Schlagwort-Archive: Kings Of Leon

Song der Woche # 20

Vor vier Jahren haben Kings of Leon ihr drittes Studiowerk  Because of the Times veröffentlicht. Damit boten sie die perfekte Vorreiter-Platte zum Mega-Seller Only By The Night ein Jahr später. Der neue Song der Woche ist On Call, die erste Auskopplung des Albums. Kings of Leon wandten sich mit dieser Platte vom rauhen Country-Rock ab und zu klareren und gewaltigeren Sounds. Only By The Night führt diesen gern genannten „Stadionrock“ fort, nur etwas düsterer vielleicht. Da die Plattenfirma mal wieder alles von den Kings auf YouTube sperren lässt, gibt es als Video nur den Auftritt bei der David Letterman Show. Der ist live so gut, dass man von Calebs damaliger Frisur absehen kann. Hauptsache seine Stimme ist so großartig wie immer.

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Lieblingssongs 2010

Auf die Top of the Blog folgen nun die besten Songs 2010. Da es unmöglich ist, eine Reihenfolge festzulegen, präsentieren wir einfach die besten zwanzig Songs aus diesem musikalisch wertvollen Jahr.

Arcade Fire – Ready To Start

The Drums – Forever & Ever Amen

Two Door Cinema Club –  Costume Party

MGMT – Flash Delirium

Hadouken! – Rebirth

Kashmir – Still Boy

Jónsi – Sticks & Stones

Shout Out Louds – Fall Hard

FLL – The Esplanade

Nada Surf – Evolution

Foals – Blue Blood

Warpaint – Bees

We  are Scientists – Nice Guys

Best Coast – Each & Every Day

The Dead Weather – The Difference Between Us

Kings of Leon – The End

Paul Smith – North Atlantic Drift

Vampire Weekend – Giving up the Gun

Blood Red Shoes – Colours Fade

Beach House – Lover of Mine

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Zurück zu den Wurzeln oder Home, Sweet Home

Zwei Jahre ist es her, dass Only By The Night von Kings of Leon einschlug wie eine Bombe. Unzählige Preise, unter anderem der verdiente Grammy für Use Somebody, haben die Band aus Nashville ganz nach oben katapultiert. Der Knackpunkt ist nun, den Erfolg mit dem fünften Album Come Around Sundown fortzuführen. KOL führen den rauhen Rocksound vom Vorgängeralbum fort, konzentrieren sich aber mit den Texten auf ihre Heimat. Die erste Single Radioactive mit den Zeilen It´s in the water where you came from macht allein deutlich, dass sich die Jungs wieder auf ihren Südstaaten-Sound besinnen. Radioactive ist natürlich die perfekte Auskopplung, die locker mit Sex On Fire von der Massentauglichkeit mithalten kann. Zwar ist das Video absolut (siehe Update) geschmacklos, aber der Song ist stark genug, um in die Charts nach oben zu kommen.

Auf Only by The Night haben sich die Jungs mit provokanten Texten und zum Stadion-Rock neigendem Sound ausgetobt, jetzt heißt es ernstere Töne anschlagen und im alten Country-Style bombastische Gitarrensounds reinhauen. The End ist komischerweise der erste Track des Albums und zugleich schon der beste. Caleb Followill, der beste Sänger im Rock-Business meiner Meinung nach, singt mit seiner markanten Stimme etwas von Heimatlosigkeit. This could be the end..`cause I ain´t got a home. Es wird auf den nächsten Liedern eindeutig, dass das Wort home eine sehr wichtige Rolle in den Songs einnimmt. KOL suchen wohl einen festen Platz im Leben nach all den Party-Exzessen mit ihrem vorherigen Über-Album. Trotzdem wirken die Beats noch mal dicker aufgetragen als sonst. Pyro wirkt ein wenig melancholisch, steht aber den Drum-Beats von OBTN in nichts nach

Ich bin kein Fan von Liedern, die den Titel Mary tragen. Irgendwie haben die mir nie gefallen. Das Mary von KOL gehört auch zu den schwächeren Tracks auf dem Album, fetzt aber ein fettes Blues-Gitarren-Solo raus. Da kommt wohl der alte Whisky trinkende Südstaaten-Junge in den Followill-Brüdern/Cousins zum Vorschein. Back Down South mit seinen Violinen-Klängen ist der Parade-Track von Come Around Sundown, der im alten Country-Stil von der Heimat erzählt. Die Söhne eines Wanderpredigers wollen mit ihrem neusten Album ganz klar zu alten Country-Blues-Traditionen zurückkehren. The Immortals ist eins der Highlights der Platte mit den sehr nachdenklichen Zeilen find out what you are, face to face, once you´ve had enough carry on, don´t forget to love ´fore you´re gone. Dazu Caleb Followills zähe Stimme und ein Kings-of-Leon-Klassiker ist geradezu geboren.

Der zweite Teil des Albums ist zwar noch Blues-lastiger, aber die großen Singles bleiben leider aus. Beach Side und Pony Up klingen schon fast etwas poppig und stehen im Gegensatz zum düsteren Klang von Only By The Night. Mi Amigo und Pick Up Truck lassen dann das Album mit langsamen Tönen ausklingen und erzählen von früheren Raufereien im kleinen Kaff. Die Platte fängt stark und abwechslungsreich an, gleitet aber leider etwas in den Standardmodus ab. Insgesamt aber ist Come Around Sundown ein guter Nachfolger, wenn es auch den Mega-Erfolg von 2008 nicht toppen kann.

Die Kritiker sind gespalten über das neueste Album der Kings of Leon. Manche sagen, es wäre ein zu aufgeblasenes Rock-Album, das absolut nicht an OBTN rankommt, andere sind begeistert, da es den Stil der älteren Alben vor 2008 wieder aufgreift.                            Festzuhalten ist, wer das letzte Album mochte, der wird auch am neuesten nichts auszusetzen haben. Die Band ist nun etwas gefestigt und vielleicht geht das nächste Album schon wieder in eine ganze andere Richtung. Die Nashviller sind wohl immer noch für eine Überraschung gut.

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Umstrittenes Video „Radioactive“ von Kings Of Leon

Kings Of Leon haben das Musikvideo zu ihrer ersten neuen Single „Radioactive“ vom Album „Come Around Sundown“ veröffentlicht. Und ich muss mich den Leuten anschließen, die das Video als übertrieben und nicht mehr rock´n´roll-like abfinden. Die vier Amerikaner wollen ja bekannterweise zurück zu ihren Wurzeln kehren, was Lyrics wie „Just drink the water where you came from“ eindeutig beweisen. Dass sie aber einen auf Messias mitten in einer Horde schwarzer Kinder machen müssen, wirkt einfach aufgesetzt und gestellt. In coolen Klamotten schreitet das Quartett mit Anhängsel über die Wiesen, lässt Drachen steigen, nimmt mit ihnen ein üppiges Buffet ein, drückt kleine Mädchen und alle sind ganz happy. Bitte? Dass sich Kings of Leon in der Realität vermutlich einen Scheiß für kleine, arme schwarze Kinder interessieren, spielt anscheinend hier keine Rolle. Die Band spielt pathetisch ihre Instrumente in einer Scheune und das Licht strahlt durch die Ritzen. Da passt der Bandname Kings Of Leon ja ganz gut.

Der Song ist an sich eigentlich ziemlich gut, typischer KOL-Style, aber wenn der Kinderchor einsetzt und den Refrain mitsingt, hörts auch da auf. Gab es  nicht eigentlich diese Story von Hotelzimmern voller Groupies und Kokain? Das mag irgendwie nicht so ganz zum neuen Heiligen-Image passen. Vielleicht, oder besser gesagt, hoffentlich ist dieses Video nur das einzige, was diesem Hang zum Friedensbringertum folgt. Ich mag die Kings Of Leon eigentlich und werde bestimmt auch ihr neues Album kaufen, aber dieses Video ist einfach nur übertriebener Müll. Das nächste soll bitte wieder ganz im Rock´n´ Roll Style gedreht werden, gerne auch mit Groupies und Drogen.

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