Schlagwort-Archive: The Drums

Jonny Pierce Solo

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Schon gesehen? The Drums – Frontmann Jonny Pierce will dieses Jahr ein Solo-Album rausbringen. Davon gibt es auch schon einen Song – „I Didn’t Realize“, eine melancholische Synthipop-Nummer. Wobei Pierces Stimme mit ihren hohen Ausreißern, wie man sie von den Song von The Drums gewohnt ist, sich nicht so ganz einfügen mag.
Aber hört selbst:

 

 

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Listen 2011

Alles, was dieses Jahr musikalisch gut war, haben wir hier mal in Listen gepackt – allerdings nicht in Reihenfolge geordnet, da das wieder in Mord und Totschlag geendet hätte, bis wir uns mal einig geworden wären.

Songs

Digitalism – 2 Hearts
Kasabian – Switchblade Smiles
Metronomy – The Bay
Washed Out – Amor Fati
Kasabian – Days Are Forgotten
The Rapture – How Deep Is Your Love?
The Black Keys – Lonely Boy
The Drums – Money
Kakkmaddafakka – Your Girl
FM Belfast – Vertigo
Sin Fang – Fall Down Slow
Gotye – Somebody That I Used To Know
M83 – Midnight City
Gypsy & the Cat – Jona Vark
Metronomy – The Look
Fleet Foxes – Sim Sala Bim
M83 – Reunion
Bombay Bicycle Club – Lights Out, Words Gone
Cat’s Eyes – Face In The Crowd
Lana Del Rey – Born To Die
The Horrors – I Can See Through You
Wild Beasts – Bed Of Nails
S.C.U.M – Days Untrue
Austra – Beat & Pulse
Anna Calvi – No More Words
Atlas Sound – Te Amo
Washed Out – Eyes Be Closed
The Kills – Nail In My Coffin
French Films – Pretty in Decadence
Big Deal – Chair


Alben

Kasabian – Velociraptor
bombastisch, mitreißend, verwegen, explosiv

Washed Out – Within Without
entspannt, hallend, träumerisch

Kakkmaddafakka – Hest
fröhlich, lustig, Partystimmung

Sin Fang – Summer Echoes
sphärisch, Sommer, ruhig, experimentell

French Films – Imaginary Future
schwerelos, nachdenklich, Surf, poppig

The Horrors – Skying
psychedelisch, Synthie, geheimnisvoll, Natur-Lyrics

Bombay Bicycle Club – A Different Kind Of Fix
sanft, melodiös, tiefgründig,

Cat’s Eyes – Cat’s Eyes
retro, düster, multi-instrumental, abwechslungsreich

The Kills – Blood Pressures
dreckig, laut, edgy, Blues, rockig

Wild Beasts – Smother

atmosphärisch, sinnlich, melodiös, ruhig

Videos

Coldplay – Paradise

FM Belfast – Vertigo

Lykke Li – Sadness Is A Blessing

French Films – You Don’t Know

Metronomy – She Wants

Kasabian – Re-Wired

The Horrors – Still Life

Emily & The Woods – Steal His Heart

Fleet Foxes – Grown Ocean

Summer Camp – Down

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The Drums: „Money“ Video

Zum Glück konnten wir aufatmen, als wir Money hörten, die neue Single aus Portamento (12.September 2011 Release). The Drums Don´t go Electro- vorerst. Jetzt gibt es auch das Video zur ersten Single, die wieder ein Ohrwurm par Excellence ist. In ihrer Heimatstadt New York City gefilmt, spazieren Jonathan, Connor und Jacob durch die Straßen und strahlen nach wie vor diese lässige Fifties-Attitude aus. Nach Adam Kesslers Ausstieg letzten Jahres machten die drei trotzdem weiter, nur mit Änderungen bei den Intrumentenbesetzungen. Connor ist statt am Schlagzeug jetzt an der Gitarre und Jacob bedient den Synthesizer. Letztere bedeutet wohl doch, dass The Drums mit elektronischen Klängen liebäugeln. Spätestens am 12. September werden wir es herausfinden.

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The Drums: Und jetzt gibt’s auch die erste Single

The Drums
http://www.thedrums.com

Money heißt sie, die Single der Drums, die jetzt doch ziemlich schnell nach der Ankündigung zum neuen Album Portamento veröffentlicht wurde. Und alle Befürchtungen, die zumindest ich nach diesem zwar stimmungsvollen, aber so gar nicht „The Drums-haftigen“, Promovideo hatte, waren gar nicht nötig: Money klingt noch ziemlich wie The Drums. Weder ist irgendein Minimalbeat zu hören, noch ist der Text großartig ausschweifend und kompliziert geworden. Johnny Pierce singt zwar teilweise etwas kehliger und ein bisschen tiefer als vorher, doch auch sehr hohe Parts sind nach wie vor vorhanden (was ein bisschen erstaunt, wenn man sich mal Live Videos der Drums anschaut, wo Pierce total anders und eigentlich gar nicht hoch singt). Der Refrain erinnert ein bisschen an Best Friend vom alten Album und der Text ist simpel wie in Let’s Go Surfing – eigentlich geht es nur darum, dass er kein Geld hat um jemandem etwas zu kaufen. Die schönen, sommerlichen Gitarrenmelodien sind auch wieder vorhanden, ein bisschen melancholisch ist der Song auch, aber eben nicht zu sehr. Ich muss sagen, wenn Bands sich weiterentwickeln ist das ja auch schön und gut, aber schlussendlich mag man von einer Band ja auch gerne das hören, was einem gefällt. Und mir gefällt Money nach dreimaligem Hören richtig gut!
Hoffentlich wird das Album auch in diese Richtung gehen!

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French Films mit dem Soundtrack für eine Mittsommernacht

http://www.myspace.com/frenchfilmsofficial

Wie wir bei Satellite Stories ja schon festgestellt haben, gibt es inzwischen auch in Finnland, dem Metal-Land schlechthin, junge aufstrebende Indiebands, die sich gar nicht so „typisch finnisch“ anhören. French Films aus Helsinki sind eine dieser Bands, die sich viel mehr an  The Drums orientieren. Das ist zum einen der Style mit den auf alt gemachten Fotos, zum anderen natürlich die Musik. Ebenso wie bei The Drums klingen die verspielten, hallenden Gitarren verträumt und sommerlich. Trotzdem sind French Films nicht einfach eine Kopie der letztes Jahr so erfolgreichen amerikanischen Band. Besonders gesanglich unterscheiden sie sich dann doch sehr, da dieser viel tiefer ist und deshalb eher an Joy Division oder Interpol erinnert. Zugegebenermaßen gefällt mir persönlich gerade das nicht so gut, da ich höhere Stimmen bevorzuge, aber das ist ja eben doch sehr subjektiv.
Insgesamt betrachtet bilden  die einerseits fröhlichen, andererseits sehnsuchtsvoll in die Ferne blickenden vier Songs auf der EP Golden Sea den perfekte Soundtrack für eine Mittsommernacht, womit dann doch die finnische Herkunft passt.

Sehr schön anzusehen ist das Video zur Single Golden Sea, das ebenfalls Fröhlichkeit und Sehnsucht in schönen Farben – und natürlich auf alt gemacht – vermittelt:

Das meiner Meinung nach beste Lied der EP ist Lift Me Up:

Dass die Band im Kommen ist merkt man daran, dass sie bald einige Konzerte im Ausland, darunter auch in Deutschland, spielen werden. Die Daten:

20. Mai – Berlin – Postbahnhof
21. Mai – Berlin – Privatklub
22. Mai – Stuttgart – Keller Club
28. Mai – Köln – Weekdays

Ich bin mir sicher, von der Band werden wir in Zukunft noch mehr hören!

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Mit Beach Fossils vom ewigen Sommer träumen

Es ist wieder kälter geworden, doch das soll nicht dazu führen, dass wir nur noch düster-melancholische Depri-Musik hören. Bald ist wieder Frühling und ehe man sich versieht, steht der Sommer vor der Tür. Und was könnte besser zu dieser Jahreszeit passen als träumerischer Surf-Rock wie der von Beach Fossils. Die vier Jungs aus New York schweben auf einer Linie mit The Drums, die zur gleichen Zeit ihr Debüt im Mai 2010 veröffentlichten. Jonathan und Co. waren der Hype 2010 und haben leichten Fifties-Pop zu einem riesen Erfolgs-Genre in der Indie-Szene gemacht. Die Welle schwappt auch in diesem Jahr weiter. Immer mehr Bands greifen zu alten Rock´n´Roll-Sounds und mixen diese mit frischen Melodien, die an Strand, Sonne und Palmen erinnern. Best Coast sind ein weiteres Beispiel für die Hommage an  Größen wie den Beach Boys. Dabei klingt der eine etwas poppiger als der andere oder greift zu raueren Gitarren-Riffs.

Gerade in den USA und Canada ist Lo-Fi Musik, die mit einfachem technischen Equipment aufgenommen wird, weit verbreitet. Damit wird der typische alte Sound von Bands aus den 60ern erzeugt, deren Aufnahmemethoden nicht auf dem neusten Stand wie die von heute waren. Die Retro-Klänge von Beach Fossils schwelgen in  dieser Zeit des Surf-Pops und konzipieren sorglose Harmonie mit einem etwas rauen Schliff. Titel wie Lazy Days, Vacation oder Daydream deuten schon auf die Thematik ihres gleichnamigen Debüts hin. Faul in der Sonne liegen und das Leben genießen. Manche Songs sind etwas ernster, andere wie das wunderbare The Horse sprühen vor leichter Fröhlichkeit.  Auch auf der neusten EP What a Pleasure (22.2.11 Release) treffen  hohe, minimalistische Töne der E-Gitarren auf den etwas melancholischen Gesang des Sängers. Anders als bei The Drums kreiert die Lo-Fi Technik einen Sound, der mehr aus der Ferne klingt und stärker Rock-Elemente verwendet.

Die „Strandfossilien“  erwecken den Traum vom ewigen Sommer. Doch der geht irgendwann auch mal zu Ende. Das Schöne ist aber, dass man diese Musik zu jeder Zeit und an jedem Ort hören kann, ohne dass man das Gefühl verliert, an einem langen Strand irgendwo an der einer amerikanischen Küste zu sein. Ich laufe schon gedanklich am kühlen Wasser entlang.

The Horse aus Beach Fossils (2010)

The Youth aus Beach Fossils

Calyer aus What a Pleasure (2011)

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Lieblingssongs 2010

Auf die Top of the Blog folgen nun die besten Songs 2010. Da es unmöglich ist, eine Reihenfolge festzulegen, präsentieren wir einfach die besten zwanzig Songs aus diesem musikalisch wertvollen Jahr.

Arcade Fire – Ready To Start

The Drums – Forever & Ever Amen

Two Door Cinema Club –  Costume Party

MGMT – Flash Delirium

Hadouken! – Rebirth

Kashmir – Still Boy

Jónsi – Sticks & Stones

Shout Out Louds – Fall Hard

FLL – The Esplanade

Nada Surf – Evolution

Foals – Blue Blood

Warpaint – Bees

We  are Scientists – Nice Guys

Best Coast – Each & Every Day

The Dead Weather – The Difference Between Us

Kings of Leon – The End

Paul Smith – North Atlantic Drift

Vampire Weekend – Giving up the Gun

Blood Red Shoes – Colours Fade

Beach House – Lover of Mine

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Soundtrack für 2010: Die besten Alben

Es ist schon schwierig genug, eine Liste für sich selbst zusammenzustellen, aber sich zu zweit auf eine Top Ten Liste zu einigen, ist fast unmöglich. Damit wir Weihnachten nicht im Krankenhaus verbringen, haben wir uns zusammengesetzt, um in einen vernünftigen Dialog zu treten, wie zwei erwachsene Menschen das so zu tun pflegen. Ja genau. „Ich find das aber echt am besten.“ – „Boah ne ey, das geht ja gar nicht“ – „Ach, du hast doch keine Ahnung ey!“…..

Also nach fast endlosen Nächten der Diskussion konnten wir uns auf einen Kompromiss einigen.

Ladies and Gentlemen, we present our Top Ten of 2010:

1. The Drums: The Drums

Sonja: Ganz am Anfang musste ich mich mit dem Album erstmal anfreunden, aber inzwischen finde ich es eigentlich echt das Beste von 2010. Ist eben schon was ganz Anderes, so neu und alt gleichzeitig. So schön sehnsüchtig.

Lara: Let´s Go Surfing war das erste Lied, was ich kannte und ich habe es rauf und runter gehört. Dann wurden die anderen Lieder ebenfalls zu Ohrwürmern und The Drums ist echt eins der besten Werke ( zwar nicht mein Favorit ^^ ) von 2010. Sehr individueller Musikstil und so herrlich retro.

2. Foals: Total Life Forever

Lara: Jaaaaaa, wenigstens auf Platz zwei, dank der lieben Sonja, die so gnädig war und das Album auf diesem Platz duldet. Meine absolute Nummer eins von diesem Jahr. Geile Band, geiler Sound, einfach coole Lieder, die mich immer an Sommer erinnern, weil ich mich damals am Album fast tot gehört habe^^. Ich liebe Foals einfach!

Sonja: Aah, scheiß Foals. Total überbewertet. Viel zu langweilige Songs und der Gesang ist ja mal absolut schrecklich. Ich bin eingeschlafen, als ich das Album zum ersten Mal gehört habe. Ehrlich, das ist kein blöder Spruch ich bin wirklich eingeschlafen. Das sagt ja wohl mal alles.

3. Two Door Cinema Club: Tourist History

Sonja: Zugegeben, die Songs hören sich alle ziemlich gleich an. Aber dafür ist auch jeder Song stark und die Fröhlichkeit ist richtig mitreißend. Macht einfach immer Spaß zu hören. Lief bei mir eine Zeit lang in Dauerschleife.

Lara: Ich kann mich nur anschließen. Alle Lieder sind zwar ziemlich ähnlich, aber sie sind eben auch super Indie-Pop Hymnen. Ich fand die Musik sofort cool und höre immer wieder gerne die fröhlichen Tracks.

4. MGMT: Congratulations

Lara: MGMT ist spätestens seit „Kids“ ein Muss für den MP3 Player und das Coole beim zweiten Album ist, dass es als nicht-kommerzielles Album geplant war, das nicht die großen Über-Singles beinhaltet. Stimmt, aber die Lieder haben trotzdem noch einen hippen Touch und obwohl kein Funken Elektro mehr vorhanden ist, kann es trotzdem mit dem Debütalbum mithalten, finde ich.

Sonja: Hätte ich einen Plattenspieler wäre glaube ich Congratulations die erste LP die ich mir dafür kaufen würde. Überzeugt als komplettes Album – wie von der Band ja auch beabsichtigt. Ziemlich psychedelic und deshalb so cool.

5. Shout Out Louds: Work

Sonja: Ich hab die Shout Out Louds erst dieses Jahr wirklich entdeckt und daher auch die alten Alben erst dieses Jahr kennengelernt – dagegen fällt Work meiner Meinung nach ein bisschen ab, aber es ist trotzdem ein echt schönes Indierock-Album.

Lara: Shout Out Louds habe ich anfangs nicht wirklich gekannt und auch nicht so gemocht. Als wir sie aber auf dem South Side gesehen haben, fande ich sie live echt cool und hab mir noch mal paar Lieder angehört. Das neuste Album mag ich am liebsten, weil die meisten Lieder echt schön melancholisch sind, teils aber auch gute Laune machen. Auf Musik aus Schweden ist halt immer Verlass.

6. Hadouken!: For The Masses

Sonja: Ich muss sagen, man kann zu Hadouken! sagen was man will (oberflächliche Texte, zu sehr am jugendlichen Mainstream orientiert), aber ich finde ihre Songs, besonders vom neuen Album For the Masses einfach richtig gut. Nicht nur wenn man Party machen will. Aber sie machen Spaß, gehen ab und sind abwechslungsreich. Und nicht immer möchte man total tiefsinnig sein, wenn man Musik hört.

Lara: Ich kenn Hadouken nicht, hab aber mal kurz reingehört und die gehen zumindest schon mal richtig ab. Meine Musik ist es zwar nicht, aber live sind die bestimmt ein Highlight.

7. Warpaint: The Fool:

Lara: Meine persönlichen Zweiplatzierten in diesem Jahr. Endlich eine geile Indieband, die nur aus Frauen besteht und endlich zeigt, dass das weibliche Geschlecht genauso guten Psychedelic Post-Punk wie die männlichen Genossen machen kann. An das Debütalbum der 4 Mädels aus LA muss man sowieso erst mal rankommen finde ich. Die Latte liegt hoch, Männer!
Sonja: Ich hab ehrlich gesagt meine Probleme mit Frauenstimmen, also ich höre sie nicht so gerne. Deshalb ist für mich eine Mädelsband natürlich nichts. Ihr psychedelisches Geschredder ist aber trotzdem ganz cool.

8. Nada Surf: If I Had A Hi-Fi

Sonja: Ich habe erst überlegt, ob man ein Album voller Cover-Versionen hier überhaupt aufführen kann, aber dieses Album klingt trotzdem so sehr nach Nada Surf, dass man, wenn man sowieso die meisten Lieder im Original nicht kennt, sie für ursprüngliche Nada Surf – Songs halten kann. Sänger Matthew Caws überzeugt hier übrigens dreisprachig und singt in Englisch, Französisch und Spanisch.

Lara: Ich mag Nada Surf vor allem auf ihrem Erfolgalbum Let Go von 2003 und kenn daher eher die Lieder davon. Die Stimme des Sängers wirkt immer sehr beruhigend auf mich.

9. Best Coast: Crazy For You.

Lara:Ein Platz unter den Top Ten geht ebenfalls an Best Coast um Bethany Cosentino und ihre Stories aus dem Leben eines Teenagers mit einer süßen Katze. Die 13 Tracks auf de Album sind so herrlich leicht und erfrischend wie eine Sommerbrise und erinnert bisschen an die Retro-Musik der 60er Jahre. Unkomplizierter Surf-Pop mit paar Garage-Einflüssen haben mir einen super musikalischen Sommer beschert. I´m crazy for Best Coast!

Sonja: Tolle Sommermusik, die einen gerade jetzt im Schnee wieder sehnsüchtig an die Sonne denken lässt.

10. Mando Diao: Above and Beyond (unplugged)

Sonja: Eigentlich kennt man die Lieder von Mando Diao ja inzwischen gut, aber auf der nplugged-Version klingen sie nochmal total anders, neu aber gut. Die Einladung zu MTV Unplugged kann man schon als Ritterschlag für die Schweden bezeichnen, die damit einmal mehr ihre musikalische Vielseitigkeit unter Beweis stellen.

Lara: Mando Diao ist einfach Kult. Ich hab sie durch Hurricane Bar zum ersten Mal entdeckt und seitdem besitze ich jedes Album von ihnen. Give me Fire war bekanntlich der absolute Durchbruch der Schweden und Mando Diao ist nicht mehr aus der Rockszene wegzudenken. Auf ihrem Unplugged-Album präsentieren sie ihre großen Hits in der Akkustik-Version. High Heels feat. Juliette Lewis muss ja sehr obszön sein.


Mit dieser Top10 nehmen wir an der großen Top of the Blogs – Aktion teil, die Martin von Vinyl Galore organisert. Freut euch schon mal auf die Zusammenstellung der Gesamt-Top10 aller Blogs. Wir sind gespannt!

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The Drums im Style-Check

http://www.myspace.com/thedrumsforever/photos

Musik und Mode gehen heutzutage Hand und Hand. Das spürt man vor allem bei den jetzt angesagten Indie-Bands, die mit ihrem durchgeplanten Aussehen ein bestimmtes Image pflegen. The Strokes haben es vorgemacht. Anfang der Nuller-Jahre verabschiedete sich die Musik-Szene vom Techno-Neon-Look und fünf Jungs kamen in abgewetzen Röhrenjeans und Chucks an, was den Style vieler nachfolgenden Indiebands revolutionierte.

2010: The Drums sind eine DER Bands momentan, an denen man nicht vorbeikommt. Nicht nur ihr Retro-Indiepop kommt gut an, sondern auch ihr Fifties-College-Look, der geplant ungeplant aussehen soll. Zwar ist Adam Kessler leider nicht mehr dabei (Komm zurück!!!), aber erinnern wir uns an die Zeit, als sie noch vollständig waren. Vier Kategorien unter der Lupe:

Frisuren: Bei den Drums wird nichts dem Zufall überlassen. Alle vier tragen den Fifties-Kurzhaar-Look mit abrasierten Schläfen, was wiederum an die 80er erinnert. Zwei unterschiedliche Mode-Jahrzehnte in einer Frisur vereint- schon jetzt trägt fast jeder Styler von heute diesen Look. Lange Haare sind ja so was von 2000er…Passenderweise haben Connor und Adam lockiges Haar, Jonathan und Jacob glattes, so dass die perfekte Symmetrie herrscht. Schon deswegen muss Adam zurückkehren, weil ein dritter mit glatter Frisur unmöglich dabei sein kann! Die Frisur ist also schon mal voll im Trend.

Kleidung: Der spannendste Teil sind natürlich die Klamotten. Damit sind die New Yorker verständlicherweise ganz vorn. Schon im ersten Video Let´s Go Surfing fällt auf, dass College-Pullies und Hochwasserhosen Markenzeichen der Band sind. Ja, diese schmal geschnittenen 3/4 Hosen haben es den Jungs besonders angetan und verstreuen einen Hauch Rock´n Roll. Zeiten von Billie Holiday und Elvis Presley erleben damit  ihr Revival. Besonders Sänger Jonathan findet Gefallen daran, seine Hosen mit dicken, weißen Socken zu kombinieren. Kann aussehen wie Camper auf Wohnwagen-Reise, tuts meistens auch, aber dem, wie ich finde, sehr weiblichen Sänger steht es irgendwie. Ich muss mich immer etwas an diese zu kurzen Hosen gewöhnen, aber das macht die Drums eben aus. Die lange Röhre ist nun knallhart auf Platz 2 verwiesen. Down By The Water ist wohl das Paradevideo für den Drums-Style. Wie aus dem Ei gepellt mit Kragenhemd und natürlich Hochwasserhose ( wie sollte es auch anders sein) machen die vier große Gesten. Da glaubt man ihnen doch gerne, wenn sie singen: If you fall asleep down by the water, Baby I carry you all the way home. Die letzte Schnulze, aber schön.

Das Image des trendigen College-Boy vervollständigen Pullis und T-Shirt mit irgendwelchen Logos drauf oder in die Hosen gesteckte Hemden. Connor liebt dazu seinen rote Bomberblouson, Jonathan kann nicht ohne seine Jeansjacke. Es würde mich nicht wundern, wenn die Jungs bald als Models für irgendeine Retro-Modemarke arbeiten würden. Der Fifites-Look ist schon mal perfekt inszeniert.

Schuhe: Wie die Oberteile müssen auch die Accessoires für die Füße stimmen. Jonathan bevorzugt seine schwarzen Adidas-Sneakers, die er, wie erwähnt, mit weißen Wollsocken kombiniert *Schluck*. Die anderen tragen entweder schwarz-weiße Dandy-Schuhe oder Chelsea-Boots, perfekt in der Retro-Manie. Egal, zu welchem Anlass, die Drums sind von oben bis unten lässig gewollt gestylt.

Farben: Eine allgemeine Kategorie zuletzt. Die New Yorker präsentieren sich farbenfroh, mal in gelben Hemd, grünen Pulli oder rotem Shirt (Conners Lieblingsfarbe ist definitiv rot). Muster sind ebenso erlaubt wie Streifen-Looks. Trotzdem wird nicht wild durcheinander kombiniert, sondern Jeans zu Karohemd oder schwarze Stoffhose zu College-Pulli. Boyisch, aber trotzdem elegant und gepflegt. Well done.

Fazit: The Drums sind mit ihrem Aussehen Prototypen des amerikanischen Fifties-Revival-Looks mit Dandy-Touch. Trotz der komischen Hosen haben sie Gespür für Stil und passen sich mit den Klamotten ihrem Surf-Indiepop  an. Nicht nur ihre Musik ist cool, sondern auch ihr Faible für den Retro-Style. Daumen hoch.

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