Schlagwort-Archive: The Horrors

Seventies-Krautrock made today: Toy

Sie könnten auch aus den 70ern stammen. Toy aus London stehen nicht nur auf lange Mähnen, sondern auch auf den psychedelischen Krautrock- Sound der späten Sechziger und frühen Siebziger. Die fünf Jungs und Mädels sind gerade einer der heißesten Newcomer -Acts und haben am 10. September ihr gleichnamiges Debüt veröffentlicht. Düsterer Shoegaze, dröhnender Psychedelic-Pop und schrammeliger Krautrock versprechen den perfekten Trip. Dazu  noch die kühle Stimme von Sänger Tom Dougall, die den hohen Coolness-Faktor endgültig besiegelt. Von Bands wie Pink Floyd, Tangerine Dream und Kraan inspiriert sorgen Toy für ein Neuversion des Psychedelic-Rocks. Best-Buddies The Horrors sind bereits Fan (klingen ja auch sehr ähnlich).

Die Zwei-Track-EP mit „Left Myself Behind“ und „Clock Chime“ von 2011 gibt es auf der Facebook-Page zum kostenlosen Download: http://www.facebook.com/toy.band

Auf der Homepage läuft auch das komplette Album im Stream.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bands im Blickpunkt

Listen 2011

Alles, was dieses Jahr musikalisch gut war, haben wir hier mal in Listen gepackt – allerdings nicht in Reihenfolge geordnet, da das wieder in Mord und Totschlag geendet hätte, bis wir uns mal einig geworden wären.

Songs

Digitalism – 2 Hearts
Kasabian – Switchblade Smiles
Metronomy – The Bay
Washed Out – Amor Fati
Kasabian – Days Are Forgotten
The Rapture – How Deep Is Your Love?
The Black Keys – Lonely Boy
The Drums – Money
Kakkmaddafakka – Your Girl
FM Belfast – Vertigo
Sin Fang – Fall Down Slow
Gotye – Somebody That I Used To Know
M83 – Midnight City
Gypsy & the Cat – Jona Vark
Metronomy – The Look
Fleet Foxes – Sim Sala Bim
M83 – Reunion
Bombay Bicycle Club – Lights Out, Words Gone
Cat’s Eyes – Face In The Crowd
Lana Del Rey – Born To Die
The Horrors – I Can See Through You
Wild Beasts – Bed Of Nails
S.C.U.M – Days Untrue
Austra – Beat & Pulse
Anna Calvi – No More Words
Atlas Sound – Te Amo
Washed Out – Eyes Be Closed
The Kills – Nail In My Coffin
French Films – Pretty in Decadence
Big Deal – Chair


Alben

Kasabian – Velociraptor
bombastisch, mitreißend, verwegen, explosiv

Washed Out – Within Without
entspannt, hallend, träumerisch

Kakkmaddafakka – Hest
fröhlich, lustig, Partystimmung

Sin Fang – Summer Echoes
sphärisch, Sommer, ruhig, experimentell

French Films – Imaginary Future
schwerelos, nachdenklich, Surf, poppig

The Horrors – Skying
psychedelisch, Synthie, geheimnisvoll, Natur-Lyrics

Bombay Bicycle Club – A Different Kind Of Fix
sanft, melodiös, tiefgründig,

Cat’s Eyes – Cat’s Eyes
retro, düster, multi-instrumental, abwechslungsreich

The Kills – Blood Pressures
dreckig, laut, edgy, Blues, rockig

Wild Beasts – Smother

atmosphärisch, sinnlich, melodiös, ruhig

Videos

Coldplay – Paradise

FM Belfast – Vertigo

Lykke Li – Sadness Is A Blessing

French Films – You Don’t Know

Metronomy – She Wants

Kasabian – Re-Wired

The Horrors – Still Life

Emily & The Woods – Steal His Heart

Fleet Foxes – Grown Ocean

Summer Camp – Down

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Update

The Horrors Live in NYC auf MTV Hive

Auf MTV Hive gibt es den den Auftritt der Horrors in der Webster Hall in New York zu sehen. Es ist aber nur ein Mitschnitt von paar neuen Tracks aus Skying. Wer in Amerika lebt, konnte den Live-Stream mitverfolgen. Im Titel-Interview mit dem NME erklärte Bassist Rhys ganz offen, die Band habe während der Aufnahmen „lots of pills“ genommen. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber Faris sieht verdammt abgefuckt aus. Er trifft nicht alle Töne richtig (z.B. bei I Can See You) und wackelt die ganze Zeit mit seinem Mikro rum. Bei Endless Blue denkt man kurz Zeit, er kann ohne Mikro-Stütze nicht mehr allein stehen. Maybe too much pills, dude…

The Horros Live in NYC

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Update

The Horrors: „Skying“- Aufbruch zu neuen Ufern

The Horrors sind eine markante Band- nach wie vor. Ob mit düsterem Goth-Rock (Strange House), Psychedelischem Krautrock (Primary Colours) oder poppigeren Klängen auf Skying – Der Horrors-Touch bleibt bestehen. Zunächst die tief hallende Stimme von Faris Badwan, die zwischen sanft-leise und laut-agressiv abwechselt. Die dröhnende Gitarre von Josh Hayward zeigt weiterhin Präsenz auf der Platte. Dazu kommt die Psychedelischen Effekte durch Keys und Synthesizer, die schon spätestens seit Primary Colours zum Markenzeichen der Band geworden sind. Wenn man so will, ist Skying nur der konsequente Weg ihrer Sound-Entwicklung. Ruhiger, Gelassener, Gemäßigter- Klingt zunächst auch automatisch schlechter,  ist bei den fünf Rockern aus London aber nicht der Fall.

Changing The Rain: Over closer through figures collide, open eyes to awake (…) Der Opener von Skying leitet schon dahin, was an der neuen Platte anders ist. Romantische Natur-Poesie in den Lyrics, gewaltige Keyboards-Effekte, mehr Instrumente. Im Intro von Changing The Rain dominieren die Tast-Instrumente und künstlichen Sounds. Badwans Stimme klingt viel ruhiger als auf den Platten davor und hat etwas Verspieltes.

You Said: Weiter geht es mit einer großen Portion Elektronik und klirrenden Sounds, eingebettet  in verträumten Klang-Wänden. Die ersten zwei Tracks sind sich ziemlich ähnlich. Als ob You Said die Fortsetzung von Changing The Rain wäre….

I Can See Through You: Grooviger Kraut-Rock mit Sixties-Einschlag (Cat´s Eyes lässt grüßen). Vielleicht ein Überbleibsel von Primary Colours. I Can See Through You ist textlich einfach gehalten und äußerst Single-verdächtig. I´ve got the church key, moving in the night (…) – hat was Mystisches.

Endless Blue: Längeres Techtelmechtel zwischen Bass und Trompeten. Man denkt, es geht so weiter, aber nach 2 Minuten kommt die 180 Grad Wende – It´s Time for Josh´s Guitar! Dröhnende Psychedelic Shoegaze vom Feinsten. Everything seems so far behind (…) in Endless Blue..Der Track wurde bereits im Sommer 2010 auf diversen Festivals gespielt und weist noch Einfluss vom vorherigen Album auf. Endless Blue ist definitiv einer der besten Tracks, gerade wegen dem überraschend abrupten Bruch nach der Hälfte des Liedes.

Dive In: Verträumte Natur-Poesie, musikalisiert mit poppigem 80er Verschlag- Eines der Lieder, die auf die Seite der „zugänglicheren Tracks“ gehören. Badwan singt wie eine leidender Liebender mit Phrasen wie she turned the wind, combed through her hair, like high notes tinkling furrows across the sky– Er sollte mal ein Buch mit Natur-Gedichten schreiben.

                                                                           So sah die Band noch 2007 aus – ganz ihrem Goth-Rock gerecht

Gruselig? Fehlanzeige – The Horros müssten sich eigentlich umbenennen

Still Life: Simple Minds hin oder her- Die erste Auskopplung aus Skying beweist, dass The Horrors reifer geworden sind. Ein größere Intrumenten-Zahl, weiche Elektro-Rhytmen und ausgeglichene Vocals. Still Life ist der Inbegriff von Aufbruch und neuen musikalischen Wegen. Don´t hurry , give it time, things are the way they have to be (..) Die Band ist anscheinend an sich gewachsen und weiser geworden. Vor vier Jahren sah das mit ihrem Schocker-Image aber noch ganz anders aus.

Wild Eyed: Verträumt-Minimalistischer Pop mit einem Badwan, der bisschen so klingt, also würde er eine Gute-Nacht Geschichte erzählen. Die Trompeten zum Ende hin geben dem Track einen feierliche Note. Wild Eyed ist ein Song, den man beim ersten Anhören leicht überhört, aber nach mehreren Malen einen ganz benebelt. Er ist leicht, groovig und geheimnisvoll- ein verstecktes musikalisches Juwel.

Moving Further Away: Der längste Track auf dem Album und von einigen als der beste bezeichnet. Moving Further Away trägt Grundzüge von Sea Within The Sea (Primary Colours). Der lange Instrumenten-Part in der zweiten Hälfte des Liedes versetzt den Zuhörer mit seinem ausschweifenden Synthie-Sound und Shoegaze-Riffs in Trance-ähnliche Zustände. Berechtigte Begeisterung.

Monica Gems: Klingt nach abgehacktem Dissonanz-Chaos, inspiriert von dem gleichnamigen Juwelier in London. In den Lyrics ist er zwar nicht erwähnt, aber laut Rhys Webb mag die Band einfach Namen in ihren Songtiteln.

Oceans Burning: Der Schluss-Track rundet die Platte bekanntlich ab. Oceans Burning schwelgt am Anfang als romantische Dreampop- Ballade zwischen lodernden Synthie-Tunes und hallenden Echos. It´s a joy to see you waiting there. Eine Psychedelische Reise über den brennenden Ozean. In den letzten zwei Minuten werden die Drums schneller und die Keys säuseln wie Wind um die Ohren. Oceans Burning vereint noch mal alles, was Skying zu bieten hat- endlos scheinende Synthie-Schleifen, klirrende Gitarren und tonmalerische Melodien.

Ohne Zweifel- The Horrors sind deutlich poppiger geworden. Ihr Psychedelic Shoegaze Sound ist immer noch präsent, aber auf gleicher Höhe mit Synthiepop-Parts. Die selbst produzierte Platte ist wohl das bis jetzt experimentellste Album, wenn auch das zugänglichste. Es bliebt zu hoffen, dass sie sich bei der nächsten Platte nicht ganz dem Mainstream zuschreiben. Die Zeiten der eigenwilligen Totengräber-Inszenierung sind vorbei und ist wohl Zeit, zu neuen musikalischen Sounds aufzubrechen. Den Briten ist aber zu vertrauen, dass sie trotzdem noch ihren eigenen, unkonventionellen Sound beibehalten.

Still Life Video

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Platten unter der Lupe

Glastonbury Gigs 2011

                                                                           http://www.glastonburyfestivals.co.uk/2011/gallery?result=2

Glastonbury 2011 ist leider schon vorbei, aber zum Glück gibt es Fernsehübertragungen, die viel Material aufgezeichnet haben. Auf dem größten Festival Europas tritt jedes Jahr das Who is Who der Musikbranche auf. Dieses Jahr gaben sich Coldplay, U2, The Kills, The Horrors und sehr viele mehr die Ehre. 2012 findet  kein Glastonbury statt wegen Arbeiten auf dem Gelände. Grund genug, sich paar Videos von Glasto-Gigs reinzuziehen.

The Horrors mit I Can See Through You (Skying), Who Can Say (Primary Colours) und Still Life (Skying)

Coldplay mit Every Teardrop Is A Waterfall

U2 mit I Will Follow

The Kills mit Heart Is A Beating Drum

White Lies mit Bigger Than Us

The Vaccines mit Post-Break Up Sex und Wreckin´Bar

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Video Favourites

The Horrors „Skying“ im Stream

Am 8. Juli wird der dritte Longplayer der Horrors hier erscheinen und ihr könnt schon mal euch durch die Tracklist hören. Auf der Homepage der Band steht die Playlist bereit mit dem Coverbild im Hintergrund. Wer wieder alten Shoegaze-Pyschedelic Krams erwartet hat, wird ein bisschen enttäuscht sein. Vergleiche mit den 80er Pop-Ikonen Simple Minds werden immer lautet. Vom ersten Album Strange House ist die Platte musikalisch weit entfernt. Keine Goth-Rock-Sounds mehr, stattdessen eingängigere Pop-Rythmen mit verspielten elektronischen Melodien. Der Psychedelic Touch ist zwar geblieben, doch insgesamt ist Skying stark 80er Pop. Die erste Single Still Life hat uns schon vorgewarnt. Die Nähe zu Primary Colours ist noch in eins, zwei Songs zu hören wie in I Can See Through You oder Monica Gems, das erstaunlich gitarrenlastig ist.

The Horrors haben mit Skying eine zugänglichere Platte geschaffen, die mehr in den Mainstream abdriftet als die vorherigen Platten. Trotzdessen erkennt man ihren experimentellen Einschlag wieder und die Platte ist sicherlich eine Abwechslung. The Horrors haben ihr neues Album in ihrem selbst gebauten Studio produziert und wollten sich wahrscheinlich im elektronischen Bereich ausprobieren. Gelungen ist das Album allemal. Eine ausführliche Rezi gibt es dann nach dem Release-Datum.

Skying Playlist

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Update

Neues Horrors-Album im Juli

                                                                                                                        http://www.lastfm.es

Update für alle Horrors-Fans. Am 11. Juli gibt es das neue Album Skying zu kaufen und man darf vorab den Track Still Life anhören. Schließt man von diesem Track auf den Stil des Albums, so haben sich The Horrors ganz schön gemäßigt. Wo das Debüt Strange House noch von chaotischen Grusel-Riffs geprägt war, schlug Primary Colours schon mehr auf die Schön-Pop-Ebene mit psychedelischem Touch ein. Skying setzt wahrscheinlich in den Arrangements der Songs noch einen drauf. Still Life verwendet mehr Synthie und ist kein bisschen fetzig und rockig. Die Lyrics bestehen fast nur aus Wiederholungen und alles klingt schön harmonisch. Was ist bloß los mit den Rockern? Warum wollen alle am Ende nur noch schnulzigen Elektro-Rock/Pop machen? Einen endgültigen Beweis gibt es jedenfalls im Juli. Vielleicht hat Skying noch was Fetziges zu bieten.

Tracklist von Skying:

‚Changing the Rain‘
‚You Said‘
‚I Can See Through You‘
‚Endless Blue‘
‚Dive In‘
‚Still Life‘
‚Wild Eyed‘
‚Moving Further Away‘
‚Monica Gems‘
‚Oceans Burning‘

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Update

Cat´s Eyes: Das neue Projekt von Faris Badwan (The Horrors)

http://www.catseyesmusic.com/

Faris Badwan, Frontman der Horrors fährt seit kurzem zweigleisig. Cat´s Eyes heißt sein Zweitprojekt mit der kanadischen Opernsängerin und klassischen Multi-Instrumentalistin Rachel Zeffira. Ihr Sound konzentriert sich auf sinfonisch-romantischen Sixties-Rock mit Dream-Pop-Elementen. Die unterschiedlichen Stimmlagen der Bandmitglieder ergänzen sich dabei und sorgen umso mehr für Abwechslung. Ihr erste EP  Broken Glass mit 4 Tracks ist bei Rough Trades erhältlich und am 11. April soll das Debütalbum folgen. Der Opener Cat´s Eyes steht mit seinen Sixities-Beats ganz im Zeichen des Retro-Pops, während The Best Person I Know ruhigere Traum-Klänge anschlägt. Nach dieser Trance-Reise weckt das krachende Sunshine Girls wieder auf. Vom Sound her könnte es auch auf ein Horrors-Album passen. Als letzter Track schweift Love You Anyway mit Klavierbegleitung wieder in die Fantasie ab. Broken Glass bewegt sich in sphärischer Retro-Manier und erinnert an Bands wie Beach House, Summer Camp und Zola Jesus. Ein weiterer Song Not A Friend kann auf ihrer Website kostenlos gegen E-Mail Adresse runtergeladen werden.

Broken Glass EP (VÖ: 27. Februar 2011)

1. Cat´s Eyes

2. The Best Person I Know

3. Sunshine Girls

4. Love You Anyway

Ihren ersten Live-Auftritt hatten Cat´s Eyes im St. Peters Dom im Vatikan, wo sie I Knew It Was Over performten, eine harmonische Himmels-Ode, ganz passend zu den heiligen Hallen. Die beiden werden ebenfalls 3 Konzerte in Deutschland spielen.

21. Mai – Gebäude 9, Köln

24. Mai – Berlin Magnet Club

25. Mai – 59 to 1, München

Wer von Faris Badwan nicht genug kriegen kann, kann sich auf Juli freuen. Dann soll nämlich das dritte Album der Horrors erscheinen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bands im Blickpunkt

Sechs Songs, die abhängig machen

Musik ist bekannterweise die gesündere Droge und es gibt Lieder, die wirklich süchtig machen. Ich stelle jetzt mal sechs meiner persönlichen Rauschmittel vor, von denen ich einfach nicht genug kriegen kann. Vielleicht macht der eine oder andere Song euch beim Reinhören ja auch abhängig:)

The Wombats: Kill The Director: Mein Heroin unter den Songs; er wurde schon bereits in Lieder für die Ewigkeit erwähnt, aber ich muss diesen genialen Song einfach noch mal nennen. Nicht nur der eingängige Rhythmus ist überzeugend, sondern auch die coolen Lyrics, die mit This is no Bridget Jones enden. Etwas traurig, aber lustig. Der Song macht einfach nur gute Laune und ist jederzeit hörbar. Love it!

Maximo Park: Going Missing: Ebenfalls ein Lied für die Ewigkeit und deshalb mit Suchtpotenzial. Das gesamte Debütalbum A Certain Trigger macht sowieso abhängig und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass dieser grandioser Song hier auftaucht…

Warpaint: Bees: Der Track aus dem neuen Album The Fool ist eh sehr psychedelisch angehaucht und die Gitarrensounds sind so verzerrt, dass man fast in Trance gelangt. Ein idealer Song also, um sich für 4 Minuten der Realität zu entziehen. Das Debütalbum der vier Girls aus L.A. kann ich jedem empfehlen, der coolen Experimental-Post-Punk-Rock mag. Jeder einzelne Track lohnt sich!

Vampire Weekend: Walcott: Die süße Klaviermelodie macht das Lied zu einem echten Ohrwurm und hellt so manch grauen Alltag auf. Vampire Weekend sorgen mit ihrem coolen Weltpop sowieso für durchgehendes Re-Play und Walcott ist sicherlich eins ihrer besten Tracks. Ich freue mich schon auf das nächste Album, das mir wahrscheinlich auch wieder so manche Ohrwürmer beschert.

Foals: Blue Blood: Hammer Band, hammer Lied.  Auf ihrem zweiten Album Total Life Forver experimentieren die Jungs mit noch verzerrteren Gitarrenklängen, die die Ohren auf LSD treiben. Blue Blood ist praktisch der Vollrausch fürs Gehör und erzeugt bei jedem Klick ein Verlangen nach mehr. Foals sind der beste musikalische Beweis dafür, dass es auch ohne richtige Drogen geht, sich beflügelt zu fühlen. :>

The Horrors: Scarlet Fields: Um es vorweg zu sagen, The Horrors sind einer der außergewöhnlichsten Bands, die ich jemals gehört habe. Ihr Sound klingt wie niemand sonst und geht wirklich unter die Haut. Ihr bestes Lied ist Scarlet Fields vom zweiten Album Primary Colours und ich meine, dass es auch einer der besten Indie-Songs ist, die ich kenne. Der schwer psychedelische Klang bringt mich bei jedem Hören aus der Fassung und es ist ein wahrer Rausch fürs Gehör. Dieser Track wird einfach nie langweilig für mich werden und ich könnte ihn in Endlosschleife hören.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Playlists

The Horrors im Style-Check

http://www.myspace.com/thehorrors/photos

Runde zwei, und wer könnte besser als die fünf dunklen Londoner hier rein passen? Bei dem Wort „Horror“ fällt mir  Tod, Blut, gruselige Monster und unheimliche Orte ein. Wer also so einen Bandnamen hat, kann natürlich nicht auf Gut-Jungen machen und nerdige Karohemden anziehen. Da muss alles her, was das Image vom bösen, düsteren Rocker perfektioniert. The Horrors sehen natürlich nicht aus wie Freddy Krueger, aber ihr Look ist ein Mix aus stylisch und düster zugleich.

Frisuren: Das ist wohl definitiv das erste, was bei den Jungs ins Auge springt. Für ihr erstes Album Strange House verpassten sich die Styler ihren markanten Look. Bei Sänger Faris `Nase´ Badwan und Gitarrist Joshua Third sahen die Haare aus, als wären sie auf Dauer mit Strom aus der Steckdose versorgt worden. Vogelnest und Vogelscheuche gleichzeitig würde ich sagen. Die restlichen drei kamen mit noch anständigen halblangen Haaren daher. Zwar trug Keyboarder Rhys diesen furchtbaren Pilzkopf-Schnitt mit überlangem Pony, aber wer auffallen will, dem darf nichts zu schade sein. Haarfarbe ist bei allen dunkel, blond wäre für einen „Horror“ wohl eher unpassend.

Seit Primary Colours ist der Horrors-Look etwas braver. Die Musik ist nicht mehr so verzerrt und chaotisch wie beim Debüt und die Band hat zu Kamm und Schere gegriffen. Die Jungs können wieder ,dank kürzerem Pony, etwas sehen und die Haare stehen nur noch in eine Richtung ab. Welche Wunder einfachste Style-Tools vollbringen können!

Kleidung: The Horrors verkörpern den perfekten androgynen Indie-Look. Angefangen bei den ultraengen Skinny-Jeans, in die wirklich nur Bohnenstangen wie die fünf Jungs passen und die nach einem Kilogramm mehr auf den Rippen vermutlich platzen würden. Nun gut, sie können es ja tragen. Ins Auge springt auch der protzige Gürtel mit Silberschnalle, den die fünf gerne tragen und schon zu einer Art Markenzeichen geworden ist. Obenrum trägt man(n) am liebsten schwarze Hemden mit langem Schal oder Krawatte, dazu Biker-Lederjacke oder auch ein eng anliegendes Jackett. Beim ersten Album setzte man nur auf diesen Look, alle komplett in schwarz mit Skinny ( bei Faris gern auch mal zerlöchert) und mit Kragenhemd, Weste und Jacke aufgemotzt. Rock meets Retro. 2009 griffen die Engländer auch dann mal zu Marine-Hemden oder sogar bunte Farben ohne viel Schnick Schnack. Die Zeiten des Goth-Looks waren vorbei und The Horrors kleideten sich zwar schlichter, aber immer noch androgyn und stylisch. Ich bin wirklich gespannt, wie das nächste Album wird.

Accessoires: Eine Kategorie, die bei den Horrors noch hinzukommt. Am Anfang ihrer Karriere vervollständigten dicke, lange Silberketten und Totenkopf-Ringe das düstere Aussehen und die Jungs experimentierten mit schwarzem Kajal. Jetzt sind sie quasi „reifer“ geworden und verzichten auf all zu gespenstisches Make-Up und Schmuck. Dennoch tut das dem Style keinen Abbruch. Faris steht ziemlich auf seine coole Doctor´s Bag, die er stolz bei Red Carpet Events präsentiert und Rhys liebt Leo-Prints. Das Spiel zwischen männlich und weiblich ist aber auch so eine Sache. Der eh sehr weiblich wirkende Keyboarder kleidet sich dann so, dass es seine Androgynie noch mehr betont. Nicht unbedingt immer vorteilhaft, ist aber Geschmackssache.

Schuhe: Wie nennt man noch mal diese spitzen Dinger, die alle Typen in den 60-ern trugen? Ach ja, genau, Chelsea Boots, gehypt damals durch die Beatles. The Horros sind wohl Stammkäufer dieser fast gefährlich spitzen Schuhe, da sie unübersehbar Dauerbegleiter der Boys sind. Diese Styler-Schuhe, geliebt von der Indie-Szene, passen aber auch perfekt zum Retro-Rock-Chic der Band. Joshua mag die weiße Variante am liebsten, die anderen halten sich an schwarz. Ich glaube, wenn man so einen Schuh ins Gesicht geworfen bekommen würde, könnte das ganz schön wehtun. Für die braucht man ja fast einen Waffenschein, so lang sind die vorne!

Farben: Schwarz, schwarz und nochmals schwarz. Kommt mir auch passend vor, wenn man The Horrors heißt. Von Kopf bis Fuß in dieser Farbe präsentierten sich The Horrors bei Foto-Sessions für ihr Debütalbum. Manchmal trug der eine oder andere auch weiß oder rot im Mustermix, aber sonst grundsätzlich schwarz. Rosa gepunktete Hemden zu gelben Hosen würde das Image vom düsteren Indie-Rocker logischerweise zerstören. The Horrors wissen eben genau: Black is Beautiful.

Fazit: The Horrors sind einfach individuell. Sie spielen ,außer supercoole Musik, perfekt mit ihrem Düster-Image. Die britische Mode-Szene liebt sie längst  und sie wissen, wie man sich inszeniert. Die Haare sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig und ich bin nahezu neidisch auf diese megadünnen Beine, gleichzeitig aber auch etwas geschockt wenn ich Fotos sehe. Ihr Look ist eben einfach schaurig schön.

Gruselig: She Is The New Thing aus Strange House (Ich finde das Video immer noch eklig…)

Neue Mukke, neuer Style: Mirror´s Image aus Primary Colours….. und die gute alte Hochwasserhose kommt zum Vorschein…

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Style Issue