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Mit Beach Fossils vom ewigen Sommer träumen

Es ist wieder kälter geworden, doch das soll nicht dazu führen, dass wir nur noch düster-melancholische Depri-Musik hören. Bald ist wieder Frühling und ehe man sich versieht, steht der Sommer vor der Tür. Und was könnte besser zu dieser Jahreszeit passen als träumerischer Surf-Rock wie der von Beach Fossils. Die vier Jungs aus New York schweben auf einer Linie mit The Drums, die zur gleichen Zeit ihr Debüt im Mai 2010 veröffentlichten. Jonathan und Co. waren der Hype 2010 und haben leichten Fifties-Pop zu einem riesen Erfolgs-Genre in der Indie-Szene gemacht. Die Welle schwappt auch in diesem Jahr weiter. Immer mehr Bands greifen zu alten Rock´n´Roll-Sounds und mixen diese mit frischen Melodien, die an Strand, Sonne und Palmen erinnern. Best Coast sind ein weiteres Beispiel für die Hommage an  Größen wie den Beach Boys. Dabei klingt der eine etwas poppiger als der andere oder greift zu raueren Gitarren-Riffs.

Gerade in den USA und Canada ist Lo-Fi Musik, die mit einfachem technischen Equipment aufgenommen wird, weit verbreitet. Damit wird der typische alte Sound von Bands aus den 60ern erzeugt, deren Aufnahmemethoden nicht auf dem neusten Stand wie die von heute waren. Die Retro-Klänge von Beach Fossils schwelgen in  dieser Zeit des Surf-Pops und konzipieren sorglose Harmonie mit einem etwas rauen Schliff. Titel wie Lazy Days, Vacation oder Daydream deuten schon auf die Thematik ihres gleichnamigen Debüts hin. Faul in der Sonne liegen und das Leben genießen. Manche Songs sind etwas ernster, andere wie das wunderbare The Horse sprühen vor leichter Fröhlichkeit.  Auch auf der neusten EP What a Pleasure (22.2.11 Release) treffen  hohe, minimalistische Töne der E-Gitarren auf den etwas melancholischen Gesang des Sängers. Anders als bei The Drums kreiert die Lo-Fi Technik einen Sound, der mehr aus der Ferne klingt und stärker Rock-Elemente verwendet.

Die „Strandfossilien“  erwecken den Traum vom ewigen Sommer. Doch der geht irgendwann auch mal zu Ende. Das Schöne ist aber, dass man diese Musik zu jeder Zeit und an jedem Ort hören kann, ohne dass man das Gefühl verliert, an einem langen Strand irgendwo an der einer amerikanischen Küste zu sein. Ich laufe schon gedanklich am kühlen Wasser entlang.

The Horse aus Beach Fossils (2010)

The Youth aus Beach Fossils

Calyer aus What a Pleasure (2011)

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Song der Woche # 14

Happy Birthday to you, happy birthday… Ja es gibt eine Band, die sich Happy Birthday nennt und auch so ihr Debütalbum betitelt. Kyle, Chris und Ruthie aus Vermont machen durchgeknallten Indie-Rock mit Hang zum 6o-er Pop a la Beach Boys. Die schräge Stimme des Sängers, der sich auf den Tracks die Seele aus dem Leib brüllt und irgendwie ein bisschen an Tom Waits erinnert, passt dennoch gut zu dem ungeschliffenen Sound des Trios. Ich habe mir mal Cracked ausgesucht, das als ein gewaltiger Gitarrenkrach in extremer Schieflage beschrieben werden kann. Ein Crazy Sound-Chaos. Kein Wunder, dass Devendra Banhart schon zur Fangemeinde gehört.

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Jetzt sind die Katzen dran: Neues Video von Best Coast

Sängerin Bethany Cosentino hat uns ja alle zu Katzen-Liebhabern gemacht. Seit dem Debüt Crazy For You mit Beths Katze Snacks auf dem Cover, sind die Miezen allerseits beliebt. So ist nun offensichtlich, dass in Best Coasts Video zur zweiten gleichnamigen Single die Katzen die eigentlichen Hauptakteure sind. Denn die drehen lustigerweise das Musikvideo und geben Anweisungen. Kurz gesagt, einfach ein süßes Video.

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