Schlagwort-Archive: indie

Sir Sly – Ghost

„You’ll never find your way back home. You’re a ghost“ singen Sir Sly, dazu sieht man ein irgendwie süß in einem Strich gezeichnetes Gespenst, das sich mit Hilfe von Stop Motion Technik vor einer weiterziehenden Wolkendecke bewegt.
So einfach und gut und gleichzeitig auch ein bisschen wehmühtig ist es, das Video zu Ghost, das aus dem Trio aus L.A. das next big thing macht. Verständlich, ist ihr melancholischer Indie-Electropop doch ziemlich betörend. Im März soll das Album erscheinen und wir sind gespannt.

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The Hammocks: „Heartbeat“

Es muss ja nicht immer die Großstadt sein, die gute Musik raushaut. Die vier Jungs von The Hammocks kommen aus dem kleinen Hofheim im Taunus und lieben Bands wie Arctic Monkeys, The Strokes und Arcade Fire. Das Ergebnis ist zwar ein bisschen poppiger als bei den Vorbildern, aber der Indie-Kosmos ist ja groß.

Der Track „Heartbeat“ ist eins von vier Stücken ihrer EP „City of Gold“ (Dezember 2011), das so pulsiert wie der besungene Herzschlag und gut abgeht. Befehl zum Tanzen bitte!

Wer die Jungs live sehen will:  Am 22. Dezember treten sie  im Frankfurter Zoom Club auf.

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Satellite Stories – Phrases To Break The Ice

Wer unseren Blog schon seit längerem verfolgt dem dürfte auch der Name Satellite Stories geläufig sein. Inzwischen ist das aber schon gar nichts besonderes mehr, denn die vier finnischen Jungs haben sich schon längst über den Status Geheimtipp hinaus entwickelt.
Nach Kurztourneen im europäischen Ausland und in Japan folgte jetzt das Album Phrases To Break The Ice, das folgerichtig auf der gleichnamigen Tour in teilweise ausverkauften Clubs vorgestellt werden soll.

Wer den Werdegang der Band verfolgt hat oder auch schon einmal bei einem Konzert war, den wird das Album nicht überraschen: Es enthält die drei Songs der EP und auch alle nachfolgend herausgebrachten Singles. Das bedeutet im Klartext: ein Powerindiesong reiht sich an den nächsten. Stilistisch an die Indieband Two Door Cinema Club erinnernd, zünden Satellite Stories aber noch ein paar mehr Partyraketen als die Iren. Ausgehend vom Opener Anti-Lover über die Songs ihrer ersten EP, darunter der ersten Hit Helsinki Art Scene, und dem neuen Song Costa del Sol ’94 werden die schnellen Gitarren und die rollenden Drums in der Mitte nur durch die ruhige Ballade Mt. Fovererest unterbrochen. Bei Blame The Fireworks nimmt der Partybus wieder Fahrt auf und macht bis zum Ende nicht mehr Halt. Auch die folgenden Songs Sirens und Family waren schon vorher als Singles veröffentlicht worden, im Gegensatz zum abschließenden Come Back Conversation, das mit einem größeren Klangteppich eine fast sehnsüchtige Abschlusshymne bildet.

Insgesamt kann man sagen, dass Phrases To Break The Ice ein gelungenes Erstlingswerk der finnischen Indierocker ist. Es vereint eindeutig ihre Stärken: Fröhlichkeit, Lockerheit, Tempo und verspielte Gitarrenmelodien.
Wer aus Finnland melancholische Leere und schwere Kost erwartet, ist hier fehl am Platz!

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Seventies-Krautrock made today: Toy

Sie könnten auch aus den 70ern stammen. Toy aus London stehen nicht nur auf lange Mähnen, sondern auch auf den psychedelischen Krautrock- Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger. Die fünf Jungs und Mädels sind gerade einer der heißesten Newcomer -Acts und haben am 10. September ihr gleichnamiges Debüt veröffentlicht. Düsterer Shoegaze, dröhnender Psychedelic-Pop und schrammeliger Krautrock versprechen den perfekten Trip. Dazu  noch die kühle Stimme von Sänger Tom Dougall, die den hohen Coolness-Faktor endgültig besiegelt. Von Bands wie Pink Floyd, Tangerine Dream und Kraan inspiriert sorgen Toy für ein Neuversion des Psychedelic-Rocks. Best-Buddies The Horrors sind bereits Fan (klingen ja auch sehr ähnlich).

Die Zwei-Track-EP mit „Left Myself Behind“ und „Clock Chime“ von 2011 gibt es auf der Facebook-Page zum kostenlosen Download: http://www.facebook.com/toy.band

Auf der Homepage läuft auch das komplette Album im Stream.

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Song der Woche # 72

Welchen passenderen Song der Woche könnte es geben als die neue Single von The xx?! „Angels“ heißt das schöne Stück aus dem im September erscheinenden Album „Coexist“. Schummrige Gitarren und dämpfende Beats erinnern an den Stil der ersten Platte. Seit gestern kursiert auch ein Clip offiziell im Internet, den ihr euch unten anschauen könnt. „Coexist“ kommt am 10. September auf den Markt. Ob das Album das Debüt toppen wird, bleibt abzuwarten. Der erste Eindruck ist jedenfalls: Top!

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Band Crushs

Es ist Frühling und der steht bekanntlich für Wachstum und Aufblühen. In der Musik gibt es wieder etliche Bands und Solo-Artists, die neuen Input geben und definitiv wert sind, hier vorgestellt zu werden…

by Hélène Peruzzaro

Oberhofer: Kein Weg führt mehr an Oberhofer vorbei bzw. sollte nicht: Brad Oberhofer ist gerade mal 20 Jahre alt und erobert mit seinem Debüt „Time Capsules II gerade den Indiepop-Himmel. Mit seiner Band spielt der Amerikaner fröhlichen Gitarrenschmaus, der so eingängig klingt, dass man süchtig wird.  Mit hyperaktivem Xylophon-Pop und Rock-Riffs singt Oberhofer über Herzschmerz und Tagräumereien. Wenn das mal nicht der Soundtrack für den Sommer ist..

Hier das erste Musikvideo zu „Away Frm U“

http://www.mtvu.com/player/embed/

Wild Belle: Das Geschwister-Duo Wild Belle aus Chicago verzücken mit coolem Reggae-Pop und R&B Einflüssen. Bei ihrer ersten Veröffentlichung „Keep You“ ziehen der Reggae-Groove und das Saxophon von Elliot die Aufmerksamkeit auf sich. Wird Indie-Reggae das neue Trend-Genre? Wild Belle hätten sicherlich ihren Anteil daran.

Peace: Das Quartett aus Birmingham mit derm wunderbaren Namen mag zwar nicht das Rad neu im Indie-Genre erfunden haben, aber ihr tropischer Indie-Rock zieht einfach. Vergleiche mit WU LYF liegen sehr nahe- aber ohne kratzige Stimme und mehr Rock im Gepäck. Die Jungs sind bereits NME- Gesprächsthema, was für jede unbekannte Band wohl einem Ritterschlag gleich kommt – Eine größere Bekanntheit ist also garantiert. Ihre erste Single „Follow Baby“ erschien Ende April. Followt mal schön…

Doldrums: Verzerrt, kratzig, dissonant und sehr interessant – Doldrums lautet das Synonym des Kanadiers Alrick Woodhead, der keinen Bock mehr auf seine Indie-Rock-Band hatte und jetzt experimentelle Klangmusik ausprobiert. Grimes ist bereits Fan und nahm ihn für ihr neues Album mit ins Boot. Die zweite EP „Endless Winter“ erscheint im Juni. Psychedelic-Noise-Electro-Experimental-Pop könnte man seine Musik nennen oder man belässt es einfach bei „krasser Electro-Shit“.  Wo geht´s bitte zum nächsten Beat-Festival?

Young Man: Mit dem Track „Fate“ gelangten Young Man schon in unsere Song der Woche-Liste. Colin Caulfield und seine Band sind ein Muss für den Soundtrack 2012. Nach „Ideas of Distance“ folgt „Vol. 1„, das am 25. Mai erscheint. Caulfield verbindet harmonischen Indie-Rock mit folkigen Pop-Klängen –  Balsam für die Ohren und für gute Stimmung.

Parakeet: Eine Band mit Mitgliedern von Yuck und The History Of Appe Pie kann wohl nur gut sein. Mariko Doi (Yuck) und James Thomas (THOAP) spielen als Parakeet schön dröhnenden Post-Punk.

Namensfetter Parakeets aus London sind ebenfalls zu empfehlen. Gibt man den Namen in Google ein, erscheinen beide Bands. Parakeets self-titled Album gibt es auf bandcamp im Stream. Ein Mix aus The Whitest Boy Alive,  und The Maccabees mit Vocals, die fast zu Orlando Weeks gehören könnten – LISTEN!

Friends: Die fünf New Yorker sind auf dem Weg nach ganz oben. Funk, R&B, Pop und Disco sind die Zutaten der heißen Musikmischung. Live gehen Friends mit ihrem Publikum locker um und sorgen für 80-er Nostalgie.  Ihr Debüt „Manifest!“ erscheint am 1. Juni.

Opossom: Opssom aus Neuseeland stehen scheinbar auf die 60er Jahre und vermischen Retro-Pop mit elektronischen Klängen. Viel Infos zur Band gibt es noch nicht, aber die paar Songs auf bandcamp beweisen: Diese Band sollte man sich merken. Das Debüt „Electric Hawaii“ erscheint am 1. Juni.

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Friends im Zoom Club, Frankfurt

Körperkontakt erwünscht! Vor überschaubaren Publikum spielen Friends im kleinen Frankfurter Zoom Club (26.4.12) und scheuen sich nicht, mit den Gästen entspannt zu plaudern.

Vor allem Sängerin Samantha spring oft von der Bühne und tanzt lasziv mit einigen Zuschauern. Star-Allüren? Keine Spur. Die fünf Brooklyner sind derzeit die neueste Entdeckung im Indie-Kosmos und touren gerade duch paar deutsche Städte. Jung, sexy und cool präsentieren sich Friends auf der rot beleuchteten Bühne. „Hey guys, how you´re doing?“,nuschelt Samantha in typisch amerikanischem Slang ins Publikum. Neben ihr macht Bassistin und Keyboarderin Leslie die weibliche Front in der Band komplett. Die beiden Frauen messen gerade mal jeweils 1,55 m, scheinen aber die Hosen in der Gruppe anzuhaben. Percussionist Oliver trommelt Kaugummi kauend mit spaßiger Miene während Nikki und Matthew jeweils Gitarre und Synthesizer bedienen. Das Durchschnittsalter der Band ist schwer einzuschätzen. Von Anfang bis Ende Zwanzig ist alles möglich.

Kein Wunder, dass Friends gerade als der heiße Scheiß gelten. Ihr Post-Synthie Pop ist von funkigen Riffs der 70er und Old-School Beats der 80er beeinflusst. Typisch Brooklyn Sound könnte man meinen, aber Friends bieten mehr: Tropische Rhyhtmen, Disco-Pop und Samantha Urbanis starke Stimme vervollständigen ein eingängiges Sound-Mosaik, das zum absolut Tanzen verpflichtet.

Den Hipster-Kleidungsstil mögen sie trotzdem. Die Frauen glänzen gepirct im 80er Lock und die drei Männer sind elegant sportlich in Chucks und engen Hosen gekleidet. Neben den Hits Friend Crush und I´m His Girl spielt die Band fast alle Lieder aus dem Debüt Manifest!, das erst Anfang Juni hier erscheint. Die Leute tanzen überdurchschnittlich oft zu den Sounds und Friends ziehen trotz erheblicher Müdigkeit gut gelaunt ihre Show ab. „We ´re really tired because we just came from Berlin.“, haucht Samantha ins Mikro. Die anderen wechseln sich bei fast jedem Stück mit den Instrumenten ab, obwohl keiner wirklich professionell spielen gelernt hat. Vor allem ist ihr Spaß an der Sache deutlich zu spüren –  Für bestimmt groß rauskommende Newcomer ein Pluspunkt. Nach zwei kurzen Zugaben geht es dann zurück in den Backstage Bereich oder zum Plaudern mit Fans. Friends sind zwar noch relativ unbekannt, haben aber alle Eigenschaften, um größere Shows zu spielen. Live strahlen sie genauso viel Coolness aus wie ihre Songs. The next big thing? Definitely!

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Song der Woche # 61

Singer-Songwriter Colin Caufield spielt mit seiner Band Young Man fröhlich leichten Indie-Pop. Fate ist die erste Single aus dem zweiten Album Vol. 1, das am 25. Mai hier erscheint. Hier nun der aktuelle Song der Woche..

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Song der Woche # 59

Der Song der Woche Matilda kommt dieses Mal von Alt-J, einer jungen Band aus Leeds, die zwischen Folk-Pop, Synthie, Indie-Rock und Hip Hop Beats ihre Wellen schlagen. Die krächzende Falsett-Stimme des Sängers ist etwas gewöhnungsbedürftig . Ansonsten sind die vier Jungs mit ihrer eigenwilligen Musik schon mal auf dem Weg nach oben. Das Dreieck (siehe Foto) ist ihr Bandzeichen und ergibt sich, wenn man auf einem Mac das Alt-Zeichen und J drückt. Kindisch, könnte man meinen, aber sicherlich hilfreich, um im Gedächtnis zu bleiben. Die Band durfte schon Big Deal auf ihrer Tour supporten und kommt Ende Juni aufs Hurricane/Southside. Das Debüt An Awesome Wave erscheint Ende Mai.Watch these Newcomers, guys!

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Sympathische Indiestreber mit Audiolith-Beats

Wer den Namen Audiolith hört, ist schnell versucht eine Schublade aufzumachen. Der Schatten von Egotronic, Mediengruppe Telekommander oder Frittenbude ist groß und kann einen schnell verdecken. Auch FUCK ART, LET’S DANCE! sind bei Deutschlands In-Label Nr.1 unter Vertrag, sie einfach nur irgendwo hinter die Labelgrößen einzureihen wäre aber falsch.
Was soll all der künstlerische Anspruch, wenn es am Ende sowieso nur ums Tanzen geht, scheinen sich die drei Jungs zu sagen und frickeln verspielte Electrobeats mit tanzbaren Gitarrenriffs zusammen. Musikalisch verorten sie sich somit irgendwo in der Nähe von frischen deutschen Indiebands wie Beat!Beat!Beat! oder I Heart Sharks, Tomte-Zitate auf ihrer Facebook-Seite lassen die Heimatstadt Hamburg erahnen und über allem steht dann auch wieder Audiolith Records, was gemeinsame Shows mit Egotronic, Captain Capa und We Are Enfant Terrible zur Folge hat.
Die einzige Veröffentlichung unter dem großen Namen war bisher die Single The Conqueror, deren Video die Jungs als sympathische Indiestreber mit Nerdbrille und dazu ein ziemlich goldiges Was-wäre-wenn (oder wenn nicht?) – Szenario präsentiert.

Seitdem stand ersteinmal fleißiges Touren und Sich-im-Rest-von-Deutschland-einen-Namen-machen auf dem Programm. Möglichkeiten die Jungs live zu sehen gab es daher schon einige, wer es bisher verpasst hat, hat im Februar nochmal die Chance:

02.02.2012 Magdeburg Projekt7
03.02.2012 Berlin Naherholung Sternchen
04.02.2012 Hannover Cafe Glocksee
24.02.2012 Nürnberg Stereo
25.02.2012 Passau Zeughaus

 

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