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Das Konzert, das nie stattfand

http://www.facebook.com/pages/frenchfilms

Konzerthopping deluxe – das war meine Welt in den letzten Wochen. Auf ein Konzert freute ich mich dabei besonders, seitdem es vor anderthalb Monaten angekündigt worden war. Die finnische Indie-Band French Films, von der wir hier auch schon berichtet haben, sollte in dem ziemlich coolen Nachtleben in Frankfurt auftreten. Sie waren als Vorband der deutschen Alternative-Band The Stories angekündigt, die ich vorher gar nicht kannte und die ich mir so auch nicht angeschaut hätte.
Erstes Problem: Wie überzeugt man Leute mit auf ein Konzert zu kommen, einer Band die sie nicht kennen, nur um eine Vorband zu sehen, die sie nicht kennen? Offenbar muss ich überzeugend sein, denn ohne die Lieder zu kennen, sagten mir Leute zu. Doch dann tauchte gleich das nächste Problem auf: Aufgrund verschiedener Kommunikationsschwierigkeiten war ich an diesem Abend zum Arbeiten eingeteilt – doch auch dieses Problem ließ sich lösen. Am Morgen des Tages an dem das Konzert stattfinden sollte, konnte ich durch ein paar Gespräche abklären, dass ich doch frei hatte.
Dem Auftritt auf den ich mich so gefreut hatte stand also nichts mehr im Wege – von wegen! Eine Stunde nach dem erlösenden „Geh auf dein Konzert!“ checkte ich noch einmal die Homepage des Clubs – die mich schön darauf hinwies, dass das Konzert „auf unbestimmt“ verschoben sei. Verschoben! Und das fällt denen natürlich erst am selben Tag ein! Telefonisch war beim Nachtleben natürlich niemand zu erreichen, auch meine Mail wurde bisher nicht beantwortet.
Es ist schon schade, dass ein so angesagter Club wie das Nachtleben sich da so unprofessionell zeigt. Diese Informationspolitik ist auf jeden Fall noch ziemlich verbesserungswürdig.

Aber um diesen Artikel noch irgendwie positiv zu beenden, weise ich euch jetzt einfach mal auf die neue Single Convict der French Films hin, die auch auf dem kommenden Album enthalten sein wird!

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French Films mit dem Soundtrack für eine Mittsommernacht

http://www.myspace.com/frenchfilmsofficial

Wie wir bei Satellite Stories ja schon festgestellt haben, gibt es inzwischen auch in Finnland, dem Metal-Land schlechthin, junge aufstrebende Indiebands, die sich gar nicht so „typisch finnisch“ anhören. French Films aus Helsinki sind eine dieser Bands, die sich viel mehr an  The Drums orientieren. Das ist zum einen der Style mit den auf alt gemachten Fotos, zum anderen natürlich die Musik. Ebenso wie bei The Drums klingen die verspielten, hallenden Gitarren verträumt und sommerlich. Trotzdem sind French Films nicht einfach eine Kopie der letztes Jahr so erfolgreichen amerikanischen Band. Besonders gesanglich unterscheiden sie sich dann doch sehr, da dieser viel tiefer ist und deshalb eher an Joy Division oder Interpol erinnert. Zugegebenermaßen gefällt mir persönlich gerade das nicht so gut, da ich höhere Stimmen bevorzuge, aber das ist ja eben doch sehr subjektiv.
Insgesamt betrachtet bilden  die einerseits fröhlichen, andererseits sehnsuchtsvoll in die Ferne blickenden vier Songs auf der EP Golden Sea den perfekte Soundtrack für eine Mittsommernacht, womit dann doch die finnische Herkunft passt.

Sehr schön anzusehen ist das Video zur Single Golden Sea, das ebenfalls Fröhlichkeit und Sehnsucht in schönen Farben – und natürlich auf alt gemacht – vermittelt:

Das meiner Meinung nach beste Lied der EP ist Lift Me Up:

Dass die Band im Kommen ist merkt man daran, dass sie bald einige Konzerte im Ausland, darunter auch in Deutschland, spielen werden. Die Daten:

20. Mai – Berlin – Postbahnhof
21. Mai – Berlin – Privatklub
22. Mai – Stuttgart – Keller Club
28. Mai – Köln – Weekdays

Ich bin mir sicher, von der Band werden wir in Zukunft noch mehr hören!

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