Schlagwort-Archive: London

Kate Nash: „Girl Talk“ im Stream

Welche Veränderung hat diese Dame durchgemacht. 2007 war  Kate Nash noch das süße Girl Next Door mit dem charmanten Cockney-Akzent und leichten Pop-Songs. An „Foundations“ können wir uns ja alle noch gut erinnern. Drei Jahre später dann der Wandel. Haare sind ab, E-Gitarre verdrängt Akustik-Gitarre und rockiger Sixties-Pop steht Pate für „My Best Friend Is You“. Mit ihrer dritten Platte „Girl Talk“ hat sich Kate Nash nun endgültig vom süßen Pop-Image verabschiedet und zeigt ihre eigene Version vom Riot Girl. Fetzige Gitarren, schnelle Rhythmen und Nashs manchmal schriller Gesang hauchen dem Album die richtige Punk-Attitude ein. Rotzfreche Texte wie „Im a feminist, and if that offends you, then fuck you“ („All Talk“) auf dröhnenden Hooks preisen weiblichen Rock´n´Roll. Ach ja, und die Haare sind jetzt schwarz gefärbt.

„Girl Talk“ erscheint am 4. März und ist schon im Stream vorab zu hören.

http://www.tape.tv/vid/411031

Und hier das nette Video zur ersten Single „3 am“.

http://www.clipfish.de/musikvideos/artist/7631/kate-nash/

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Seventies-Krautrock made today: Toy

Sie könnten auch aus den 70ern stammen. Toy aus London stehen nicht nur auf lange Mähnen, sondern auch auf den psychedelischen Krautrock- Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger. Die fünf Jungs und Mädels sind gerade einer der heißesten Newcomer -Acts und haben am 10. September ihr gleichnamiges Debüt veröffentlicht. Düsterer Shoegaze, dröhnender Psychedelic-Pop und schrammeliger Krautrock versprechen den perfekten Trip. Dazu  noch die kühle Stimme von Sänger Tom Dougall, die den hohen Coolness-Faktor endgültig besiegelt. Von Bands wie Pink Floyd, Tangerine Dream und Kraan inspiriert sorgen Toy für ein Neuversion des Psychedelic-Rocks. Best-Buddies The Horrors sind bereits Fan (klingen ja auch sehr ähnlich).

Die Zwei-Track-EP mit „Left Myself Behind“ und „Clock Chime“ von 2011 gibt es auf der Facebook-Page zum kostenlosen Download: http://www.facebook.com/toy.band

Auf der Homepage läuft auch das komplette Album im Stream.

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Song der Woche # 68

Song der Woche diesmal von The Duke Spirit aus London. „The Step And The Walk“ ist eine Single aus ihrem zweiten Album „Neptune“ von 2008. Typisch guter Londoner Post-Rock.

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The xx: Neues Album im September

Auf diese Neuigkeiten haben wohl viele Indie-Fans sehnsüchtig gewartet. The xx haben ihr zweites Album „Coexist“ für diesen September angekündigt. Nach ihrem erfolgreichen Debüt wurde es erst mal still um das britische Trio. Nur live präsentierte es ein paar neue Songs als Vorgeschmackf für ihr neues Album. Die Platte wird laut Bandpage am 10. September erscheinen. Ob The xx ihrem minimalistischen Indie-Pop treu bleiben oder eine ganz andere Richtung einschlagen, bleibt abzuwarten. Die Antwort gibt es spätestens im Herbst.

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Vorgestellt: SPLASHH

Sweet Cherry Extraordinary, so heißt eine Zeile des Song All I Wanna Do von SPLASHH. Verspielt, hipp und sommerlich klingen die Tracks des Londoner Duos. Die vier Songs können auf bandcamp.com gestreamt werden. Ihre Musik bewegt sich zwischen Dream-Garage und Lo-Fi Punk. Quasi grob gesagt: Deerhunter meets Girls meets Best Coast plus roher Londoner Post-Punk Einschlag. Ideale Mp3-Player Musik für sommerliche Outdoor-Aktivitäten. Hört rein und dreht laut auf.

Hier das Video zu All I Wanna Do im Retro-Indie-Style – ohne viel Aufwand, deswegen so cool:

Mehr empfehlenswerte Bandcamp Bands gibt es hier:

We Are Trees: Melancholischer Lof-Fi Pop: http://wearetrees.bandcamp.com/

Blackbird Blackbird: Besser als Washed Out!: http://blackbirdblackbird.bandcamp.com/album/summer-heart

Bordeaux: Down Tempop-Chillwave aus Brooklyn: http://bordeaux-bk.bandcamp.com/album/high-shy

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S.C.U.M: Whitechapel Music Video

Psychedelic Post-Punk-Rocker S.C.U.M haben ihr Musikvideo zur zweiten Single Whitechapel veröffentlicht. Die fünf Londoner lassen ihre Schatten vor einer weißen Wand spielen, wobei psychedelische Effekte natürlich nicht fehlen dürfen. Wieder einmal dürfen wir die dramatischen Gesten von Sänger Thomas Cohen genießen und die langen Synthie-Sounds der Machines. Whitechapel ist zwar etwas poppiger als gewohnt, aber reiht sich in die sphärisch-mystischen Klangwände ein. Bassist Huw bewegt sich wirklich genauso wie sein großer Bruder Rhys von The Horrors. Sehr lustig.

Das Video gibt es zurzeit nur auf NOWNESS zu sehen, hier also der Link dazu.

Hier die Kurzversion auf YouTube:

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The Horrors: „Skying“- Aufbruch zu neuen Ufern

The Horrors sind eine markante Band- nach wie vor. Ob mit düsterem Goth-Rock (Strange House), Psychedelischem Krautrock (Primary Colours) oder poppigeren Klängen auf Skying – Der Horrors-Touch bleibt bestehen. Zunächst die tief hallende Stimme von Faris Badwan, die zwischen sanft-leise und laut-agressiv abwechselt. Die dröhnende Gitarre von Josh Hayward zeigt weiterhin Präsenz auf der Platte. Dazu kommt die Psychedelischen Effekte durch Keys und Synthesizer, die schon spätestens seit Primary Colours zum Markenzeichen der Band geworden sind. Wenn man so will, ist Skying nur der konsequente Weg ihrer Sound-Entwicklung. Ruhiger, Gelassener, Gemäßigter- Klingt zunächst auch automatisch schlechter,  ist bei den fünf Rockern aus London aber nicht der Fall.

Changing The Rain: Over closer through figures collide, open eyes to awake (…) Der Opener von Skying leitet schon dahin, was an der neuen Platte anders ist. Romantische Natur-Poesie in den Lyrics, gewaltige Keyboards-Effekte, mehr Instrumente. Im Intro von Changing The Rain dominieren die Tast-Instrumente und künstlichen Sounds. Badwans Stimme klingt viel ruhiger als auf den Platten davor und hat etwas Verspieltes.

You Said: Weiter geht es mit einer großen Portion Elektronik und klirrenden Sounds, eingebettet  in verträumten Klang-Wänden. Die ersten zwei Tracks sind sich ziemlich ähnlich. Als ob You Said die Fortsetzung von Changing The Rain wäre….

I Can See Through You: Grooviger Kraut-Rock mit Sixties-Einschlag (Cat´s Eyes lässt grüßen). Vielleicht ein Überbleibsel von Primary Colours. I Can See Through You ist textlich einfach gehalten und äußerst Single-verdächtig. I´ve got the church key, moving in the night (…) – hat was Mystisches.

Endless Blue: Längeres Techtelmechtel zwischen Bass und Trompeten. Man denkt, es geht so weiter, aber nach 2 Minuten kommt die 180 Grad Wende – It´s Time for Josh´s Guitar! Dröhnende Psychedelic Shoegaze vom Feinsten. Everything seems so far behind (…) in Endless Blue..Der Track wurde bereits im Sommer 2010 auf diversen Festivals gespielt und weist noch Einfluss vom vorherigen Album auf. Endless Blue ist definitiv einer der besten Tracks, gerade wegen dem überraschend abrupten Bruch nach der Hälfte des Liedes.

Dive In: Verträumte Natur-Poesie, musikalisiert mit poppigem 80er Verschlag- Eines der Lieder, die auf die Seite der „zugänglicheren Tracks“ gehören. Badwan singt wie eine leidender Liebender mit Phrasen wie she turned the wind, combed through her hair, like high notes tinkling furrows across the sky– Er sollte mal ein Buch mit Natur-Gedichten schreiben.

                                                                           So sah die Band noch 2007 aus – ganz ihrem Goth-Rock gerecht

Gruselig? Fehlanzeige – The Horros müssten sich eigentlich umbenennen

Still Life: Simple Minds hin oder her- Die erste Auskopplung aus Skying beweist, dass The Horrors reifer geworden sind. Ein größere Intrumenten-Zahl, weiche Elektro-Rhytmen und ausgeglichene Vocals. Still Life ist der Inbegriff von Aufbruch und neuen musikalischen Wegen. Don´t hurry , give it time, things are the way they have to be (..) Die Band ist anscheinend an sich gewachsen und weiser geworden. Vor vier Jahren sah das mit ihrem Schocker-Image aber noch ganz anders aus.

Wild Eyed: Verträumt-Minimalistischer Pop mit einem Badwan, der bisschen so klingt, also würde er eine Gute-Nacht Geschichte erzählen. Die Trompeten zum Ende hin geben dem Track einen feierliche Note. Wild Eyed ist ein Song, den man beim ersten Anhören leicht überhört, aber nach mehreren Malen einen ganz benebelt. Er ist leicht, groovig und geheimnisvoll- ein verstecktes musikalisches Juwel.

Moving Further Away: Der längste Track auf dem Album und von einigen als der beste bezeichnet. Moving Further Away trägt Grundzüge von Sea Within The Sea (Primary Colours). Der lange Instrumenten-Part in der zweiten Hälfte des Liedes versetzt den Zuhörer mit seinem ausschweifenden Synthie-Sound und Shoegaze-Riffs in Trance-ähnliche Zustände. Berechtigte Begeisterung.

Monica Gems: Klingt nach abgehacktem Dissonanz-Chaos, inspiriert von dem gleichnamigen Juwelier in London. In den Lyrics ist er zwar nicht erwähnt, aber laut Rhys Webb mag die Band einfach Namen in ihren Songtiteln.

Oceans Burning: Der Schluss-Track rundet die Platte bekanntlich ab. Oceans Burning schwelgt am Anfang als romantische Dreampop- Ballade zwischen lodernden Synthie-Tunes und hallenden Echos. It´s a joy to see you waiting there. Eine Psychedelische Reise über den brennenden Ozean. In den letzten zwei Minuten werden die Drums schneller und die Keys säuseln wie Wind um die Ohren. Oceans Burning vereint noch mal alles, was Skying zu bieten hat- endlos scheinende Synthie-Schleifen, klirrende Gitarren und tonmalerische Melodien.

Ohne Zweifel- The Horrors sind deutlich poppiger geworden. Ihr Psychedelic Shoegaze Sound ist immer noch präsent, aber auf gleicher Höhe mit Synthiepop-Parts. Die selbst produzierte Platte ist wohl das bis jetzt experimentellste Album, wenn auch das zugänglichste. Es bliebt zu hoffen, dass sie sich bei der nächsten Platte nicht ganz dem Mainstream zuschreiben. Die Zeiten der eigenwilligen Totengräber-Inszenierung sind vorbei und ist wohl Zeit, zu neuen musikalischen Sounds aufzubrechen. Den Briten ist aber zu vertrauen, dass sie trotzdem noch ihren eigenen, unkonventionellen Sound beibehalten.

Still Life Video

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Bombay Bicycle Club: „A Different Kind Of Fix“

Es gibt Neues von den Strebern unter den Musikern. Bombay Bicycle Club werden am 29. August ihr drittes Album A Different Kind Of Fix veröffentlichen. Jedes Jahr werden Fans von den vier Londonern mit neuer Musik versorgt. Vorbildlich. Mit ihrem Drittling kehren die Jungs wieder Richtung Indie Rock zurück und bescheren uns mit groovigen Gute-Laune Tracks. Jack Steadmans Stimme geht nach wie vor nicht aus dem Kopf und wertet die Stimmung sofort auf.

Einen Vorgeschmack auf den neuen Sound bot schon How Can You Swallow So Much Sleep, der auf dem Eclipse-Soundtrack erhältlich ist. Fazit: Ein überdimensionaler Ohrwurm und vieeeel zu gut für Twilight.

Die erste Single Shuffle ist Föhlich-Pop pur und man möchte auf dem Klavier mitklimpern. Groovig schön.

29. August bitte fett im Kalender anstreichen. Ihr bekommt wieder sehr gute Musik.

Tracklist:

How Can You Swallow So Much Sleep

Bad Timing

Your Eyes

Lights Out, Words Gone

Take The Right One

Shuffle

Beggars

Leave It

Fracture

What You Want

Favourite Day

Still

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Song der Woche # 24

S.C.U.M – das sind fünf Pychedelic-Rocker aus hip London, die derzeit mit The Kills auf Tour sind (Konzi-Bericht folgt bald). Ihr Sound lässt sich zwischen Art, Experimental, Post-Punk und Psychedelic einordnen – eine dröhnende Mischung ist Programm. Zwei Fakten sind besonders erwähnenswert.  Der Drummer ist eine Frau, die trotz schmächtiger Figur die Trommeln nur so platzen lässt. Zweitens ist der Bassist Huw Webb der kleinere Bruder von The Horrors´Rhys Webb, der ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Bassist in einer Rockband zu sein liegt wohl in der Familie. Der Sänger ist ebenso auffällig wie der Sound selbst. Mit groß geschwungenen Gesten haucht er verrucht ins Mikro. Die erste Single Visions Arise war 2008 ausverkauft. Der Song der Woche mit passendem Video ist aber Summon The Sound, Psychedelic-Geschweife vom feinsten. Eine Debütplatte soll ebenso bald erscheinen. Bitte die volle Dröhnung.

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