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French Films begeistern im Kulturpalast

Dass French Films einiges drauf haben, war schon nach Veröffentlichung ihrer EP Golden Sea klar. Inzwischen haben sie nicht nur mit ihrem Album Imaginary Future die Erwartungen erfüllt sondern auch bewiesen, dass die Songs live genauso abgehen.
Wiesbaden war die letzte Station einer ausgedehnten Tour, die die Finnen nicht nur durch Europa sondern auch nach Japan geführt hat. Der Kulturpalast war dann auch sehr gut gefüllt, als die fünf Jungs nach einem lauten und interessanten Vorprogramm des Noise-Pop Duos Young Hare die Bühne betraten.
Etwa eine Stunde lang gaben sie die Songs ihres Albums und auch der EP zum Besten und sorgten dafür, dass kaum einer mehr ruhig stehen blieb. Das lag vor allem an der sommerlichen Unbeschwertheit, die in jedem Lied steckte und auf das Publikum übergriff. Dazu kam die leichte Melancholie, die in den Texten und auch dem tiefen Gesang der drei sich abwechselnden Sänger mitschwang, und die Atmosphäre zu einer ganz besonderen machte. Clubkonzert at it’s best!
Wir waren ganz klar nicht die einzigen, die gerne noch etwas länger die Anwesenheit der netten finnischen Jungs genossen hätten, doch nachdem sie fast ihr gesamtes Songrepertoire durch hatten und nach enthusiastischen „Zugabe“-Rufen auch diese gegeben hatten, verabschiedeten sich French Films mit wiederholten Dankesbekundungen auf Deutsch und Englisch und hauptsächlich dafür, dass wir alle so gute Tänzer waren – nichts zu danken, für euch doch immer!

Ein Kommentar

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French Films mit dem Soundtrack für eine Mittsommernacht

http://www.myspace.com/frenchfilmsofficial

Wie wir bei Satellite Stories ja schon festgestellt haben, gibt es inzwischen auch in Finnland, dem Metal-Land schlechthin, junge aufstrebende Indiebands, die sich gar nicht so „typisch finnisch“ anhören. French Films aus Helsinki sind eine dieser Bands, die sich viel mehr an  The Drums orientieren. Das ist zum einen der Style mit den auf alt gemachten Fotos, zum anderen natürlich die Musik. Ebenso wie bei The Drums klingen die verspielten, hallenden Gitarren verträumt und sommerlich. Trotzdem sind French Films nicht einfach eine Kopie der letztes Jahr so erfolgreichen amerikanischen Band. Besonders gesanglich unterscheiden sie sich dann doch sehr, da dieser viel tiefer ist und deshalb eher an Joy Division oder Interpol erinnert. Zugegebenermaßen gefällt mir persönlich gerade das nicht so gut, da ich höhere Stimmen bevorzuge, aber das ist ja eben doch sehr subjektiv.
Insgesamt betrachtet bilden  die einerseits fröhlichen, andererseits sehnsuchtsvoll in die Ferne blickenden vier Songs auf der EP Golden Sea den perfekte Soundtrack für eine Mittsommernacht, womit dann doch die finnische Herkunft passt.

Sehr schön anzusehen ist das Video zur Single Golden Sea, das ebenfalls Fröhlichkeit und Sehnsucht in schönen Farben – und natürlich auf alt gemacht – vermittelt:

Das meiner Meinung nach beste Lied der EP ist Lift Me Up:

Dass die Band im Kommen ist merkt man daran, dass sie bald einige Konzerte im Ausland, darunter auch in Deutschland, spielen werden. Die Daten:

20. Mai – Berlin – Postbahnhof
21. Mai – Berlin – Privatklub
22. Mai – Stuttgart – Keller Club
28. Mai – Köln – Weekdays

Ich bin mir sicher, von der Band werden wir in Zukunft noch mehr hören!

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