubrechen. Den Briten ist aber zu vertrauen, dass sie trotzdem noch ihren eigenen, unkonventionellen Sound beibehalten.

Still Life Video

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Arctic Monkeys: Suck It and See im (Main)Stream

Das vierte Werk der Monkeys gibt es jetzt vorab auf Soundcloud zu hören. Suck it and See, das am 6. Juni hier erscheint, geht deutlich von der Düster-Riff-Punk Richtung der letzten drei Alben weg und liebäugelt mit poppigen Retro-Beats und teilweise einfallslosen Texten. Ich habe den Verdacht, dass die Sheffielder absichtlich ein platteres Album aufnehmen wollten. Wohl kein Bock mehr auf Experimente? Von Humbug, das von vielen als schwierigstes Album bezeichnet wurde (und deswegen so gut), ist das hier weit entfernt. Bei Library Pictures (klingt nach Sound von Favourite Worst Nightmare) und All my Stunts taucht stellenweise der ernste Düster-Sound auf. Produzent Josh Homme leistet übrigens auf letzterem gesangliche Unterstützung.

Brick By Brick und Don´t Sit Down Cause I´ve Moved Your Chair dienen als Aushängeschild der neuen Richtung- wenig Freches, Provokantes oder Originelles. Stattdessen mehr gemäßigten, harmonischen Standard-Rock mit vereinzelten Noise-Elementen. Alex Turners Gesang spiegelt den opportunistischen Wandel wider. Keine aufmüpfige hohe Stimmlage mehr, sondern reife und gelassene Flow-Vocals. Man(n) braucht nicht mehr anzuecken.

Reckless Serenade ist trotz coolem Bass-Part eine fröhlich-brave Liebesballade, die wunderbar ins Radio kleiner zwölfjähriger Mädchen passt. Bei The Hellcat Spangeled Shalalala fragt man sich, ob das noch Arctic Monkeys sind. Vor allem ihr Shalalala-Gesülze nervt beim mehrmaligen Hören. Leicht aggressiver Hinrotz-Rock war wohl gestern. Heute sind Arctic Monkeys vier Britboys, die sich nichts mehr beweisen zu brauchen und lieber Radio-Musik machen. Sie gehen es viel ruhiger an und verfolgen eine klare Linie. Wahrscheinlich sind sie einfach reifer geworden, aber das bedeutet automatisch leider auch den Verlust von einem markanten Sound.Vom rauen Underground-Rock ist nicht mehr so viel übrig. Das kommt davon, wenn man zu sehr gehypt war und ist. Hoffentlich schwimmt die nächste Platte bisschen mehr gegen den Strom.

Beim Cover wird auch gespart:

Suck it and See Soundcloud

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Baby Says The Kills Rock – Live in Berlin-Kreuzberg

Huxley´s Neue Welt. Berlin-Kreuzberg. Es ist der einzige Deutschland-Auftritt der Kills, die ihr neues Album Blood Pressures vorstellen. Das Huxley´s ist eine kleine Halle am Rande von Neu-Kölln. Sich in die ersten Reihen zu drängen ist einfach. Um kurz nach acht tauchen S.C.U.M als Vorband auf und bringen Psychedelic-Feeling in den Raum. Sänger Thomas ist eine Persönlichkeit für sich und schwebt während des fast dreiviertelstündigen Auftritts eher in einer Parallel-Welt. Hoffentlich wird man noch mehr von der Band hören.

Mosshart und Hince tauchen gegen viertel nach neun auf und setzen mit No Wow ein. Kompromissloser Blues-Rock mit zwei gut gelaunten Musikern. Hince ist wie immer lässig gestylt und haut die Töne locker aus der Gitarre. Mosshart schwenkt ihre schwarze Mähne und fesselt mit ihrer souligen Stimme das Publikum. Weiter gehts mit Heart Is A Beating Drum aus Blood Pressures. Die Zuschauer bewegen sich gut gelaunt und singen begeistert mit. The Kills sagen zwar nichts zum Publikum, aber die beiden haben offensichtlich auch ihren Spaß auf dem Konzert. Die beiden spielen Lieder aus allen vier Alben. Zu Satellite gröhlt das Publikum mit, bei URA Fever klatscht es den Takt. Mosshart sucht oft spielerisch die Nähe von Hince und zeigt sich gelassen. Hince gönnt sich zur Ballade The Last Goodbye ein Glas Rotwein und eine Zigarette;  Mosshart experimentiert bei paar Songs mit den Drums.

Ihre Leidenschaft für ihre Musik überträgt sich auch aufs Publikum. Nach 80 Minuten verabschieden sich The Kills und gehen verschwitzt von der Bühne. Einen großartigen Auftritt hinzulegen ist eben anstrengend.

The Kills – Blood Pressures: Back To Good Old Blues

Seit April ist nun die vierte Scheibe des Rockduos Jamie Hince und Alison Mosshart erhältlich. Krachende Sounds und brechende Gitarren gehören zum Standardwerk der Kills und  haben ihren Höhepunkt auf Blood Pressures. Im Gegensatz zum poppigen Midnight Boom besinnen sich die beiden auf dröhnenden Blues-Rock und setzen mehr auf die Gitarrenparts. Das machinenartig dreschende Satellite bietet den ersten Vorgeschmack. Düster, blues-lastig und wie immer krachend führt Blood Pressures das Markenzeichen der Kills weiter und präsentiert elf Songs, die den Style der ersten zwei Alben wieder aufleben lassen. Pots & Pans mit Country-Einschlag oder Jamie Hince Solozug auf Wild Charms könnten auf das experimentelle Keep On Your Mean Side passen. Mit The Last Goodbye findet sich zum ersten Mal eine Klavier-Ballade auf dem Album und zeigt eine weiche Seite der Band. Nail In My Coffin und Future Starts Slow liebäugeln mit den schnellen Sounds vom Vorgänger. The Kills vereinen alle verschiedenen Stile ihrer Alben zu einem – Blood Pressures ist das Produkt dieser Menage à Trois. Besser geht´s nicht.

Highlights: DNA, Baby Says, Nail In My Coffin, Heart Is a Beating Drum

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Back To The 80s – „Angles“ von The Strokes

Eins der bedeutendsten Comebacks für dieses Jahr haben wohl The Strokes zu verzeichnen. Mit ihrem neuen Album Angles knüpfen sie an die Erfolge ihrer Vorgängeralben an. Ihr neuster Streich seit 5 Jahren Auszeit kletterte auf Platz 3 der US Billboard Charts. Die erste Single Under Cover of Darkness erinnert an den typischen rauen Garage-Sound vom Debüt Is This It (2001). Doch was steckt hinter dem Werk, auf das viele Fans so lange warten mussten?

Julian Casablancas hat diesmal seinen Solo-Songschreiber-Posten abgegeben und arbeitet nun im Team mit den anderen Bandmitgliedern. Daher auch der Albumtitel, da alle fünf Mitglieder an der Entstehung der Songs beteiligt waren. Man bemerke dennoch das obige Foto, auf dem Julian etwas abseits von den anderen steht. Er gibt immer noch den „Diktator“, wie er manchmal genannt wird. Dazu passt auch, dass Casablancas erst ins Studio kam zum Singen, als alles andere schon fertig war. Nick Valensi bezeichnete die Zeit der Aufnahmen als „furchtbar“ und er wolle nie wieder so lange eine Pause machen, bis das nächste Album fertig ist. Das Warten hat sich aber gelohnt.

Den Anfang macht das großartige Machu Picchu, tropischer Minimal-Pop mit 80er Flair, ganz nach Pet Shop Boys und Co. Casablancas gibt dem ganzen mit seiner harten Stimme eine rauhe Note. Under Cover of Darkness, die Lead-Single des Albums gibt sich in voller Garage-Manier und wird von Kritikern als eines der besten Stücke seit langem bejubelt. Wie auf Is This It spielt die Band schnell-spritzigen Garagen-Rock mit fröhlicher Gitarren-Dominanz. Two Kinds of Happiness liebäugelt wieder mit Synthie-Pop und knüpft an alle Disco-Zeiten an. You´re So Right schlägt düstere Elektro-Töne auf und Casablancas Stimme begibt sich auf Echo-artigen Sphären. Der Song wirkt an manchen Stellen wie ein maschinelles dämpfendes Geräusch, doch das macht es so anders wie alle bisherigen Strokes Lieder. Angles zeichnet sich durch Abwechslung und Vielfalt aus, mal mehr Rock, mal mehr Synthie-Pop. Die New Yorker wirken auch nach über zehn Jahren Bestehen musikalisch reifer als noch vor paar Jahren.

Das groovige Taken By A Fool, von Nick Valensi geschrieben, kehrt wieder zum klassischen Garage-Sound zurück. Games kann als galaktische Pop-Ballade überzeugen. Julians Wunsch, eine 80er Synthie-Platte wie sein Solo-Album zu machen, wird hier hörbar. Call Me Back, das als nächstes ausgekoppelt werden soll, ist das langweiligste Stück auf der Platte und überzeugt mit monotonen Tönen nicht wirklich. Gratisfication und Metabolism werden wieder etwas rockiger, gehören dennoch zu den schwächeren Songs der Platte. Der letzte Track Life Is Simple In The Moonlight gleicht den kurzen Schwachpunkt wieder aus. Nette Melodie, ruhiger Casablancas und harmonisches Gesamtkonzept.

The Strokes haben nach sehr langer Pause eine frische und abwechslungsreiche Platte abgeliefert, die schwer die New Wave Zeit hochleben lässt. Der rauhe und schnelle Sound von den vorherigen Alben ist einem poppigeren gewichen. Ob Angles die beste Platte ist, darüber lässt sich streiten. Eins steht wohl nicht zur Diskussion: 5 Jahre sind viel zu lang, um auf die nächste Strokes-CD zu warten!

Taken By A Fool live in der David Letterman Show ( Julian mal ohne Sonnenbrille):

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Anna Calvi: Zwischen Düster-Romantik und Teufelsbeschwörung

http://www.myspace.com/annacalvi

An dieser Frau kommt man 2011 nicht mehr vorbei. Anna Calvi ist die neue Verfechterin von.. ja was eigentlich? Hört man sich ihr gleichnamiges Debüt an, fallen einem gleich mehrere Stilrichtungen auf. Jazz, Experimental, Post-Punk, Pop, von allem etwas anscheinend. Dazu ihre tiefe, opernhafte Stimme, die man sich in einer verrauchten Jazz-Kneipe vorstellen kann. Die Tracks wirken dramatisch, düster und vermischen Jazz-Pop mit Blues-lastigem Rock. 40 Minuten Laufzeit- Pulsierend, erotisch, leidenschaftlich und etwas mysteriös. Anna Calvi schafft den schwierigen Spagat zwischen massentauglichen Sounds und eigenwilligen Melodien, vor allem gibt ihre E-Gitarre auf der Platte den Ton an. Auf  ihrer MySpace-Seite steht Tango als Genre; diese Sinnlichkeit inspirierte wohl ihre Stücke.

Rider To The Sea leitet mit seinen schnellen Gitarren-Riffs und Calvis tiefen Summen ein zutiefst eigensinniges Album ein, dass Liebesschmachten und Herzschmerz in knisternde Melodien vereint. Nicht umsonst wird die 28 jährige Britin mit PJ Harvey und Maria Callas verglichen. Mit dem Cover Jezebel von Edith Piaf hat sie ihr Faible für Chanson und starke Stimmen schon unter Beweis gestellt. No More Words ist das Herzstück der Platte und nicht umsonst die erste Auskopplung. Lasziv haucht Calvi hold me close ins Mikro und sehnt sich oh my love flüsternd  in die Arme ihres Geliebten. Das Lied verbindet peppige Jazz-Rhytmen mit schweren Blues-Elementen. Calvis wechselnde Stimmlage erweckt das Bild der einerseits unschuldigen Verliebten und andererseits verführerischen Amazone. Das Spiel mit diesen Rollen beherrscht die junge Sängerin bis zum Ende durch, bis ihr Wispern im Schellen der Rassel erstickt.

Dem Sound ihres Debüts passt sie sich auch optisch an. Streng zurückgeknotete Haare, rote Lippen schwarzer Lidstrich und gekleidet wie ein Flamenco-Tänzer. Weibliche und männliche Attribute verschmelzen in einem. Ihre markante Spielweise, die Saiten in einer zirkulierenden Bewegung in Schwingung zu setzen, vervollständigen den sinnlich-romantischen Sound. Bei Desire und Suzanne and I gibt sich Calvi wieder als die Starke, die mit kräftiger Stimme ihr innerliches Feuer zum Ausdruck bringt.

The Devil spiegelt den inneren Teufel Anna Calvis wider, die ihn mit ihren tiefen Vocals beschwört und schließlich mit einsetzenden Drums herauslässt. Nichts da mit bravem Mädchen! Mit Love Won´t Be Leaving kehrt die 28 Jährige wieder zu ihrer romantischen Seite zurück und preist, begleitet von Streichern, ihren Kampf für die Liebe.

Anna Calvi hat mit ihrem Debüt ein bemerkenswertes Werk hingelegt, das unterschiedliche Musikrichtungen miteinander verbindet und eine romantisch-psychedelische Sound-Atmosphäre kreiert. Dabei gibt sich Calvi mal liebreizend, mal androgyn. Unterstützung bei den Aufnahmen erhielt sie von den Musik-Legenden Brian Eno und Nick Cave, die ihr Talent schnell förderten. Kein Wunder also, dass Calvi prompt zum BBC Sound 2011 gekürt wurde.

Anna Calvi: Anna Calvi

Domino Records

No More Words:

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