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TV Noir Konzerte #9 – Kashmir & Chapeau Claque live in Bochum

Reduziert auf ein Minimum an benötigten Bandenmitgliedern waren die dänische Band Kashmir und die vergleichsweise eher unbekanntere deutsche Gruppe Chapeau Claque gestern in der Zeche in Bochum zu Gast. Dem Konzept entsprechend spielten beide Bands im Wechsel und weitestgehend akustisch, wobei gerade Kashmir trotzdem auf den Einsatz des Synthesizers nicht verzichteten. Dass beide Bands bei ihrem TV Noir – Auftritt viel Wert auf das Keyboard legten, hatte die Veranstalter wohl dazu gebracht, Kashmir und Chapeau Claque zusammen zu bringen, ansonsten haben beide Bands nicht viel gemeinsam. Die deutsche Band mit französischem Namen um die Sängerin Maria Antonia Schmidt bringt verspielte Chanson-Melodien mit etwas verkopften, hauptsächlich deutschen Texten zusammen. Da muss man ein bisschen ein Faible für haben, um den Auftritt wirklich zu genießen, die meisten der anwesenden Zuschauer hatten dies scheinbar nicht. So konnten Kashmir weitaus mehr begeistern. Trotz der Reduzierung auf ein Duo, Kasper Eistrup und Henrik Lindstrand, und der eigentlichen Beschränkung auf Akustik wurde das vorhandene Klangmaterial sehr weit ausgenutzt, so dass der besonders weite Klang, der Kashmirs Songs so besonders macht, wunderschön aufgebaut wurde. Besonders überzeugend dazu Sänger Kaspers Stimme, die mal kraftvoll und mal fragil die unterschiedlichsten Tonhöhen abdeckte. So war – für beide Bands – die gegebene Atmosphäre, wie man sie von TV Noir kennt (das Publikum saß und lauschte andächtig), sehr passend. Trotzdem versuchten beide immer wieder, vom Publikum mehr Reaktionen hervorzurufen, wobei es Kasper Eistrup schließlich mit einigen humorvollen Kommentaren und einem „Can we just get rid of the tension and make some noise?!“ doch gelang, wenigstens ein bisschen Stimmung im Publikum zu entfachen.
Abschließend stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit besonders Kashmir zu diesem akustischen Konzept passen. Natürlich ist es ein interessantes Experiment und ihre, von verschiedenen Alben genommenen, Songs waren größtenteils einfach wunderschön, jedoch ist natürlich fraglich, ob ihr Auftritt mit dem starken Einsatz von Keyboard und Synthesizer noch als „akustisch“ gelten darf. Doch da durch einen Verzicht darauf zu viel von der besonderen Schwermütigkeit der Lieder verlorengehen würde, ist es natürlich nur zu begrüßen, dass niemand da allzu strenge Regeln aufstellt.

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Bedrooms

if you want us to play in your basement, kitchen or even on your balcony, please don’t hesitate to drop us a line! we’re up to almost everything!

Ein schönes Versprechen, das bedrooms auf ihrer offiziellen Facebookseite da abgeben. Die drei Jungs sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Wohlfühlband. Und 100 Prozent Akustik. Das bedeutet aber nicht, dass sie sich in ihrer Instrumentenwahl beschränken – im Gegenteil! Sogar ein Glockenspiel oder ein Akkordeon kommen zum Einsatz und sorgen im Einklang mit der tiefen Stimme des Sängers für wunderschöne folkige Songs.
Zu hören gibt es die zum Teil auf schon genannter Facebookseite, ansonsten empfiehlt sich aber der Kauf der selbstbetitelten EP, die nicht nur mit 5 Liedern aufwarten kann, sondern obendrein noch sehr schön gestaltet ist (die CD dürfte auch Vinyl-Freunde überzeugen 😉 ).
Wir freuen uns darauf mehr zu hören – und wenn das auch „nur“ in kleiner Runde in einer Küche oder auf einem Balkon sein sollte – die bedrooms können sich bestimmt überall eine kleine Nische schaffen.

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