Schlagwort-Archive: barfod

Doppelvideo von WhoMadeWho

WhoMadeWho mögen es einfach immer ein bisschen extravaganter. Warum sollte man ein Video zu einem Song veröffentlichen, wenn man das gleiche auch als Zweiteiler mit zwei Songs machen kann? Eben das dachten sich die Dänen auch und ließen sich von Good Boy! Creative, die auch schon für die Videos zu Keep Me In My Plane und Every Minute Alone verantwortlich waren, den 11minütigen Kurzfilm Pitfalls of Modern Man produzieren, der aus der „A-Seite“ Running Man und der „B-Seite“ The Sun besteht. Damit wurden die beiden Songs aus dem neuesten Album Brighter auch gleich als neue Doppelsingle präsentiert.
In diesem sieht man nicht nur das Gesicht des Drummers Thomas Barfod als hippen Erfolgsmenschen auf Postern mit einschlägigen Slogans an jeder Wand hängen, quasi als der „Big Brother“ der modernen Designerbranche , sondern auch eine Art Amoklauf von schicken Designern, die mit ihrem Leben unzufrieden sind. Das alles wurde aber in einer sehr ironischen und einfallsreichen Art und Weise inszeniert und lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen.

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Video Favourites

WhoMadeWho rocken das Open Ohr in Mainz

jeppe kjellberg / whomadewhoWhoMadeWho: die geborenen Entertainer

Keine Ahnung wie die das immer hinkriegen. Fast genau ein Jahr ist es her, als WhoMadeWho beim Folklore Festival in Wiesbaden das Publikum in der Schlachthofhalle begeisterten.
Ihre Musik mit Elementen aus Rock und Electro – von sogenannten Fachleuten als „Disco-Punk“ bezeichnet – passte perfekt um nach einem langen Festival-Tag abends richtig abzutanzen.

Dieses Wochenende waren Jeppe Kjellberg, Tomas Hoffding und Tomas Barfod (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es Barfod war, zwar sah er ganz anders aus als noch im Jahr zuvor, aber von einem neuen Drummer habe ich nirgendwo etwas gelesen) zu Gast auf der anderen Rheinseite, beim Open Ohr – Festival in Mainz. Gar nicht so passend eigentlich sollten sie hier am Pfingstmontag um 15 Uhr nachmittags auftreten.

Trotzdem schafften die drei Dänen es, eine richtige Party zu veranstalten und das Publikum komplett auf ihre Seite zu ziehen. Obwohl sie sogar ohne das geforderte Benny Benassi Cover Satisfaction auskamen, waren wir alle schließlich nicht mehr zu halten und stürmten nach einer netten Einladung von Jeppe Kjellberg auf die Bühne. Da diese für so eine Belastung offenbar nicht ausgerichtet war, mussten wir sie ziemlich schnell wieder verlassen, aber der Höhepunkt eines genialen Auftrittes war es trotzdem.

whomadewho

Es ist eigentlich ein Kuriosum wie WhoMadeWho es immer schaffen, mit relativ wenig so sehr zu überzeugen. Die meisten ihrer Songs sind im Original zwar nicht schlecht, aber lange nicht so schnell und so treibend, wie wenn sie live gespielt werden. Wobei da auch immer mal wieder ein gleichbleibender Beat mit ein bisschen Bassbegleitung reicht, um abzugehen. Es muss an ihrer Bühnenpräsenz und ihrer fröhlichen Lockerheit liegen, die bei den Leuten so gut ankommt. Mal eine kleine Showeinlage, ein kurzer Gang durch die Fans oder einfach nur ein breites Lächeln, das signalisiert, wie viel Spaß es den Herren macht, genau in diesem Moment auf genau dieser Bühne zu stehen. Diese Fröhlichkeit steckt an.


ein genialer Ausschnitt des Auftritts (Song: Space for Rent)

„You are always welcome to a WhoMadeWho concert“, sagt Hoffding oder Kjellberg, wer weiß das dann noch, am Ende – ja, immer wieder gerne!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Live