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Neues Horrors-Album im Juli

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Update für alle Horrors-Fans. Am 11. Juli gibt es das neue Album Skying zu kaufen und man darf vorab den Track Still Life anhören. Schließt man von diesem Track auf den Stil des Albums, so haben sich The Horrors ganz schön gemäßigt. Wo das Debüt Strange House noch von chaotischen Grusel-Riffs geprägt war, schlug Primary Colours schon mehr auf die Schön-Pop-Ebene mit psychedelischem Touch ein. Skying setzt wahrscheinlich in den Arrangements der Songs noch einen drauf. Still Life verwendet mehr Synthie und ist kein bisschen fetzig und rockig. Die Lyrics bestehen fast nur aus Wiederholungen und alles klingt schön harmonisch. Was ist bloß los mit den Rockern? Warum wollen alle am Ende nur noch schnulzigen Elektro-Rock/Pop machen? Einen endgültigen Beweis gibt es jedenfalls im Juli. Vielleicht hat Skying noch was Fetziges zu bieten.

Tracklist von Skying:

‚Changing the Rain‘
‚You Said‘
‚I Can See Through You‘
‚Endless Blue‘
‚Dive In‘
‚Still Life‘
‚Wild Eyed‘
‚Moving Further Away‘
‚Monica Gems‘
‚Oceans Burning‘

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The Wombats: Anti-D Video

The Wombats sind auf einmal so ernst geworden. Wo bleibt der super gut gelaunte, schnell fetzende Indie-Pop? Nach Jump into the Fog ist nun Anti-D dran, das noch dramatischer wirken soll als alles andere zuvor. Die Band hatte schon immer ein Hang zum Pathetischen in ihren Videos und das neuste  ist der Beweis schlechthin. Der Sänger lässt sich schön von allen möglichen Gestalten feiern und wimmert das Lied runter. Die Streicher bieten die dramatische Begleitung bei dieser Ballade.

Auf der einen Seite werden auf This Modern Glitch mehr Synthies verwendet, was das ganze noch mehr vom Rock entfernt, andererseits machen die drei Engländer auf ernstere Miene. Reifer Synthie-Pop also? Ich bin gespannt, ob die anderen neuen Tracks etwas fröhlicher und peppiger sind. Die erste Single Tokyo (Vampires & Wolves) ähnelt ja noch am ehesten den Vorgänger-Liedern.

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Chikinki: Album Nummer 5 im März

www.myspace.com/chikinki

Es hat sich also als wahr erwiesen. Chikinki, die Synthie-Pop-Poeten aus Bristol, werden der Welt am 18. März  Bitten präsentieren, ihr fünftes Studioalbum. Es ist lange Zeit ruhig um die fünfköpfige Band gewesen, die sich 2007 mit Brace, Brace endgültig in die Elektrobeat-Pop- Liga katapultiert hat. Bis vor kurzem gab es noch gar keine richtigen Informationen zu einem möglichen neuen Album. Jetzt sind schon Sampler von 2 neuen Songs auf MySpace hochgeladen. Einer davon heißt Bitte Bitte, der vielleicht von den Berliner Studioaufnahmen inspiriert war. Die schweren Synthie-Tunes fehlen jedenfalls auch diesmal nicht. Also erstens, 18. März ab in den nächsten CD-Laden und zweitens, ein Ticket für eins der unten genannten Tourdaten sichern.

26.4.2011 – Berlin, Postbahnhof
27.4.2011 – München, 59:1
28.4.2011 – Köln Gebäude 9
29.4.2011 – Hamburg, Indra

Der Hit von 2007: You Said

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Viel zu großer Hype um zu wenig

Ich habe ja eigentlich nichts gegen Bands, die sich an der Musik der 80er orientieren und poppige Elektro-Beats in ihren Sound mischen. Da der Trend eh leider immer mehr Richtung Synthesizer und Co. geht, muss man sich wohl früher oder später mit dieser Musik auseinandersetzen. Übertrieben wird es jedoch, wenn zwei Herren in maßgeschneiderten Anzügen, gegelter Kurzhaarfrisur und mit einem pathetischen Gesichtsausdruck der neue Schrei im Musikbusiness sein sollen. Hurts, so nennt sich das Pop-Duo aus Manchester, das mit ihrem Synthie-Pop die Herzen der Musikredakteure von Intro und Musikexpress im Sturm erobert hat. Die Band gibt selbst als große Vorbilder Depeche Mode an, was man unweigerlich schnell heraushört. Sind sie nun ein Abklatsch der großen Pop-Band der 80er oder haben sie mit ihrem Album „Happiness“, ironischerweise gar nicht passend zum Bandnamen, einen neuen Sound des Jahrzehnts geschaffen? Nun, die Lead-Single „Wonderful Life“ kling ja ganz nett, schmalzige Stimme singt etwas von Lebensoptimismus und die Drum-Machine haut die Synthie-Beats rein. Und alles ganz schlicht und einfach. Ein Track in dieser Art ist vollkommen in Ordnung, ein ganzes Album aber davon unerträglich. Allein schon die melancholische Schnulz-Stimme von Theo Hutchcraft, der über den tieferen Sinn des Lebens philosophiert, ist ziemlich nervtötend und wirkt aufgesetzt. Unglaubwürdig scheint hier folgendermaßen das richtige Adjektiv zu sein, um Hurts zu beschreiben. Dieses snobistisch angehauchte Image, das die Band pflegt, ist natürlich von Anfang an komplett durchdacht und diese ganze Schlichtheit von der Kleidung bishin zum schwarz-weißen Albumcover soll künstlerischer Purismus sein. Schön und gut, aber wirklich identifizieren kann man sich damit nicht, vor allem die Jugend, die  doch eher  in Röhrenjeans und Chucks gekleidet abpogen will. Hurts sind zu ernst, zu gestylt und zu dramatisch, um wirklich als das neue „Indie“ bezeichnet werden zu können. Die Musikindurstrie sucht zwar immer nach einem neuen Sound, nach einem neuen Trend, doch altes bewährt sich oftmals. Diesem Schnulz-Pop mit dem Hang zum eloquenten Tiefsinn wird viel zu viel Bedeutung zugetragen und ist nichts Neues, siehe Depeche Mode. Da ist mir die zwanzigste Indierock-Band, die leicht und locker in abgewezten Jeans und Turnschuhen authentisch etwas vom letzten Herzschmerz singt, doch zehnmal lieber als dieser Pseudo-Elektro!

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