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Song der Woche # 73

Nach einem wieder wunderbaren Wochenende auf dem  Phono Pop Festival in Rüsselsheim, präsentieren wir euch PTTRNS, die Samstag Abend einen super Gig ablieferten. Experimental Dance und schwingender Afro-Pop sind das Erfolgsrezept der vier Kölner. Auch live ließen es die Jungs auf dem Phono Pop ordentlich krachen. Sie tanzten, sprangen und hatten wie das Publikum sichtlich Spaß. Besonders der Mix aus Falsett-Gesang und tiefen Vocals von Keyboarder Patrick und Bassist Daniel brachten immer peppige Abwechslung. PTTRNS sorgen für die richtige Sommerlaune und deswegen gibts den neuen Song der Woche „Powder Structures“ nun für euch.

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Urban Cone

Don’t leave footprints in the snow, footprints in the snow
Cause they will track you like a freak, track you like a freak

Indie-Electro-Rock nennen Urban Cone ihren Sound, der fast überall als DER neue Indie-Scheiß abgefeiert wird. Und das zurecht. Aus dm Indie-Hype Land Schweden kommend lassen die 5 Jungs nichts anbrennen und liefern von fast folkigen Balladen wie Black Ocean, über Indiepopsommerhits wie Urban Photograph und Freak bis zu Dancehits, wie das gerade erst auf Universal Sweden veröffentlichte Kings & Queens, alles ab, was das Indieherz begehrt.

2010 fanden sich die Stockholmer, die sich von der Schule kannten, als Band zusammen und warfen alle ihre jeweiligen musikalischen Einflüsse in einen Topf. Übers Internet verbreitete sich ihr Sound schnell, so dass sie schließlich bei Universal unter Vertrag genommen wurden und überdies mit Produzent Nille Perned (z.B. Kent) zusammenarbeiten durften.
In Deutschland dürfen wir Urban Cone dieses Jahr übrigens auch erleben, sie kommmen zum MS Dockville Festival und zum Phono Pop Festival.

Zu empfehlen sind außerdem noch die zwar schlichte, aber schön gemachte Homepage der Band, auf der es auch immer wieder Musikempfehlungen gibt, sowie das offizielle Video zur ersten Single Urban Photograph:

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Nada Surf auf dem Phono Pop 2012

Dieses Jahr lässt sich das Line-Up des Phono Pops wirklich sehen. Neben Warpaint sind nun auch Nada Surf bestätigt. Zwei Bandgrößen aus den USA auf einer Bühne! Das Alternative Trio hat im Februar sein neues Album The Stars Are Different To Astronomy veröffentlicht und ist derzeit auf Tour. Wann genau Nada Surf spielen, wird noch bekannt gegeben. Das Phono Pop findet am 20. und 21 Juli im alten Opel-Werk in Rüsselsheim statt.

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Warpaint auf dem Phono Pop 2012

Das Phono Pop Festival in Rüsselsheim hat einen ganz besonderen Headliner bekannt gegeben. Warpaint werden dieses Jahr ihren einzigen  deutschen Open-Air Auftritt hier in der Rhein-Main Region bestreiten. Letztes Jahr waren die 4 Mädels noch auf dem Southside/Hurricane und Haldern Pop unterwegs, jetzt besuchen sie das kleine Rüsselsheim. Eine wahre Sensation für die Fans hier aus der Umgebung. Wer es also letztes Jahr nicht geschafft hat, die coolen Girls zu sehen, sollte sich aufs beliebte Phono Pop machen. Es findet am 20. und 21. Juli wieder im Hof des alten Opel-Werks statt. In lockerer Atmosphäre spielen die Bands auf zwei Bühnen. Neben Warpaint sind schon das englische Duo Rue Royale und die österreichischen Rocker Steaming Satellites bestätigt. Weitere Acts werden zeitig bekannt gegeben. It´s Phono Pop Time!

Tickets erhaltet ihr bis 1. April noch für 32 Euro plus VVK-Gebühr. Danach beträgt der Preis 39 Euro.

http://www.phonopop.de/Phono_Pop/News.html

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Noch ein Geheimtipp: Das Phono Pop Festival – Tag 1 mit Bodi Bill und Hundreds

Letztes Wochenende führte uns unser guter Musikgeschmack zu einem echten Geheimtipp und einem sehr extravaganten Festivalort: das Phono Pop Festival, das im alten Opelwerk in Rüsselsheim stattfindet.
Zwei Bühnen, die kleinere Klangkantine und die größere Hauptbühne, aufgebaut auf den asphaltierten Transportwegen zwischen den früheren Fabrikgebäuden. Diese wurden abends dann mit Scheinwerfern be- und von innen ausgeleuchtet, so dass sich eine einmalige Atmosphäre entwickelte.
Eine Berichterstattung in zwei Akten.

I: Freitag

Am frühen Abend, als es noch hell und die Bands noch unbekannter waren, war noch nicht viel los auf dem Festivalgelände, so dass wir uns erstmal in Ruhe umschauten. Auf der Hauptbühne eröffnete um 19 Uhr die Rüsselsheimer Band Sweets For My Zebra. Ein etwas uninspirierter Auftritt einer typisch jungen „wir sind die Coolsten und zeigen das jedem“-Rockband, wie es sie wie Sand am Meer gibt.
Bereits an dieser Stelle ein lobendes Wort zum Zeitplan: Man konnte, wenn man wollte, jeden Act sehen, die Auftritte auf beiden Bühnen waren nie gleichzeitig sondern immer im Wechsel angesetzt.
Touchy MobDaher ging es dann mit Touchy Mob auf der kleinen Bühne weiter. Was sich dem Namen nach nach einer großen Gruppe anhört ist in Wirklichkeit ein Ein-Mann-Projekt, Ludwig Plath aus Berlin mit einem viel perfekteren Topfschnitt als Angela Merkel ihn je hatte und dazu einen an den Weihnachtsmann erinnernden Vollbart. Etwas verwirrt wirkte er da auf der Bühne, als er einzelne Musikfragmente, mal folkig mit der Gitarre mal elektronisch zusammenstückelte und nach der Hälfte seines Auftritts erklärte, dass jetzt der Soundcheck abgeschlossen sei. Alles irgendwie sympathisch, musikalisch blieb leider nicht viel hängen.

Der nächste Auftritt war dann allerdingsWho Knew bereits ein Highlight: In die isländische Indie-Kapelle Who Knew hatte ich schon vorher Erwartungen gesetzt, die dann noch übertroffen wurden. Ihr Powerpop ist wie geschaffen für eine tolle Show, sechs Leute auf der Bühne können schließlich ordentlich krach machen – aber das dann eben auch immer in schönen Melodien. Dazu die hohen Stimmen, das klang schon irgendwie besonders. Sänger Armann hüpfte herum wie ein Hobbit mit ADHS und versuchte immer wieder sein „deutsches Vokabular“ zu präsentieren: „Magst du Urlaub? Ich auch. Ein bisschen.“
Who KnewEinen Headbang-Wettbewerb gab es dann auch und die Siegerin gewann den exklusiven Who Knew-Jutebeutel. Dass die Isländer bereits im Jahr vorher begeistert haben müssen, konnte man sich sehr gut vorstellen, und dass sie deshalb ihr erstes „Upgrade“ erhalten hatten und sie in diesem Jahr auf der Hauptbühne spielen durften, schien sie sehr stolz zu machen.
Aus irgendeinem Grund bekammen wir vom folgenden Auftritt der Future Islands kaum etwas mit, weshalb zu ihnen auch nichts sagen kann.
Entgegen normaler Festivaltraditionen war DER Headliner an diesem Abend nicht als letztes dran, die Veranstalter hatten sich zum Glück aus dramaturgischen Gründen dazu entschieden, Junip zeitlich vor den Elektrogruppen Hundreds und Bodi Bill auftreten zu lassen.Junip

Die Band um Sänger José Gonzales spielten ein wirklich schönes Liveset aus melancholisch-schönen Songs, die auf die Dauer zwar ein wenig monoton wirkten, andererseits auch irgendwie zum Träumen einluden.
Daher waren wir danach auch ein wenig müde, wurden vom folgenden Auftritt aber wieder aufgeweckt.
Hundreds, das Elektro-Geschwisterduo aus Hamburg, enterten die Klangkantine zusammen mit zwei zusätzlichen Drummern. Philip setzte sich ganz zurückhaltend an den LaptopHundreds und das Keyboard, während Eva, in einen schwarzen Umhang gehüllt, die Show gestaltete. Und diese ist dann auch ziemlich einrucksvoll durch Evas besondere Stimme, ihre Bewegungen zu den Lichteffekten, die Klaviermelodien und die Beats dazu. Einerseits partymäßig abgehend, andererseits aber auch melancholisch-betörend. Die perfekte Mischung also.
Als krönenden Abschluss des Abends gab es auf der Hauptbühne dann die Berliner Elektrocombo Bodi Bill. Passend diese Reihenfolge, ihre letzte Tour absolvierten Bodi Bill und Hundreds ja auch schon gemeinsam.
Die drei Jungs sind live jedenfalls ein ziemliches Phänomen: Sie präsentieren sich eigentlich nicht nur als einfache Band sondern sind eigentlich schon eher so etwas wie Performance-Künstler. Live funktioniert einfach jeder Song, auch wenn er auf Platte vielleicht unspektakulär klingt. Denn die Show gibt den Mehrwert. Videoprojektionen auf der Leinwand, wechselnde Instrumente und Standorte der drei Bandmitglieder und sehr abgefahrene Kostüme und Requisiten – das sind die Elemente, die eine Bodi Bill – Performance ausmachen.bodi bill
Stärkere Beats bringen das Publikum zum Tanzen, doch auch ruhige Songs wie Garden Dress, das sich hauptsächlich durch das schöne Geigenspiel auszeichnet, finden ihren Platz im Liveset. Gerade auch diese musikalische Vielseitigkeit macht Bodi Bill so besonders, man kann sie gar nicht auf reine Elektromusik festmachen, da musizieren sie auf dem Laptop, auf der schon erwähnten Geige, aber auch der E-Gitarre im fliegenden Wechsel oder gleichzeitig. Bleiben gleichzeitig bodenständig und publikumsnah, darüber hinaus dann auch geheimnisvoll, denn was es mit einigen der Videobotschaften auf der Leinwand oder den Kostümierungen auf sich hat, kann nur spekuliert werden. Ein großer Knochen oder ein Steinkostüm – wollen sich die Berliner als Geschichtslehrer geben? Oder wird dort vielleicht Stanley Kubricks Meisterwerk 2001: A Space Odyssey zitiert, auch wenn die Steinverkleidung aus Pappmaché optisch ziemlich wenig Gemeinsamkeiten mit dem glatten schwarzen Monolithen aus dem Film hat. Man weiß es nicht, doch es hat natürlich deshalb seinen besonderen Reiz. Zum Schluss gab es I Like Holden Caulfield, diesmal eindeutig eine Anlehnung an The Catcher in the Rye von J.D. Salinger, aber auch ein ziemlich guter Partysong. Und somit der gelungene Abschluss des ersten Festivalabends.

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Phono Pop Club mit Abby

Phono Pop – das ist ein inzwischen ziemlich präsenter Veranstaltungsname in der Rhein-Main Region. Eigentlich handelt es sich dabei ja um ein wachsendes Indiefestival aus Rüsselsheim – doch einmal im Monat präsentiert die Crew dieses Festivals eine Party-Veranstaltung im Wiesbadener Schlachthof: den Phono Pop Club. Diesmal gab es als nettes Zubrot ein Konzert der Mannheimer Band Abby.
Von denen hatte ich zuvor mal etwas gelesen und mir über die offizielle Homepage den Song Evelyn runtergeladen, der mir auch ganz gut gefallen hat – und deshalb ließ ich mich auch nicht von den negativen Kommentaren zu der Band in den kostenlosen Musikzeitschriften Intro und unclesally’s abschrecken. Aber vielleicht lag es daran, dass meine Erwartungen nicht unbedingt besonders hoch waren…

Ein bisschen blöd war zu dann Beginn die offensichtlich schon obligatorische Wartezeit von einer Stunde aber dann wurde es doch ziemlich gut. Denn die fünf Jungs erwiesen sich als leidenschaftliche Musiker  mit einem abwechslungsreichen Songrepertoire. Ihre Indierock Songs mit Electro-Elementen brachten jeden im Raum mindestens zum Mitwippen und bestachen außerdem durch längere Shoegazingparts und den kreativen Einsatz „unkonventioneller“ Instrumente wie einem Cello oder einer Blockflöte. Und wenn sich Sänger Filou schon vor dem Applaus bedankt – wohl einfach fürs Zuhören – und er und die restlichen Bandmitglieder teilweise mit geschlossenen Augen sich ganz der Musik hingeben und schlussendlich fast das Schlagzeug in Stücke schlagen, dann kommt das richtig sympathisch rüber und zeigt, dass da echte Vollblutmusiker am Werk sind.  Im Endeffekt war das Konzert so viel besser als die Party hintendran.
„Egale Musik für während-man-schläft“? – Weit gefehlt, Intro!


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