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3 Alben für jetzt

Es gibt ja so Tage – Tage, die man am liebsten mit genau passender Musik unterlegt. Solche Musik, die die vorhandene Stimmung verstärkt oder sich besser anfühlen lässt. Da ist es momentan mit einem Album nicht getan. Nach 3 Tagen Sommerfeeling steht das herbstliche 8 Grad-Schmuddelwetter wieder in den Startlöchern – da muss auch musikalisch etwas Abwechlung rein!
Wir schaffen Abhilfe – und präsentieren 3 Alben aus den den letzten zwei Monaten, die im Paket jeden dieser Stimmungswechsel abdecken und zum chillen, nachdenken oder feiern einladen.

listentothesoundofthelategreatfitzcarraldosThe Late Great Fitzcarraldos – Listen To The Sound Of The Late Great Fitzcarraldos

In Deutschland kam das Album der Dänen erst Anfang April raus – und läutete damit vorzeitig den Sommer ein. Chillige Beats, und verträumte Synthies lassen einen die Sonne genießen und sich irgendwo weit weg in eine Hängematte am Karibikstrand träumen. Gerade Topanga und auch Listen To The Sound bestechen dazu ebenfalls mit tropischen Rythmen, die sehr zeitlos klingen. Blue dagegen erinnert nicht nur wegen des Namens an Bobby Vintons Hit Blue Velvet. The Late Great Fitzcarraldos ist damit nicht nur ein sehr entspannendes, träumerisches Album gelungen sondern, wie schon der Bandname sowohl auf Kinskis Fitzcarraldo als auch auf F. Scott Fitzgeralds ‚The Great Gatsby‘ anspielt, auch ein zeitloses Spiel mit vielen Teilen moderner Popkultur gelungen. Somit kann man sich zum Semesterstart nur durch das Hören der Songs schonmal ganz wunderbar intellektuell fühlen – auch wenn man dabei ja nur in der Sonne liegt.

shoutoutlouds-opticaShout Out Louds – Optica
Verschiedenste Emotionen in ein Album zu packen war schon immer die große Stärke der Schweden. Und gerade mit ihrem neuen Album Optica stellt sich diese Stärke wieder besonders heraus, wobei hier eindeutig Elemente früherer Alben (besonders von Our Ill Wills) mit einigen neuer klingenden Synthieteilen vermischt werden. Ab und an findet man sogar einen tanzbaren Rhythmus, so zum Beispiel bei 14th of July oder Hermila, trotzdem wohnt den meisten Songs gleichzeitig eine gewisse Wehmut bei und auch die Texte stimmen einen auch immer wieder nachdenklich. So lässt sich auch der von hinter dem Fenster betrachtete Regen draußen sehr schön passend untermalen. Dass die Shout Out Louds bei ihren Aufnahmen ein super ausgestattetes Studio zur Verfügung hatten, in dem sie Optica selbst produzieren konnten, hört man an vielen kleinen musikalischen Spielerein immer wieder heraus – so ist es gerade die Vielseitigkeit, die einen das Album immer wieder hören und neu entdecken lässt.

hadouken_everyweekend Hadouken! – Every Weekend

„Each and every weekendWe spend it like the whole world’s ending.“
Mit ihrem dritten Album feiern Hadouken! das Partywochenende und starteten passend dazu kurz nach dem Release eine Hashtag-Aktion auf Twitter, bei der Fans ihre Partyfotos mit dem verlinken und mit dem Albumtitel taggen sollten – klare Ansage also. Wenn jetzt also immer pünktlich zum Wochenende der Regen einsetzt, lässt sich wenigstens mit Hadouken! hart dagegen antanzen. Passend dazu haben sie auch ihren Musikstil, der sowieso noch nie einduetig einem Genre zuzuordnen war, erweitert. Dubstep- und auch Drum’n’Bass Sounds wechseln sich ab, der charakteristische, vom Grime beeinflusste, leicht-aggressive Sprechgesang von James Smith, dem Kopf der Band, sind aber bei allen Songs weiterhin vorhanden und machen auch die Kollaboration mit Drumsound & Bassline Smith aus, die ebenfalls auf dem Album enthalten ist. Einziges Manko ist vielleicht die geringe Anzahl an ganz neuen Songs, von insgesamt 10 Songs plus 2 Bonustracks waren 5 schon innerhalb der letzten zwei Jahre veröffentlicht worden.

Dann wünschen wir jetzt schonmal viel Spaß beim reinhören – bei diesen drei Platten sollte für jeden etwas dabei sein.

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