Schlagwort-Archive: Great Britain

Bombastisch: „Switchblade Smiles“ von Kasabian

Kasabian sind zurück. Am 19. September erscheint Platte Nummer vier mit dem wundervollen Titel Velociraptor (was auch immer der bedeuten mag). Die Band, die sich gerne als „Retter des Rock´n´Rolls“ aufspielt, protzt gerne mit derben Elektro-Rock-Beats. West Rider von 2009 brachte Kasabian auf den Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens, aber die Briten wollen weiter. Die erste Single Switchblade Smiles setzt gewaltig einen drauf. Dröhnende Gitarren dreschen auf großkotzige Elektro-Beats ein. Das Schreien von Gitarrist und Sänger Serge Pizzorno tut sein übriges. Fenomenal!

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Song der Woche # 38

Mit Mumford & Sons habe ich mich persönlich am Anfang schwer getan. Zu viel Country, zu theatralisch. Aber wenn man Laura Marling und Noah & The Whale-Fan  ist, muss man sich irgendwann auch mit den vier Londonern auseinander setzen. Sigh No More aus dem Jahre 2009 war ein voller Erfolg und Mumford & Sons wurden auf einen Schlag bekannt. Eine Millionen Likes auf Facebook sprechen auch für sich. The Cave , die dritte Single des Debütalbums, ist ein schön-romantischer Folk-Song mit der rauchig-melancholischen Stimme von Marcus Mumford – mit Abstand der beste Track der Briten.

Hier das Video zur Bookshop Session vor zwei Jahren:

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Coldplay: „Every Teardrop is a Waterfall“ EP

Ab 26. Juni ist neuer Stoff von den Britpop-Größen Coldplay erhältlich. Neben der Single Every Teardrop is a Waterfall sind zwei weitere Tracks auf der neuen EP vorhanden: Major Minus und Moving To Mars. Die kleine Platte ist digital erhältlich. Coldplay entwickeln ihren Rock/Pop ständig weiter und verwenden zum Teil noch mehr elektronische Einflüsse. Vergleiche mit U2 und Radiohead werden immer deutlicher. Im Herbst soll voraussichtlich dann das 5. Studiowerk erscheinen. Titel und genaues Release-Datum sind noch unbekannt.

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Brother: Pseudo-cooles neues Video

Ja okay, wir haben es verstanden. Ihr wollt die neuen Oasis sein und am besten noch cooler, noch rockiger, noch primitiver. Wo kann man das deutlicher machen als in seinem neuen Videoclip?! New Year´s Day heißt die nächste Single von Brother und ist so billig wie das Video dazu. Die Band trägt Sonnenbrille, post lässig mit Zigarette rum und zwei nackte Straßenmädels räckeln sich in der Badewanne. Und das vor der britischen Flagge. Ohhh wie skandalös – die Masche ist so alt wie die Queen. Ja, sie wollen provozieren und Aufmerksamkeit haben. Die bösen Jungs aus der Arbeiterklasse eben, die jetzt coole Rockstars sind und einen auf Sex, Drugs & Rock´n´Roll machen. War alles schon da, nicht mehr schockierend. Wenn man so stark ein auf cool macht, ist das dann noch überhaupt cool? Wie wärs mit bisschen mehr Originalität und anspruchsvolleren Songs? Wer es wirklich drauf hat, braucht nicht auf cool zu machen.

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Bands To Watch Now

Ihr kennt das, auf der Suche nach neuer Musik trifft man meistens auf Youtube zufälligerweise auf Bands, von denen man vorher nie etwas gehört hat. Man schaut sich ein Video an und wenn es gut ist, dann noch ein zweites, vielleicht ein drittes. Man informiert sich über die Band oder den Künstler per Wikipedia und schwups, neue Musik. Der NME hat eine Liste veröffentlicht von heißen Newcomern 2010 und hier sind ein paar ausgesuchte Bands, die man sich unbedingt reinziehen sollte.

Beach House: Das sind Victoria Legrand und Alex Scally aus Baltimore, die seit 2005 herrlichen Dream-Pop machen, der ein bisschen an San Francisco aus der Hippie-Zeit erinnert. Mit ihrem dritten Album Teen Dream, das seit Januar erhältlich ist, hatten sie ihren Durchbruch und die Platte schaffte es in die amerikanischen und britischen Charts. Beach House ist perfekte Musik für unbeschwerte Tage, an denen man gerne träumen möchte.  Also Beine hoch und entspannen.                                                                      Besondere Tracks: 10 Mile Stereo, Lover of Mine, Zebra, Silver Soul

http://www.myspace.com/beachhousemusic

Warpaint: Die Experimental-Rock Band aus L.A. besteht aus 4 jungen Frauen, die auf dem guten Weg sind, sich gegen die Männer dominierte Musikszene zu erheben. Ihre Psychedelic-Sounds haben es in sich und bereiteten ihnen die Möglichkeit, als Vorgruppe von Little Joy und Vampire Weekend auftreten zu dürfen. Die EP Exquisite Corpse erschien 2009 und brachte eine Nummer Eins in den lokalen Indie-Charts. Nach einigen Line-Up-Änderungen besteht die Band jetzt  aus vier Frauen, die viel Potenzial haben, sich einen Namen zu machen. Ihr Debütalbum The Fool erscheint im Oktober.                                                                                                      Besondere Tracks: Elephants, Beetles (Exqusite Corpse), Undertow (The Fool)

http://www.myspace.com/worldwartour

Surfer Blood: Surfer Blood ist eine Surf-Rockband aus Florida, die mit der Single Swim letztes Jahr erste Aufmerksamkeit erregte. Die zehn Tracks auf ihrem Debüt Astrocoast erinnern an Vampire Weekend und The Drums, nur etwas rockiger. Die 5 Jungs aus dem Sunshine-State spielen fröhlichen Indierock, der von dem lockeren Surferleben in Florida geprägt ist und ins Ohr geht. Die neue Surfpop-Welle geht ja bekannterweise eh grad um und ich muss sagen, ich bin begeistert.                                                                                  Besondere Tracks: Floating Vibes, Harmonix, Neighbour Riffs

http://www.myspace.com/surferblood

First Aid Kit: Erster Hilfekasten als Bandname? Klingt erst mal komisch und man würde nicht ein junges, schwedisches Geschwisterduo dahinter vermuten. Johanna, 20, und Klara Söderberg, 17, spielen ruhigen Folk mit reifen Texten gepaart. Ehekrisen, Eisenbahnromantik und Kinderkriege sind die Themen- ziemlich erwachsen für ihr Alter. Nach ersten Aufnahmen mit ihrem Vater und YouTube-Erfolgen kam der Plattenvertrag und ihr erstes Album The Big Black and the Blue erschien Anfang 2010. Da prophezeit sich doch eine steile Karriere.                                                                                                                                                                    Besondere Tracks: Hard Believer, I Met Up With The King

http://www.myspace.com/thisisfirstaidkit

Local Natives: Das Quintett aus Los Angeles spielt typisch amerikanischen Folkrock, manchmal auch bezeichnet als Psych-Folk wegen den hyperaktiven Gitarren und Drums. Ihr Debüt „Gorilla Manor“, das seit Februar bei uns erhältlich ist, bekam überwiegend positive Kritiken und konnte sich in den Charts platzieren. Ihr vom Afropop beeinflusster Sound wird oft mit Fleet Foxes, Vampire Weekend und Arcade Fire verglichen. Vielversprechende Musik also.                                                                                                              Besondere Tracks: Wide Eyes, Sun Hands

http://www.myspace.com/localnatives

The ABC Club: Gerade erst entdeckt und schon auf der Bands To Watch-Liste. The ABC Club, das ist eine fünfköpfige Indie-Band aus Halifax, GB, die einen Mix aus The Strokes und The Smiths spielen- nicht schlecht schon mal. Der Gesang von Zandra Klieves klingt wirklich genauso abgefuckt wie der von Julian Casablancas und die Gitarren lassen vom poppigen Sound auch nichts zu wünschen übrig. Da der Traum der Band es eh ist, als Support von den Strokes zu spielen, trifft sich das ja alles ganz gut. Vielleicht ist die Glastonbury-Stage bald gar nicht so weit entfernt.                                                                                                                                                                  Besondere Tracks: Friend Of Mine, White Beast, Thieving Magpie

http://www.myspace.com/wearetheabcclub

The Heartbreaks: Die vier Styler aus Morecambe, England, deren Band erst seit 1 Jahr unter den Lebenden weilt, konnten schnell schon Erfolge erzielen. Vom New Musical Express entdeckt, durften sie schon für Bands wie Hurts als Support auftreten. Bald soll auch die erste Platte erscheinen. Vom Style erinnern sie definitiv an The Drums, da Hochwasserhosen und Fifites-Frisur auch bei den vier Briten großen Anklang finden. Ihre Musik ist von The Smiths geprägt, die Texte sind romantisch konzipiert, liegt wahrscheinlich daran, dass sie die British Seaside sehr lieben. Alles in allem, eine coole Retro-Band. Sympathisch.                                                                       Besondere Tracks: Liar My Dear, I Didn´t Think It Would Hurt To Think Of You

http://www.myspace.com/heartbreaksband

Funeral Party: Indierock vom Feinsten. Fuenral Party aus L.A. haben alles um groß rauszukommen. Einprägsamen Alternative Sound, ausgelöst durch den Hit NYC Moves To The Sound Of L.A., der Hang zur Provokation: „The Drums are fakers“  (obwohl erst mit ihnen gespielt) und gute Connections: Julian Casablancas gefiel ihre Musik und nahm sie mit auf Tour und der Gitarrist von Mars Volta hat auf ihrem bald erscheinenden Debüt einen Gastpart. Gute Voraussetzungen also. PR bekommen sie ja schon deshalb, weil sie anscheinend wieder den West Coast/ East Coast Fight starten wollen, wie damals der blutige Streit unter den Hip Hoppern. Ob das alles ernst gemeint ist, bleibt fragwürdig, aber ein Fight mit The Drums wäre sicherlich unterhaltsam.                                                              Besondere Tracks: NYC Moves To The  Sound Of  L.A., Where Did It Go Wrong, Finale

http://www.myspace.com/funeralparty


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