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Song der Woche #80

So, mal wieder pünktlich an einem Montag präsentieren wir den Song für die kommende Woche, der ganz gut zu dem inzwischen doch ziemlich nass-kalt gewordenen Herbst passt. Run From The Rain, die aktuelle Single der dänischen Indie-Pop Band I Got You On Tape, erzeugt eine leicht düstere Stimmung, die aber gerade durch das kraftvolle Zusammenspiel von Sänger Jacob Bellens Stimme, dem rhythmischen Bass und der flirrenden Gitarrenriffs eine hypnotische Wirkung erreicht. Spätestens mit dem Einsetzen des Keyboards wird es wirklich schwer, sich diesem Song zu entziehen – aber wer will das schon? Denn„when the dreams that we have are fulfilled we’ll be happy inside.“

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Doppelvideo von WhoMadeWho

WhoMadeWho mögen es einfach immer ein bisschen extravaganter. Warum sollte man ein Video zu einem Song veröffentlichen, wenn man das gleiche auch als Zweiteiler mit zwei Songs machen kann? Eben das dachten sich die Dänen auch und ließen sich von Good Boy! Creative, die auch schon für die Videos zu Keep Me In My Plane und Every Minute Alone verantwortlich waren, den 11minütigen Kurzfilm Pitfalls of Modern Man produzieren, der aus der „A-Seite“ Running Man und der „B-Seite“ The Sun besteht. Damit wurden die beiden Songs aus dem neuesten Album Brighter auch gleich als neue Doppelsingle präsentiert.
In diesem sieht man nicht nur das Gesicht des Drummers Thomas Barfod als hippen Erfolgsmenschen auf Postern mit einschlägigen Slogans an jeder Wand hängen, quasi als der „Big Brother“ der modernen Designerbranche , sondern auch eine Art Amoklauf von schicken Designern, die mit ihrem Leben unzufrieden sind. Das alles wurde aber in einer sehr ironischen und einfallsreichen Art und Weise inszeniert und lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen.

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WhoMadeWho rocken das Open Ohr in Mainz

jeppe kjellberg / whomadewhoWhoMadeWho: die geborenen Entertainer

Keine Ahnung wie die das immer hinkriegen. Fast genau ein Jahr ist es her, als WhoMadeWho beim Folklore Festival in Wiesbaden das Publikum in der Schlachthofhalle begeisterten.
Ihre Musik mit Elementen aus Rock und Electro – von sogenannten Fachleuten als „Disco-Punk“ bezeichnet – passte perfekt um nach einem langen Festival-Tag abends richtig abzutanzen.

Dieses Wochenende waren Jeppe Kjellberg, Tomas Hoffding und Tomas Barfod (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es Barfod war, zwar sah er ganz anders aus als noch im Jahr zuvor, aber von einem neuen Drummer habe ich nirgendwo etwas gelesen) zu Gast auf der anderen Rheinseite, beim Open Ohr – Festival in Mainz. Gar nicht so passend eigentlich sollten sie hier am Pfingstmontag um 15 Uhr nachmittags auftreten.

Trotzdem schafften die drei Dänen es, eine richtige Party zu veranstalten und das Publikum komplett auf ihre Seite zu ziehen. Obwohl sie sogar ohne das geforderte Benny Benassi Cover Satisfaction auskamen, waren wir alle schließlich nicht mehr zu halten und stürmten nach einer netten Einladung von Jeppe Kjellberg auf die Bühne. Da diese für so eine Belastung offenbar nicht ausgerichtet war, mussten wir sie ziemlich schnell wieder verlassen, aber der Höhepunkt eines genialen Auftrittes war es trotzdem.

whomadewho

Es ist eigentlich ein Kuriosum wie WhoMadeWho es immer schaffen, mit relativ wenig so sehr zu überzeugen. Die meisten ihrer Songs sind im Original zwar nicht schlecht, aber lange nicht so schnell und so treibend, wie wenn sie live gespielt werden. Wobei da auch immer mal wieder ein gleichbleibender Beat mit ein bisschen Bassbegleitung reicht, um abzugehen. Es muss an ihrer Bühnenpräsenz und ihrer fröhlichen Lockerheit liegen, die bei den Leuten so gut ankommt. Mal eine kleine Showeinlage, ein kurzer Gang durch die Fans oder einfach nur ein breites Lächeln, das signalisiert, wie viel Spaß es den Herren macht, genau in diesem Moment auf genau dieser Bühne zu stehen. Diese Fröhlichkeit steckt an.


ein genialer Ausschnitt des Auftritts (Song: Space for Rent)

„You are always welcome to a WhoMadeWho concert“, sagt Hoffding oder Kjellberg, wer weiß das dann noch, am Ende – ja, immer wieder gerne!

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Every Minute Alone von WhoMadeWho

Durch das Open Ohr Festival bin ich gerade wieder auf WhoMadeWho aufmerksam geworden und bevor es später (oder morgen, mal schauen) den Bericht zum Festivalauftritt der Dänen gibt, hier das Video zur neuen Single Every Minute Alone. Geiles Lied und irgendwie heftiges Video – offenbar gesellschaftskritisch gemeint, ist es aber eigentlich auch ein bisschen lustig.

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Ein neuer Geist

Wer kennt das nicht. Durch Zufall lauscht man mal kurz dem laufenden Radio nebenan  und hört eine gut klingende Melodie. Man geht vors Radio und spannt weiter seine Ohren an. Von wem ist dieses Lied? Wie heißt es? Man kann es gar nicht erwarten, bis der Radiomoderator wieder spricht und endlich den Namen der Band verrät. Das waren The Ghost mit „Something New“. Aha, da haben wirs. Der Sprecher erzählt etwas über die Band. Woher sie kommt, welche Art Musik sie spielt etc. Eine Neuvorstellung also. Dann wird ein zweites Lied gespielt. Hmm, hört sich auch cool an. Da geht man doch mal gleich ins Internet und gibt den Namen ein. Dort steht nicht viel über The Ghost. Es gibt fast nur eine MySpace Seite und paar Videos auf YouTube. Die Band ist also noch ziemlich unbekannt.

The Ghost sind ein dänisches Musikduo von den Färöerinseln, das von dem englischen Plattenlabel Sunday Best auf einem UK Festival entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Die Band spielt tanzbaren Indie-Rock mit elektronischen Einflüssen. Der Sänger Filip Mortensen (21)  und Urbanus Olsen (22) am Synthesizer beeindrucken mit ihrem Mix aus punkigen Gitarrenriffs und elektronischen Sounds. Dies überzeugte auch den NME, Englands wichtigstes Musikmagazin, und bezeichnete die Band als „One´s To Watch“. Seitdem trat The Ghost schon als Support-Act für Ladytron und The Wombats auf. Vor allem beeinflusst durch die Strokes und Flaming Lips ist ihr Debütalbum „War Kids“ ein poppiges Feel-Good-Werk, das Fragen zur Liebe und der Richtung im Leben stellt. „Der Titel repräsentiert das, wovon die meisten Songs handeln-Wir sind alle nur Kinder am Ende des Tages, keiner will belehrt werden, aber jeder will belehren. Jedermann sucht nach etwas, wir sind nie zufrieden. Wir sind alle Kriegerkinder auf der Suche nach einer Antwort“, erklärt Filip Mortensen.

„War Kids“ erschien am 21. Juni 2010, als Vorabsingle wurde „City Lights“ am 6. Juni ausgekoppelt. Der Song ist ein typischer Sommerhit. Rockige Grooves gepaart mit poppigen Beats. Die hohe Stimme von Mortensen klingt zwar sehr jungenhaft, tut aber keinen Abbruch zu den Songs im Gesamten. „Something New“ ist etwas rockiger und klingt ernster. Vor allem kommen hier gut die Sounds am Synthesizer heraus. Das dritte Lied, das man sich auf MySpace ganz anhören kann, ist „Dream of Subak“. Abgespaceter Titel, abgespaceter Song. Elektro-Pop dominiert hier deutlich.

The Ghost sind eine nette Neuentdeckung 2010. Sie machen zwar nicht den allerbesten Indie-Rock, aber ihre poppigen Elektrobeats sind einprägsam und motivieren zum Mitwippen. Fazit: Super Sommermusik. Wir bleiben also gespannt, wie es mit den Dänen weitergeht. Zumindest bitte wieder ein neuer cooler Song im Radio.


Weitere Infos: http://www.myspace.com/theghostband1#ixzz0vicDUN8z

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