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Blood Red Shoes im Interview: „Es ist wie ein Fluch“

Blood Red Shoes sind derzeit eifirg auf Tour.Lara traf Drummer Steven Ansell im Auftrag der STUZ und plauderte mit ihm über Veränderung, Verlorenheit und Verrücktheit.

Lara: Ihr spielt also heute in Frankfurt. Wisst ihr wie viele Gigs ihr schon insgesamt hattet?

Steven Ansell: Ja, müssten so um die 650 gewesen sein, denk ich.

L: 650 Gigs? Wow. Ihr seid ja auch die am häufigsten tourende Band. Wollt ihr nicht etwas langsamer machen?

S: Nein, wieso? Sehe ich etwa müde aus?(lächelt) Ja, klar ist es anstrengend, aber uns wird langweilig, wenn wir nicht auf Tour sind. Das ist das, was wir machen wollen, in einer Band sein. Es ist mein ganzes Leben, ich kann damit nicht einfach so aufhören. Wir haben einfach so viele Energie im Moment.

L: Seht ihr was von den Städten, die ihr besucht?

S: Dieses Mal nicht. Also manchmal hat man etwas Freizeit. Bei der ersten Tour im Jahr muss man viele Interviews geben aber beider zweiten im Winter hat man mehr Zeit.

L: Gebt ihr also gern viele Interviews?

S: Ja eigentlich schon. Generell sagen wir ja zu den meisten Sachen.

L: Laura und du seid 300 Tage im Jahr zusammen. Bleibt euer Privatleben dann nicht ziemlich auf der Strecke?

S: Wir haben nicht viel Privatleben. Du musst vorsichtig sein, wenn du paar Tage frei hast, dass du was getrennt voneinander machst. Sonst wird man vollkommen verrückt. Es ist nicht das Gesündeste in der Welt, aber es ist okay für mich. Viele in Bands meinen mit 35 „Shit, ich will Familie haben.“ Aber mir geht es momentan gut so wie es ist.

L: Das heißt, du hast du dir dein jetziges Leben so vorgestellt?

S: Ich denke nicht viel drüber nach, ich mach es einfach. Ich denke, man fühlt vor allem,  wie alles wächst. Wir merken  einfach wie unsere Band gewachsen ist. Mehr Konzerte, mehr Platten verkauft und mehr Fans.

L: Also ihr seid wohl ziemliche Workaholics.

S:  Ja, aber es geht nicht nur um Arbeitsethik. Du drehst das nicht wirklich aus, es ist wie ein Fluch. Du hast keine Wahl eigentlich. Alles was du erfährst, verbindet man mit Musik. Oh, das ist ein guter Riff oder das ist eine gute Zeile – Das ist so was wie ein psychologischer Defekt.  Du musst eigentlich ein Arschloch sein, um so was durchzustehen. Soziale Bindungen sind eigentlich unmöglich.

L: Findest du, du hast dich als Person sehr verändert in der letzten Zeit?

S: Ich denke, ich hab mich in den letzten 5 oder 6 Jahren verändert in dieser Band. Wenn ich nicht lange auf Tour bin, werde ich wirklich depressiv. Mein Zuhause ist das Tourleben jetzt. Wenn ich in meiner alten Wohnung wieder bin, fühlt sich das nicht mehr wie mein Zuhause an. Aber es ist gut so.

L: Dein neues Leben ist als besser als dein altes mit festem Wohnsitz?

S: Ich weiß nicht, ich denke ja. Aber ich meine, es ist wie es jetzt ist. Nicht das perfekte Leben, aber es ist so. Das einzige Mal wenn ich es nicht mag, ist wenn wir nach Hause gehen. Dann fühl ich mich nutzlos, aber die meiste Zeit bin ich glücklich. Es gibt immer eine nächste Sache, die dich weiterbringt.

L: Euer neues Album klingt mehr nach Hard-Rock und variiert in den Tempi. Was ist für dich der Hauptunterschied zu den anderen zwei Alben?

S: Beim ersten Album dachten wir, wir hätten es nicht richtig aufgenommen. Das zweite war härter und hatte eine düstere Seite. Ganz anders als das erste. Beim neuen Album haben wir den Fokus auf die Stimmen gelegt.

L: Kommt der Albumtitel „In Time To Voices“ daher?

S:  Ich weiß nicht, was der Titel bedeutet. Laura hatte die Idee. Sieh es mal so: Wenn es um Rock´n´Roll Musik geht, finde ich, sollte man nicht alles verstehen können. Man sollte nicht immer mit seinem Verstand denken, sondern Dinge eher fühlen. Wenn es sich richtig anfühlt und es gut klingt, dann ist es richtig. Dann brauch ich nicht viel zu verstehen.

L: Ihr habt einen sehr aggressiven Sound und eure Musik dreht sich oft um Wut, Frustration und Ängste. Woher kommen diese Gefühle?

S: Wir werden das oft gefragt. Wir wissen es nicht. Es kommt einfach so heraus. Wir haben früher sehr viel Punk Musik gehört und wir mögen einfach diesen „Fuck You“-Spirit. Das kommt eben durch unsere Musik wieder raus. Das ist ein Teil von uns.

L:  Kritiker bewerten eure neue Platte als reif. Seht ihr euch auch so?

S: Ich fühl mich wie ein kleines Kind. Ja, jeder sagte, es ist ein reiferes Album. Ich denke, es wäre eine Beleidigung für unsere Fans, wenn wir das gleiche machen würden. Unser musikalischer Geschmack ist breiter geworden und wir denken mehr über die einzelnen Parts nach und sind kritischer.

L: Aber viele Bands, die nicht immer das gleich machen wollen, werden dann einfach mainstream.

S: Ja, das stimmt. Laura und ich waren sehr besorgt,  dass die Leute denken: „Oh ihr seid nicht mehr aggressiv.“ Wir wollten nicht, dass jemand meint, wir wollen jetzt mainstream und soft werden. Viele Bands durchleben ja diesen Prozess und werden so soft, dass es auch die Mutter gut findet. Aber wir wollten richtig hart sein, so also ob wir ein Led Zeppelin Album machen würden.

L: Deine Beziehung zu Laura könnte man als Hass-Liebe bezeichnen. Stimmts ?

S: Ja, das ist genau was wir haben. Wir sind beste Freunde aber wir streiten sehr oft.

L: Was hasst ihr denn beim anderen am meisten?

S: Ich denke, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen. Wir sind absolut gleichberechtigt in der Band und teilen einfach alles. Mein ganzes Leben ist aber an Lauras gebunden und umgekehrt genauso. Manchmal hasst du den anderen einfach, weil wir eben so sehr aneinander gebunden sind.

L: Einige Leute denken bestimmt noch, ihr wärt ein Paar. Würde die Arbeit trotzdem genauso gut funktionieren, wenn ihr eins wärt?

S: Also eigentlich wurden wir lange nicht mehr danach gefragt, nur vielleicht beim ersten Album mal. Ich denke, es ist immer hart, wenn man zu zweit alles durchmacht. Aber wenn du dann noch eine Romanze am Laufen hast, ist es eigentlich noch schlimmer. Es ist so wie es ist auf jeden Fall besser.

L: Ihr seid zwar gleich eingebunden in der Band, aber hat nicht jeder noch eine eigene Rolle?

S: Laura ist mehr visuell talentiert. Sie macht das ganze Artwork. Ich mach eher so langweiligen Krams, zum Beispiel, wo wir touren werden und  welche Songs für Musikvideos ausgewählt werden. In so Dingen bringe ich mich gerne ein. Wir verständigen uns aber immer über die Sachen, die wir machen.

L: „Je Me Perds“ handelt von einer Story, wo du total betrunken irgendwo in New York liegst und „Lost Kids“ über das Gefühl, sich verloren zu fühlen. Fühlt ihr euch jetzt mehr verloren als vorher?

S: Na ja ich fühl mich am meisten verloren wenn ich nicht auf Tour bin. (lacht) „Lost Kids“ handelt aber auch von den Riots in London. Es war eine schwierige Zeit für uns. Ich wollte jede Woche die Band verlassen und gleichzeitig kämpften die Leute auch auf der Straße. Diese ganze Flut von Aggression floss dann in den Text rein.

L: Vorletzte Frage. Gibt es paar Newcomer, die du gerade sehr magst.

S: Unser Support in England The Cast Of Cheers ist super. Ich habe mir gerade auch das neue Mark Lanegan Album und Band of Skulls gekauft. Ach ja, und Willis Earl Beal. Er ist unglaublich.  So eine Mischung aus einem Soulsänger, Tom Waits und einem Beatpoeten. Er ist auch wirklich ein starker Performer. Wenn er den Raum betritt, hat er eine richtige Ausstrahlung. Genial.

L: Habt ihr schon Pläne für das neue Album?

S: Ja, wir haben paar neue Songs geschrieben. Wir wollen zuerst eine kleine EP im Januar veröffentlichen, bevor dann irgendwann die neue Platte erscheint.

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Bombay Bicycle Club in der Batschkapp

Dass Bombay Bicycle Club eine fleißige Band sind, ist bekannt. Für ihr neuestes Album A Different Kind of Fix, das am 12. September erscheint, ging das Quartett auf Promo-Tour und landete in Frankfurt. Begleitet von den Indie-Rockern Flashguns (guter Geheimtipp), spielten BBC ihre größten Hits, unter anderem auch neue Tracks. Nur eines fehlte: Songs aus dem zweiten Album Flaws. Kein einziges Akkustik-Lied. Etwas schade.  Always Like This, Evening /Morning oder Cancel On Me vom Debüt fanden großen Anklang beim Publikum. Und immer wieder zu beobachten- das Dauerlächeln von Sänger Jack Steadman. Er wirkte so, als ob er während des gesamten Auftritts in sich hineinlächeln würde. Sympathisch, sympathisch allemal. Das junge Alter der Band war bei der Professionalität fast vergessen.

                                                                                                                Der Sänger von Flashguns

Neue Song wie Shuffle oder How Can You Swallow So Much Sleep animierten zum Tanzen. BBC haben wieder alte Pfade eingeschlagen. Schneller tanzbarer Indie-Rock mit Gute-Laune-Faktor. Somit scheint der Ausflug ins Folk-Genre mit Flaws (2010)  einmalig gewesen zu sein – Was die Playlist auch beweist. Live ist die Band jedenfalls absolut sehenswert. Konzentriert, aber nicht abgehoben. Bei Always Like This gröhlt die Menge mit – und Jack Steadman grinst in sich hinein.

Live bei Glastonbury mit Shuffle:

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Diskussionen über Madsen-Tour

Eigentlich war alles klar: Nachdem Sebastian Madsen sich beim Dreh des Videos zu „Lass die Liebe regieren“ verletzt hatte, musste die Frühjahrstournee erst einmal abgesagt werden. Die Karten sollten für spätere Nachholtermine allerdings ihre Gültigkeit besitzen.
Betroffen waren die Konzerte in München, Frankfurt, Berlin, Köln und Hamburg.
Im Sommer konnte man Madsen dann wieder bei einigen Festivals bewundern, es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Nachholkonzerte bekannt gegeben würden.
Inzwischen kann man auf der offiziellen Homepage www.madsenmusik.de die neuen Termine für den November und Dezember nachlesen. Jetzt gibt es aber Diskussionen unter den Fans, denn es sind nicht nur einige Orte zur Liste hinzugekommen, was ja eine gute Nachricht ist, sondern alle Konzerte in den nachzuholenden Städten finden in anderen Locations statt. So wurde z.B. das Konzert in Frankfurt von der kleinen Batschkapp in die Hugenottenhalle verlegt. Die Frage stellt sich natürlich automatisch: gelten die Tickets jetzt wirklich noch für die neuen Termine? Es kamen schon einige Fananfragen, aber Madsen haben sich dazu bisher nicht geäußert.
Ziemlich unbefriedigend, wenn man die ganze zeit so im Unklaren gehalten wird und wenn man sich, so wie ich, auch auf die Batschkapp gefreut hat. Madsen wären gut beraten, so schnell wie möglich genauere Informationen bekanntzugeben und die bezahlenden Fans nicht im Regen stehen zu lassen.

Hier die neuen Daten:

# 01.11.2010 Bremen (Deutschland), Schlachthof
# 02.11.2010 Leer (Deutschland), Zollhaus
# 03.11.2010 Flensburg (Deutschland), Deutsches Haus
# 05.11.2010 Potsdam (Deutschland), Waschhaus
# 06.11.2010 Bielefeld (Deutschland), Ringlokschuppen
# 07.11.2010 Dortmund (Deutschland), FZW
# 09.11.2010 Köln (Deutschland), LMH
# 10.11.2010 Frankfurt (Deutschland), Hugenottenhalle
# 12.11.2010 Würzburg (Deutschland), Posthalle
# 13.11.2010 Lindau (Deutschland), Club Vaudeville
# 15.11.2010 Salzburg (Österreich), Rockhouse
# 16.11.2010 Wien (Österreich), Gasometer
# 05.12.2010 Stuttgart (Deutschland), Longhorn
# 06.12.2010 München (Deutschland), Backstage Werk
# 07.12.2010 Dresden (Deutschland), Alter Schlachthof
# 09.12.2010 Krefeld (Deutschland), Kulturfabrik
# 10.12.2010 Erfurt (Deutschland), Stadtgarten
# 11.12.2010 Leipzig (Deutschland), Felsenkeller Leipzig
# 13.12.2010 Saarbrücken (Deutschland), Garage
# 14.12.2010 Hannover (Deutschland), Capitol Hannover
# 15.12.2010 Berlin (Deutschland), ASTRA
# 17.12.2010 Hamburg (Deutschland), Docks

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Sounds Good To Me – The Sounds am 20. Juli 2010 in Frankfurt

Es ist halb neun und wir stehen auf einem kleinen Gleis am Eschersheimer Bahnhof. Die Umgebung ist uns vollkommen unbekannt, wir sind zum ersten Mal hier. Wir gehen einfach mal gerade aus und erspähen schon von Weitem ein altes Wrack von Gebäude. Die Batschkapp, aha, so sieht sie also aus. Wir hatten es leider nie vorher geschafft, den In-Club der alternativen Szene zu besuchen. Auf dem Gelände sammeln sich schon ein paar Leute, quatschen und rauchen noch eine. Wir fühlen uns sofort wohl. An der Wand hängt das Promotion-Poster des Konzerts. 5 aufgestylte Personen mit Poser-Brillen. Das sind eben The Sounds.Wenn man die Treppen besteigt, befindet man sich auf einem kleinen Vorhof vor dem Haupteingang. Hinten wird Merchandise verkauft, hier vorne stehen Leute und trinken ihr Bier bevor es rein geht. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, keine 200 Leute drängeln sich auf einmal in den Saal rein. So was ist ein großer Vorteil gegenüber der Jahrhunderthalle in Frankfurt oder Stadthalle in Offenbach. Wir begeben uns auch rein. Der Saal ist rot gestrichen, oben hängen Kronleuchter und eine fette Discokugel. In der Mitte steht das Mischpult, drum herum chillen sich die Jugendlichen auf den Boden oder bleiben an den Seiten stehen. Keine Hektik. Der Raum ist ein bisschen größer als die Räucherkammer im Schlachthof und cooler eingerichtet. Wir gehen sofort zur kleinen Bühne, ohne zu drängeln und bleiben genau in der Mitte stehen. An der Wand ist ein riesiges Sounds-Poster aufgehängt, das Cover der ersten Platte. Die Bühnentechniker verteilen Seltersflaschen und Becks auf das Schlagzeug-Podium und sogar eine Flasche Rotwein mit Glas aufs Klavier. Da muss einer aber mächtig Durst haben. Es ist schon neun Uhr und die Techniker probieren entspannt die Instrumente aus. Es sollte schon längst anfangen. Neben uns pöbelt eine, die zu viel Jägermeister getrunken hat, aber ganz nett ist. Sie ist extra aus Düsseldorf angereist, um das Exklusiv-Konzert der Sounds hier zu sehen. Sie hat die Band vor zwei Tagen auch schon gesehen. Wahrscheinlich ist sie so eine Art Sounds-Groupie.

Endlich um halb zehn gehts los. Es wird dunkel und Fredrik, Johan, Felix, Jesper und Maja erklimmen die Bühne. Alle sind gut gelaunt und heizen dem Publikum ein. Maja trinkt schnell noch ihr Bier und stellt sich in Pose. Sie trägt mal wieder nur das Allernötigste. Lederhotpants, durchsichtiges Oberteil plus schwarzen BH, Lederjacke drüber und schwarze Stilettos. Sex meets Rock´n Roll. Als erstes geben sie „Tony the Beat“ zum besten und fordern die Menge zum Mitklatschen auf. Die nicht weniger durchgestylten männlichen Bandmitglieder klimpern entspannt an ihren Instrumenten rum. Als nächstes folgt „Queen of  Apology“ vom zweiten Album, explosiv wie die ganze Show. Langsam tritt der Schweiß auf und es wird heißer und heißer. Bei „No One´s Sleeps When I´m Awake“ geht die Masse richtig ab, jeder gröhlt den Refrain mit. Maja hält das Mikrofon in die Menge und setzt ihr Poser-Gesicht auf. Multiinstrumentalist Jesper hat inzwischen zur Gitarre gewechselt und reiht sich in das Trio ein. Maja ist schon klitschnass und geht mit hochrotem Kopf in die Hocke. Trotzdem tanzt sie weiter und feuert die „Motherfuckers“ an. „Hurt You“ wird zum Anmachsong der Frontfrau, die Felix beschmußt und unter das Hemd von Jesper geht. Beide Gitarristen singen ebenfalls und Jesper schwingt mit eitlem Blick das Mikro. ( Was kann dieser Typ eigentlich nicht?? ). „Midnight Sun“ geht etwas ruhiger zu dank Jespers Klavierbeitrag. Bei „Night after Night“ haben Schlagzeug, Gitarre und Bass erstmal Pause und Jesper begleitet Maja am Klavier. Wen wunderts. Maja hat sich eine Zigarette angezündet und wir holen alle unsere Feuerzeuge raus. Für drei Minuten kommen wir alle kurz mal runter vom Rumspringen. Das Gitarrengedröhn von „4 Songs & A Fight“ bringt die Menge dann aber wieder richtig zum Toben und Maja witzelt mit ihren Boys rum. Alle sind von oben bis unten nass, aber das bringt uns nicht davon ab, weiter abzugehen. The Sounds sind für ihre gute Show bekannt und das merkt man. Sexy Maja, die nicht umsonst mal zum hottesten Rockstar gekürt wurde, agiert immer mit ihrem Publikum und heizt ihrer „fuckin´Crowd“ richtig ein. Bei „Beatbox“ taut sogar der etwas versteinert wirkende Bassist Johan auf und rockt seine Gitarre. Der Bass dröhnt von allen Seiten und wir alle raven mit. „Tell me do you feel it?“ Das Gitarrensolo von Felix bringt den ganzen Saal zum beben, die Köpfe werden vom Sound durchbohrt. Die richtige Dröhnung. Mit dem Hit „Painted by Numbers“ geht es weiter unddie Frauen batteln sich gegen die Männer, wer am lautesten na na na singen kann. Wir verlieren leider. „Living in America“ wird zum Höhepunkt der Show, als Maja kurzentschlossen in die Menge springt, dicht an uns vorbei und nach hinten getragen wird. Irgendwie haben wirs gewusst, dass so was kommt. Die Frau hat eben zu viel Power. Sofort springt der Bühnentyp hinterher und die Security-Leute bringen die Sängerin wieder auf die Bühne. Cool wars trotzdem. Eine lächelnde Maja fängt mit dem vorletzten Song an. Noch einmal gibt die Band volle Power und die beiden Schönlinge trommeln sogar auf so Stehteilen. ( Wie man die nennt, weiß ich nicht). Einfach eine super Show.

Die Masse wirbelt und tanzt. Dann verabschiedet sich die Band schweißgebadet und geht von der Bühne. Wir alle brüllen euphorisch Zugabe und paar Minuten später kommen die schwedischen Entertainer wieder. „You´re awesome. Thank you“, haucht Jesper ins Mikro, worauf Maja erwidert, dass er awesome sei. Die Menge johlt. “ And thank you so much for catching me, I appreciate that“, fügt Maja hinzu. Wir grinsen. Jeder geht wieder auf seine Position und Maja brüllt in die Menge „Are you guys feeling happy? Because I hope you´re fucking happy now, Bitch!“ Das war mal ne Ansage. Die Bühne wird ein letztes Mal gerockt, die „fucking Crowd“ geht ab, die Gitarren werden noch mal so richtig heiß und Maja bewegt ihre durchtrainierten Beine. Hier drinnen sind es 100 Grad, aber das ist egal. Wir jumpen noch einmal bevor der letzte Ton durch die Gitarre springt.  The Sounds applaudieren für ihr Publikum und Maja schüttelt paar Fans vorne rechts noch die Hände. Dann ist alles vorbei. Der Bühnentechniker schmeißt noch die zum Teil angebrochenen Seltersflaschen in die Menge und verteilt das übrige Becks. Ein zusätzliches Plus. Wir verlassen irgendwann klitschnass und erschöpft  den Raum, aber wir sind echt happy now.

Ausschnitt von „Night After Night“ (Sonjas Video)

http://the-sounds.com/

http://www.myspace.com/thesounds

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